Zähl Pixel
Blaulicht

GZ Plus IconA7 bei Rhüden: Zahl der Verletzten nach Massenkarambolage steigt

Ein Krankenwagen fährt nachts mit Blaulicht durch eine Straße.

Bei den Unfällen waren viele Einsatzkräfte vor Ort, da zunächst ein Massenanfall an Verletzten (MANV) ausgelöst wurde. Foto: Feuerwehr

Zwei Unfälle auf der Autobahn 7 zwischen Seesen und Rhüden: Mehrere Fahrzeuge beteiligt, zehn Verletzte, MANV ausgelöst und ein Todesfall gemeldet. Was wir wissen.

author
Von Lisa Kasemir
Freitag, 09.01.2026, 20:05 Uhr

Seesen/Rhüden. Am Freitagnachmittag gegen 16.40 Uhr ereignete sich auf der Auffahrt Rhüden zur Autobahn 7 ein schwerer Verkehrsunfall, an dem insgesamt neun Fahrzeuge mit jeweils einer Insasse beteiligt waren. Dabei wurden drei Personen schwer und sieben leicht verletzt. Die Polizei korrigierte die Zahl der Verletzten am Samstagmittag: Zuvor war von fünf Leichtverletzten die Rede gewesen. Aufgrund der Vielzahl der Unfallbeteiligten wurde zunächst ein MANV (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst.

Mehrere Fahrzeuge stehen abends auf der Autobahn, darunter Rettungswagen und Unfallfahrzeuge. Davor ein Trümmerfeld.

Die Einsatzkräfte trafen auf ein Trümmerfeld. Foto: Feuerwehr

Gleich mehrere Kraftfahrzeuge, darunter auch Sattelzüge, gerieten bei winterglatter Fahrbahn ins Schleudern und stießen mit anderen Verkehrsteilnehmern oder der Betonmittelschutzwand zusammen. Die Verkehrsmanagement-Zentrale wies auf gefrierenden Regen hin. Seesens Ortsbrandmeister im Gespräch mit der GZ: „Vor Ort kam es zu Blitzeis, das haben wir als Feuerwehr gemerkt.“

Ein weißer stark demolierter Pkw.

Es kam zu Blechschäden an mehreren Fahrzeugen. Foto: Feuerwehr

Todesfall im Stau

15 Minuten später ereignete sich auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Süden ein Unfall. Ein Fahrzeugführer geriet nach Angaben der Polizei ins Schleudern und kam quer zu den Fahrstreifen zum Stehen. Zwei weitere Sattelzüge konnten nicht mehr rechtzeitig verzögern, wodurch es zum Zusammenstoß zwischen zwei Sattelzügen kam. Ein Sattelzug musste aufwendig von einem Bergungsunternehmen geborgen werden. In einem dortigen Stau kam es nach Informationen der Goslarschen Zeitung zu einem Todesfall, den die Autobahnpolizei Hildesheim auf Nachfrage bestätigte. Ersthelfer versuchten noch einen 63-jährigen Fahrer aus Nordhausen in seinem Pkw zu reanimieren – erfolglos.

Verkehrsbehinderungen und Umleitung

Insgesamt waren 26 Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Goslar und Bockenem, sowie Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus mehreren Landkreisen sowie mehrere Streifenwagen der Autobahnpolizei, der Polizei Bad Salzdetfurth und der Polizei Bad Gandersheim an den Unfallstellen.

Die Verletzten wurden nach einer ersten Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der genaue Unfallhergang ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Die Polizei hat in diesem Zusammenhang mehrere Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Aufgrund der Unfallaufnahme und der winterlichen Straßenverhältnisse kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

(Stand: 10. Januar, 11.43 Uhr)

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region