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Es gibt auch Gegenstimmen

GZ Plus IconBaumwipfelpfad-Erweiterung im Harzburger Rat nicht unumstritten

Auf der Fläche „Am Horn“ soll eine Wohnbebauung für Mieter mit kleinem Geldbeutel entstehen.

Auf der Fläche „Am Horn“ soll eine Wohnbebauung für Mieter mit kleinem Geldbeutel entstehen. Foto: Schlegel

Eigentlich waren die Tagesordnungspunkte der Stadtratssitzung, die sich mit Bauprojekte beschäftigten, am Dienstag schnell und ohne Diskussionen abgehakt. Allerdings gibt es durchaus Gegner der geplanten Erweiterung des Baumwipfelpfades.

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Von Holger Schlegel
Donnerstag, 03.04.2025, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. Mit drei Bebauungsplanverfahren, die in der Vergangenheit bereits für einige Debatten gesorgt hatten, beschäftigte sich der Rat am Dienstag in seiner 23. Sitzung. Und das quasi ohne Diskussionen. Aber auch nicht immer einstimmig.

Bebauungsplan Lindenpark

Die Planungen für eine Bebauung des parkähnlichen Grundstücks an der Burgstraße beschäftigen Politik, Verwaltung und auch Anwohner nun schon sehr lange. Aktuell geht es um den Bau von Gebäuden mit insgesamt 60 Wohneinheiten. „Der Bebauungsplan hat schon eine Ehrenrunde gedreht“, wie es Henning Franke als Berichterstatter ausdrückte. Aber niemand habe noch etwas hinzuzufügen. Der Beschluss, den Entwurf des Bebauungsplanes „Lindenpark“ für einen Monat öffentlich auszulegen, wurde in der Tat einstimmig gefasst. Das sei „die Beendigung der Diskussion“, so Franke.

Erweiterung Baumwipfelpfad

Der Hochseilgarten ist in die Jahre gekommen und soll weg. Auf die Fläche soll die Erweiterung des Baumwipfelpfades gebaut werden.

Der Hochseilgarten ist in die Jahre gekommen und soll weg. Auf die Fläche soll die Erweiterung des Baumwipfelpfades gebaut werden. Foto: Schlegel

Ebenfalls keine Debatte gab es um den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes „Kaltes Tal“, mit dem der Startschuss für eine Erweiterung des Baumwipfelpfades auf die Fläche des Hochseilgartens fallen soll. Damit solle, so Franke, die touristischen Attraktionen aufgepeppt werden. „Wir hoffen, dass uns noch mehr Gäste besuchen werden.“ Im Stadtplanungsausschuss hatte es eine kurze Diskussion rund um den Landschaftsschutz gegeben, Wortführerin war Gesine Kirschke (CDU), die auch im Rat dagegenstimmte. Ebenso wie das neue Ratsmitglied Susanne Herweg und Fadime Özdemir, beide ebenfalls aus der CDU-Gruppe.

Wohnbebauung „Am Horn“

Ebenfalls ohne Diskussion wurde das geänderte Bebauungsplanverfahren für den Bereich „Am Horn“ auf den Weg geschickt. Dort sollte südlich des Bündheimer Fredhofs ursprünglich eine Ferienhaussiedlung entstehen, dann jedoch wurde aus wirtschaftlichen Gründen umgeplant, weswegen jetzt auch das B-Plan-Verfahren angepasst werden muss. Am Ende könnten dort von einem privaten Investor 60 bis 70 Wohnungen für Mieter mit kleinerem Geldbeutel entstehen.

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