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Notfälle

Wende im Fall eines 35-Jährigen mit Schussverletzung

Die Polizei stellte die Waffe sicher. (Symbolbild)

Die Polizei stellte die Waffe sicher. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ein Mann gibt an, Opfer eines Verbrechens zu sein. Nun stellt sich heraus: Er hat sich die Schussverletzung selbst zugefügt. Was die Polizei zu den Hintergründen weiß.

Von dpa 07.09.2026, 15:20 Uhr

Seevetal. Überraschende Wendung: Der vor rund einer Woche in Seevetal südlich von Hamburg mit schweren Verletzungen gefundene Mann hat sich diese selbst zugefügt. In den Vernehmungen nach seiner Notoperation habe sich der 35-Jährige in Widersprüche verstrickt, teilte die Polizei mit. Schließlich räumte er ein, sich die Schussverletzung mit einer Pistole zugefügt zu haben. Er beschrieb, wo er die Waffe versteckt hatte, bevor er sich als vermeintliches Opfer einer Straftat hilfesuchend an eine Zeugin wandte.

Am angegebenen Ort fand die Polizei die Pistole. Sie ermittelt nun gegen den 35-Jährigen wegen des Vortäuschens von Straftaten und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das Motiv des Mannes blieb unklar. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte ein Polizeisprecher. Einen Suizidversuch schloss er aus. 

Der Mann hatte zuvor bei der Polizei angegeben, dass er mittags zu Fuß in der Gemeinde im Landkreis Harburg unterwegs gewesen sei, als er auf drei Männer getroffen sei. Was danach passierte, konnte er nicht sagen. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus und wurde notoperiert. Die Polizei ermittelte wegen eines versuchen Tötungsdeliktes.

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