GSC siegt durch zwei späte Elfer – Vienenburg unterliegt
Der Wolfenbütteler Janosch-Paul Bauer holt in dieser Szene technisch stark einen Ball aus der Luft und schiebt diesen danach zum 2:0 für die Gäste ein. Die Vienenburger Innenverteidiger Julian Laue (r.) und Jonas Kahl (2.v.r.) sind machtlos. Foto: Epping Foto: Epping
Heimsieg für den Goslarer SC und Heimniederlage für die FG Vienenburg in der Fußball-Bezirksliga 3. Oker kommt in Fahrt, und die TSG rutscht aus.
Das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga 3 war am Sonntag eine eindeutige Angelegenheit für den Tabellenführer. Der bis dato Vierte, die FG Vienenburg/Wiedelah, verlor auf dem holprigen Rasen im Radaustadion mit 1:5 (0:3) gegen den MTV Wolfenbüttel II.
Die Gäste waren über weite Strecken das reifere Team, ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und drückten ihr Spiel durch. „Dass wir gleich drei so schnelle Gegentore fangen, hat uns den Zahn gezogen“, bilanzierte Massimo Soranno. Der FG-Trainer schickte sein Team vor 90 zahlenden Zuschauern offensiv in die Partie. Das allerdings fand gegen die stabile Hintermannschaft der Wolfenbütteler kein Mittel. Spielerisch war es auf dem holprigen Rasen schwierig zu kombinieren, und lange, hohe Bälle waren eine leichte Beute für die Gäste.
Drei frühe Gegentore
Die beste Chance in der ersten Hälfte hatte Dariusz Makowski, der einen Pass von Lukas Marx allerdings nicht wuchtig genug auf das Tor des MTV brachte. Zu allem Überfluss verletzte er sich in dieser Szene und wurde anschließend mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung von einem Krankenwagen abgeholt.
Nach der Pause flackerte das Feuer bei den Vienenburgern ein letztes Mal auf. „Wir hatten uns noch einmal viel vorgenommen“, sagte Soranno, und der schnelle Anschlusstreffer versprühte Hoffnung. „Hätten wir in dieser Phase das 2:3 gemacht, wäre das Momentum vielleicht noch einmal zu uns gekommen.“
Das junge Wolfenbütteler Team, das auch körperlich den Vienenburgern voraus war, ließ sich davon allerdings nicht beirren und setzte mit dem 4:1 nach. „Die wissen einfach, welche individuelle Qualität sie in ihren Reihen haben“, anerkannte Soranno. Das letzte Tor schließlich war dann einer Schlussoffensive der FG geschuldet. Die Vienenburger Elf verdiente sich auf jeden Fall Anerkennung dafür, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgesteckt und selbst viel investiert hat.
Fußball-Bezirksliga
Vienenburg hat keine Angst vorm Primus – GSC will Wiedergutmachung
Der designierte Meister allerdings war an diesem Sonntag eine Nummer zu groß für den Aufsteiger, der nun auf Tabellenplatz sechs abgerutscht ist, damit aber immer noch im Soll ist.
Tore: 0:1 (22.) Bauer, 0:2 (35.) Bauer, 0:3 (39.) Bosacki, 1:3 (47.) L.Marx, 1:4 (67.) Bauer, 1:5 (90.+3) Kistner
FG Vienenburg/Wiedelah: Berkefeld – Lüer, Laue (46. Kubczak), Kahl, Damian Hildmann (75. Daniel Hildmann), D. Marx, Makowski (34. J.Rimbach), Knoop, N. Rimbach, L.Marx, Wagner
Eiskalter Zink lässt GSC 08 ganz spät jubeln
Die Aufholjagd geht weiter: Der VfL Oker hat durch ein 1:0 bei Schlusslicht SV Kissenbrück den dritten Sieg im vierten Spiel nach der Winterpause gelandet und seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte ausgebaut. Diesen belegt der MTV Salzdahlum, nächster Gast des VfL.
Der Goslarer SC 08 festigte durch einen 3:2-Zittersieg gegen den TSV Üfingen Rang drei, während die TSG Bad Harzburg mit 2:3 beim SV Wendessen die erste Niederlage nach der Winterpause kassierte. Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter MTV Wolfenbüttel II wuchs damit auf 13 Punkte an.

