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Eishockey-Regionalliga

GZ Plus IconNico Schnell verlässt die Harzer Falken

Zwei Eishockeyspieler in Aktion vor dem Tor, einer in weiß-blauem Trikot und einer in schwarz-rotem Trikot, auf dem Eis mit Torwart im Hintergrund

Verteidiger Nico Schnell (r.) verabschiedet sich von den Harzer Falken. Eishockey wird für den 27-Jährigen künftig eine untergeordnete Rolle spielen. Foto: Drechsler

Bittere Nachricht für Eishockey-Regionalligist Harzer Falken. Verteidiger Nico Schnell wird bereits am Freitagabend in Adendorf nicht mehr für ihn spielen.

Von Andreas Konrad Donnerstag, 12.02.2026, 15:00 Uhr

Einen Tag vor dem abschließenden Spiel der Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga Nord hat die Harzer Falken eine einschneidende Botschaft ereilt. Verteidiger Nico Schnell wird den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. Damit steht er auch nicht mehr für die Partie am Freitagabend (20 Uhr) beim Adendorfer EC zur Verfügung.

Mit emotionalen Worten richtete sich Schnell noch einmal an die Fans. „Nach fünf intensiven und besonderen Jahren möchte ich mich von Herzen bei euch bedanken. Diese Zeit wird für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben“, wird der 27-Jährige in einer Mitteilung der Falken zitiert, „die Entscheidung war für mich alles andere als leicht, aber sie ist für mich persönlich der richtige Schritt.“

Schnell hat berufliche Gründe

Hintergrund für das sofortige Aus bei den Braunlagern sind berufliche Gründe des im Großraum Hannover lebenden Verteidigers. „Das ist auch menschlich ein großer Verlust“, sagt Falken-Sprecher Niklas Hunger, „aber er hat versprochen, auch nicht für einen Ligakonkurrenten zu spielen.“ Eishockey werde für Schnell künftig lediglich auf Hobbyniveau eine Rolle spielen.

Ob die Falken noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden, war am Donnerstag eher unwahrscheinlich. Allerdings geht es im Eishockey manchmal schnell. Fakt ist, am Sonntag schließt sich das Fenster für Verpflichtungen, die entsprechenden Unterlagen müssten also bis spätestens Samstag beim Verband sein.

„Mannschaft ist gut genug“

„Unsere Mannschaft ist gut genug“, sagt indes Trainer Regan Nagy, der für die in der Abschlussplatzierung relativ bedeutungslose Partie in Adendorf zusätzlich auf Filip Mrava, Dennis Arnold und wahrscheinlich auch auf Patrik Franz wird verzichten müssen. Wie berichtet werden die Falken die Hauptrunde so gut wie sicher auf dem dritten Platz beenden, egal wie die Partie ausgeht.

Für Nagy bietet sich beim Tabellenführer aber noch einmal die Gelegenheit, die Abwehr ohne Schnell, der meist an der Seite von Nico Ehmann spielte, neu zu formieren. Außerdem kann er dem Angriff noch vor den Play-offs ein weiteres Spiel Zeit geben, sich besser einzuspielen.

Schnell lief bereits in der Saison 2017/2018 per Förderlizenz von den Kassel Huskies erstmals für die Falken in der Oberliga auf. Nach weiteren Stationen in der Oberliga bei den Hannover Scorpions und dem Herforder EV kehrte er 2021 fest in den Harz zurück.

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