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<p>Die Stadthalle wird energetisch saniert. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten dauern. Nach Abnahme und Grundreinigung könnte sie Mitte August wieder öffnen. Fotos: Ebeling</p>

<p>Die Stadthalle wird energetisch saniert. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten dauern. Nach Abnahme und Grundreinigung könnte sie Mitte August wieder öffnen. Fotos: Ebeling</p>

Clausthal-Zellerfeld. Die im Mai angelaufene energetische Sanierung der Stadthalle geht voran und liegt gut im Plan – sowohl bei den Kosten als auch in der Zeit. Bis Ende Juli soll das Mehrzweckgebäude wärmegedämmte Wände außen und zum Teil auch innen, eine komplett neue Fensterwand mit „ballsicherer“ Dreifachverglasung sowie neue Haustechnik bekommen. Außerdem wird das komplette Heizungssystem einschließlich der Fernwärme-Übergabestation, der Verteilungen und Heizkörper erneuert. Neue Mess- und Regelungstechnik wird es möglich machen, die Temperaturen in den verschiedenen Bereichen der Stadthalle getrennt zu steuern.

Von Bettina Ebeling 06.06.2017, 17:24 Uhr

Dabei „sind wir im engen Kontakt mit den Stadtwerken“, sagt Eckhard Brune vom städtischen Gebäudemanagement am Rande der gestrigen Baubesprechung. Jeden Dienstagmorgen treffen sich dazu Architekt Chris Dornbusch und Bauleiter Markus Petermann mit den Verantwortlichen von Stadt und Auftragnehmern. Insgesamt elf Gewerke aus der Region, vom Zimmerer über Elektro- und Haustechnik, Metall- und Trockenbau bis zum Blitzschutz sind an der Sanierung beteiligt. Finanziell möglich wird die Umsetzung des Konzepts mit Fördermitteln aus dem Kommunalen Investitions-Programm (KIP). Insgesamt 970.000 Euro fließen laut Brune in die energetische Sanierung der Stadthalle.

Darin inbegriffen sei auch ein kleiner „Kosten-Puffer“, erklärt Brune, nämlich für unangenehme Überraschungen, wie sie Baustellen oft erst während der Arbeiten offenbaren. Und tatsächlich ist das auch im Fall der Stadthalle so, wie der Bauleiter draußen am Fuß der Wände zeigt: Die sogenannten Stützfüße sind dort, wo das Holz den Boden berührt, fast überall verfault und bröckelig-weich. Verantwortlich dafür ist ein Pilz, erklärt Petermann. Um ihm keine Chance mehr zu geben, soll das Holz „gesundgeschnitten“ und aus dem Spritzwasserbereich gehoben werden. Von unten soll künftig eine Vorsatzschale aus Beton Nässe abhalten.

Eine spezielle „hinterlüftete“ Konstruktion, die Feuchtigkeit raus-, aber Wärme drinnen lässt, soll an den gemauerten Außenwänden das Dämmaterial und die Fassadenplatten tragen. Auch Innenwände zu Kaltbereichen wie dem „Stuhllager“ bekommen eine Dämmung. Dort kommen Zelluloseflocken zum Einsatz, die sich in die Hohlräume des Mauerwerks setzen und so alles richtig schön dicht machen. Umweltfreundlich sind sie außerdem, so Petermann: „Im Prinzip ist es Altpapier.“

Unter dem abgenommenen Holzbeschlag der Ostwand kommt das nackte Mauerwerk zum Vorschein. Es soll eine gedämmte Verkleidung auf einer speziellen Unterkonstruktion bekommen.

Unter dem abgenommenen Holzbeschlag der Ostwand kommt das nackte Mauerwerk zum Vorschein. Es soll eine gedämmte Verkleidung auf einer speziellen Unterkonstruktion bekommen.

Schlimmer als erwartet: Nässe-Schäden an den Stützfüßen. Ein Pilz verursacht diesen sogenannten „Würfelbruch“.

Schlimmer als erwartet: Nässe-Schäden an den Stützfüßen. Ein Pilz verursacht diesen sogenannten „Würfelbruch“.

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