Der GSC tut sich schwer gegen Üfingen. In dieser Szene wird Yves Lennox Trommer von Alexander Kolle bedrängt. Im Hintergrund schaut Nikolas Zink zu. Foto: Epping
Goslarer SC 08 – TSV Üfingen 3:2 (1:2). Tore: 1:0 (6.) Dürrbeck, 1:1 (14.), 1:2 (45.+1), 2:2 (90.+2) Zink/Foulelfmeter, 3:2 (90.+5) Zink/Foulelfmeter
Was für ein Finale: Durch zwei Foulelfmeter in der Nachspielzeit riss der GSC das Spiel noch herum. Aus Sicht von Trainer Ingo Vandreike keineswegs ein unverdienter Spielausgang, denn „in der zweiten Halbzeit war das ein Spiel auf Tor. Wir haben sechs, sieben, acht Hundertprozentige gehabt, den Torwart angeschossen. Zweimal wurde der Ball auf der Linie geklärt.“ So mussten zwei Standardsituationen herhalten, die Nikolas Zink ganz abgeklärt nutzte. Zwischen den beiden Strafstößen kassierte Üfingen auch noch eine Gelb-Rote Karte.
Vergessen war beim GSC mit dem Schlusspfiff auch die erste Halbzeit, in der er sich schwerer tat, als erwartet. Nach der frühen Führung kam der Gast durch zwei Unachtsamkeiten zur zwischenzeitlichen Führung, die aber nicht entscheidend an der Moral des GSC nagte.
Goslarer SC 08: Fricke – Gaida, Kirchner, Dürrbeck (83. Gülsen), Bahlo, Mansour (77. Iraqi), Trommer (64. Sprengelmeyer), Weiske, Zink, Lora-Moreno
Fußball-Bezirksliga
VfL Oker feiert wichtige Derby-Punkte - TSG verschenkt Zähler
SV Wendessen – TSG Bad Harzburg 3:2 (1:1). Tore: 0:1 (11.) Schaare, 1:1 (12.), 1:2 (36.) Bothe, 2:2 (52.), 3:2 (77.)
Ein schlechter Platz und ein Gegner, der gradlinig spielte und in den Zweikämpfen alles gab – das war zu viel für die TSG, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. „In der ersten Halbzeit haben wir das noch ganz gut gemacht“, befand Trainer Kenneth Schuller, der nach dem Seitenwechsel aber mit ansehen musste, wie es dahinging. Die TSG bekam zunehmend Schwierigkeiten bei den langen Bällen auf Wendessens Spielertrainer Gos, zudem sah Schuller „mangelnde Cleverness“ in den Zweikämpfen. Er wolle seinem Team keineswegs die Einstellung absprechen, am Ende aber sei es zu wenig gewesen.
TSG Bad Harzburg: Henkel – Bothe, Behrens (64. Jansen), Schwanecke, Kastern (76. Bartels), Lindemann, Ahrens, Martinato (76. Washausen), Sitzenstock (64. Almeida), Schubert (66. Uzunov), Schaare
Fußball-Bezirksliga
GSC kommt noch rechtzeitig in Fahrt - FG wieder in der Spur
SV Kissenbrück – VfL Oker 0:1 (0:0). Tor: 0:1 (66.) Darboe
Am Ende entschied ein klassischer Okeraner Spielzug. Langer Schlag von Spielertrainer Mehmet-Ali Tozlu auf Tahir Darboe, der den Ball festmacht. Ablage auf Deniz Duygun, der Darboe wieder bedient – das 1:0 und bereits der fünfte Treffer des Okeraner Winterzugangs. Das reichte, „weil wir in den 90 Minuten eigentlich gar nichts zugelassen haben“, wie Tozlu berichtete.
Dass es bis in die Nachspielzeit eng blieb, hatten sich die Gäste selbst zuzuschreiben. Ein halbes Dutzend bester Chancen zählte der VfL-Spielertrainer, die sein Team habe liegen lassen. Der „sehr schwierige Platz“ und eine defensiv eingestellte Heimelf taten ein Übriges dazu, dass am Ende ein schmales Ergebnis heraussprang. „Wichtig sind aber nur die drei Punkte“, so Tozlu.
VfL Oker: Holzberg – Geldmacher, Tang, S. Altekin, Zimmermann, Musa (46. D. Akbay), Tozlu, El Ghacem (88. Mashkaei), Okolie, D. Duygun (77. S. Duygun), Darboe
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