Nach 0:4 in Adendorf: So geht es für die Harzer Falken weiter
Filip Mrava trifft am Freitag in Salzgitter, geht wie seine Mannschaftskameraden in Adendorf aber komplett leer aus. Foto: Drechsler
Das 0:4 am Samstag in Adendorf war schnell abgehakt. Eishockey-Regionalligist Harzer Falken konzentriert sich auf die nun folgende Heimspielserie - mit neuem Personal.
Am Ende gab es ein Zwei-Punkt-Wochenende. Nach dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen am Freitag in Salzgitter hat Eishockey-Regionalligist Harzer Falken am Samstag eine 0:4-Niederlage beim Adendorfer EC kassiert und damit den Sprung an die Tabellenspitze verpasst, die zunächst weiter Adendorf gehört.
Für Falken war es gleich eine doppelte Nullnummer, holten sie doch zum ersten Mal seit dem Amtsantritt von Trainer Regan Nagy keinen Punkt und schossen auch kein Tor. Bereits in gut einer Woche besteht die Chance auf Revanche in Braunlage.
Wie verlief die Partie in Adendorf? Während die Gastgeber vor immerhin 1548 Zuschauern alle Mann an Bord hatten, mussten die Falken auf Max Droick, Nico Schnell und Daniel Spratek verzichten. Die Heidschnucken erwischten den besseren Start, auch wenn das Team von Nagy seine Chancen bekam, vor allem im Mitteldrittel. „Die Mannschaft hat alles gegeben, man kann ihr keinen Vorwurf machen“, sagte der sportliche Leiter, Uwe Lohde. Am Ende hätten Kleinigkeiten gefehlt, zum Beispiel bei guten Gelegenheiten von Bartek Bison.
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Wie schlugen sich die Ex-Falken im Adendorfer Trikot? Dass André Gerartz und Christoph Koziol gegen ihren ehemaligen Klub treffen würden, hätte im Wettbüro sicherlich keine allzu hohe Quote gegeben. Überraschender war da schon, dass Torwart Philip Grittner die gesamten 29 Schüsse der Harzer parierte und damit einen shut-out feierte. Ein Spiel ohne eigenen Treffer hatte es für die Falken schon ewig nicht mehr gegeben.
Was war noch auffällig? Wie schon in Salzgitter hakte es im Überzahlspiel. In diesem erreichen die Harzer in den 14 Ligaspielen bisher eine Quote von 16,36 Prozent – nur der Hamburger SV, Salzgitter und die Crocodiles Hamburg sind bei Überzahl noch schwächer.
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Wie sieht die sportliche Lage aus? Vor den abschließenden zehn Vorrundenspielen trennen die Falken fünf Punkte von Platz eins. Es ist also weiter alles möglich, zumal noch zwei Spiele gegen Adendorf anstehen, das nächste bereits am 28. Dezember (20 Uhr) in Braunlage. Der Blick richtet sich aber auch nach unten, denn der Vorsprung auf Platz fünf, den derzeit die Harsefeld Tigers innehaben, beträgt ebenfalls fünf Punkte. Ein Platz unter den ersten vier garantiert Heimrecht in der ersten Play-off-Runde. Viel wird davon abhängen, wie die Falken in den nun folgenden drei Heimspielen am Stück abschneiden.
Werden die Falken noch einmal auf dem Transfermarkt tätig? Das wird der Fall sein, wenn Spratek längerfristig ausfällt. Der Tscheche hatte am Freitag in Salzgitter einen heftigen Schlag auf das Handgelenk bekommen und wurde noch vor Ort behandelt. Wie schwerwiegend die Verletzung ist, ist noch nicht abzusehen, weil das Gelenk derart stark geschwollen ist, dass sie noch nicht geröntgt werden konnte. Spratek ist inzwischen nach Hause gefahren und will sich dort behandeln lassen. „Ob wir noch jemanden holen müssen, ist daher bisher nur reine Spekulation“, sagt Lohde. Wenn, dann soll es möglichst schnell gehen. Allerdings schließt die Passstelle am Dienstag und ist erst nach den Weihnachtstagen wieder besetzt.
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Wie geht es über die Feiertage weiter? Am Sonntag stand für die Mannschaft ein Besuch beim Seesener Lichterzauber auf dem Programm, danach zerstreut sie sich in aller Winde. Sivonen zum Beispiel fliegt für ein paar Tage nach Finnland. Die Spieler, die in Braunlage bleiben, kommen am 23. Dezember zu einem gemütlichen Abend zusammen. Wieder trainiert wird erstmals am Vormittag des zweiten Weihnachtstags, an dem um 20 Uhr die Partie gegen die U20 der Kassel Huskies folgt. Dann soll auch Martin Benes sein Debüt feiern.
Vor allem für das am Heimspiel gegen Adendorf deutet sich eine Top-Kulisse an. Am Sonntag waren bereits die Sitzplätze auf den Geraden des Wurmbergstadions fast komplett ausverkauft.
Tore: 1:0 (2:42) Gerartz, 2:0 (27:36) Ahlgren, 3:0 (33:00) Koziol, 4:0 (48:09) Siegmund
Strafminuten: 12 für Adendorf; 4 für Braunlage
Harzer Falken: Dupuis – Chaloupka, Franz, Ehmann, DiMurro – Mrava, Wiecki, Sivonen, Weikamp, Schirmacher, Arnold, Bison, Antonaki, Vinci, Lohde
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