Abrahms gewinnt deutlich
Ralf Abrahms freut sich mit seiner Frau Ulla Lenk über den deutlichen Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Bad Harzburg. Foto: Schlegel
Bad Harzburg/Seesen. Die alten sind die neuen Bürgermeister: Klarer Sieg für Ralf Abrahms in Bad Harzburg gegen Herausforderer Thomas Ebert (SPD). Eine Zitterpartie erlebte dagegen Erik Homann (CDU) in Seesen gegen Andrea Melone (SPD).
Nervenkitzel in der Sehusastadt bis kurz vor Schluss: Herausforderin Andrea Melone (SPD) verlangte Amtsinhaber Erik Homann (CDU) gestern Abend bei der Bürgermeisterwahl alles ab. Bis kurz vor dem Zieleinlauf hatte Melone die Nase hauchdünn mit zehn Stimmen vorn, ehe Homann mit den letzten fünf von 23 Wahllokalen noch vorbeizog und mit einem Vorsprung von 217 Stimmen für weitere sieben Jahren im Amt bestätigt wurde.Der Christdemokrat holte 4838 Stimmen (51,1 Prozent). Melone kam auf 4621 Stimmen (48,9 Prozent) und zeigte sich als stolze Unterlegene. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,3 Prozent.
In Bad Harzburg ging die Wahl deutlich aus, und für viele Beobachter war das eigentlich auch schon im Vorfeld klar gewesen: Gegen Amtsinhaber Ralf Abrahms zu gewinnen, würde schwer werden, immerhin hatte er bei der Wahl im Jahr 2011 seine damals drei Konkurrenten mit 63 Prozent in die Schranken gewiesen. Und so ging der Herausforderer Thomas Ebert von der SPD als klarer Außenseiter ins Rennen.
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Dafür jedoch schlug sich der 47-Jährige wacker. Mit 39,64 Prozent verlor er die Wahl zwar deutlich, aber auch nicht mit einem dramatisch schlechten Ergebnis. Und er knöpfte dem Amtsinhaber sogar noch einige Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2011 ab. Insgesamt hatten 11.094 Bad Harzburger ihre Stimme abgegeben, 6595 gültige für Abrahms, 4331 für Ebert, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 60,52 Prozent. Seine besten Ergebnisse erzielte Abrahms mit mehr als 70 Prozent in seinem Heimatdorf Bettingerode sowie in den Altenheimen von Bad Harzburg. Ebert hingegen konnte in Schlewecke, wo er wohnt, und Westerode punkten – allerdings blieb er auch dort unter 50 Prozent.
Pure Erleichterung: Erik Homann küsst seine Frau Christiane. Nach einem nervenaufreibenden Wahlabend bleibt er sieben weitere Jahre Bürgermeister in Seesen. Foto: Gereke