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GZ Plus IconHahndorf will unterschätzt werden

Auf dem Mannschaftsfoto des SV Hahndorf fehlen noch eine ganze Reihe Spieler des 22 Kicker umfassenden Kaders.

Auf dem Mannschaftsfoto des SV Hahndorf fehlen noch eine ganze Reihe Spieler des 22 Kicker umfassenden Kaders. Foto: Privat

Wenn es um das Thema Abstiegskampf in der Fußball-Nordharzliga geht, wird der SV Hahndorf von vielen Experten genannt. Genau das möchte sich Trainer Stephan Wellegehausen zunutze machen.

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Von Andreas Konrad
Dienstag, 05.08.2025, 09:00 Uhr

Als Aufsteiger springt der SV Hahndorf noch etwas mehr als die meisten anderen Teams in das kalte Wasser der neuen eingleisigen Fußball-Nordharzliga. Deshalb hat sich der Klub das Ziel gesteckt, zunächst dort anzukommen und die Klasse zu halten.

Der Kader: 13 der 22 Spieler, die im Kader des SV Hahndorf stehen, haben bereits das 30. Lebensjahr überschritten, Sascha Gertz und Jerome Wegener zählen sogar 42 Lenze. „Eine Saison bekommen wir damit noch hin, aber dann brauchen wir eine Verjüngung“, sagt Trainer Stephan Wellegehausen. Aber das sei schwierig: „Ich habe bestimmt mit 50 Spielern telefoniert, die aus der A-Jugend kommen, aber da hast du keine Chance.“ Viele würden direkt nach Geld fragen, was bei ihm so gar nicht auf Verständnis stoße. „Ich möchte einen Appell an die Jugend richten, dass sie wieder Lust auf Fußball hat“, kommentiert der 57-Jährige fast sarkastisch.

Als großen Rückhalt im Team bezeichnet Wellegehausen Torhüter Nils Maibaum. „Er ist einer der besten Torhüter der Region und nicht zu ersetzen.“ Im Angriff gebe es immer Alternativen, wenn Toptorjäger Brayan Estiven Cardenas Erola gedoppelt werde, im Tor sei Maibaum alternativlos.

Das sagt der Trainer: „Wir müssen gleich in den ersten Spielen Punkte sammeln, weil uns da die Konkurrenz vielleicht nicht Ernst nimmt.“ Das sei allerdings aufgrund einer durchwachsenen Vorbereitung mit kurzer Pause anspruchsvoll genug. Der SV startet mit einem Heimspiel gegen den SC 18 Harlingerode in die Saison. Trotz des hohen Altersdurchschnitts bewertet Wellegehausen aber die Tatsache, dass das Team fast komplett zusammengeblieben ist, als positiv. „Wir werden an unserem Spielstil nichts ändern, hinten stabil stehen und mit unserer Geschwindigkeit auf den Außenbahnen Druck nach vorn ausüben.“

Die Konkurrenz: „Die hiesigen Mannschaften sind für mich keine Unbekannten“, sagt Wellegehausen, „aber sonst ist vieles neu.“ Die Teams, die er nicht kenne, habe er anhand der Daten der Vorsaison analysiert, zum Beispiel, wer wie oft gespielt habe. Aus diesem Grund sei es bereits schwierig mit dem FC Othfresen, dem FC Groß Döhren und dem FC Blau-Gelb Asse Aufstiegsfavoriten zu nennen, aber noch schwieriger Mannschaften zu identifizieren, die gemeinsam mit Hahndorf um den Klassenerhalt spielen werden. „Ich glaube, Schladen wird es nicht leicht haben, weil deren Spiel hauptsächlich über Jason Becker läuft“, schätzt der SV-Trainer.

Die Prognose: Als Aufsteiger zählt der SV Hahndorf sicher zu den großen Außenseitern der Liga. Deshalb wird viel davon abhängen, wie gut das Team mögliche Rückschläge verkraftet und wie akribisch es jeden Punkt sammelt, um am Ende drei andere Teams hinter sich zu lassen.

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