Riethmüller legt den Grundstein für EM-Silber
Wie bereits im Weltcup überzeugt Danilo Riethmüller in der Staffel und bringt das deutsche Biathlon-Quartett als dritter Läufer weit nach vorn. Foto: picture alliance/dpa
Danilo Riethmüller vom WSV Clausthal-Zellerfeld startet für die deutsche Biathlon-Staffel eine Aufholjagd und führt das Team zu EM-Silber.
Krönender Abschluss für Danilo Riethmüller und die deutsche Biathlon-Staffel. Bei den Europameisterschaften im norwegischen Sjusjoen gewann der 26-Jährige gemeinsam mit Elias Seidl, Simon Kaiser und Leonhard Pfund am Sonntag die Silbermedaille. Im Ziel hatte das Quartett einen Rückstand von 6,5 Sekunden auf Norwegen. Rang drei ging an Frankreich (+55,2 Sekunden).
Dabei begann das Rennen über 4x7,5 Kilometer für die Deutschen alles andere als optimal. Zwar blieb Startläufer Seidl (SC Ruhpolding) im Liegendschießen fehlerfrei, leistete sich dann aber stehend eine Strafrunde, durch die er den Anschluss verlor. Als Zwölfter mit einem Rückstand von 52,9 Sekunden übergab er an Kaiser (WSV Oberhof 05).
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Auch Kaiser kassierte in seinem zweiten Schießen eine Extrarunde, verkürzte dank einer starken Laufleistung aber den Rückstand auf die Spitze um zehn Sekunden und übergab den Staffelstab an Position neun liegend.
Starke Aufholjagd von Riethmüller
Dann der Auftritt von Riethmüller. Der für den WSV Clausthal-Zellerfeld startende Harzer zeigte einmal mehr seine läuferische Klasse und kam am Schießstand mit einem, beziehungsweise drei Nachladern zurecht. So brachte Riethmüller das Team nach dem sechsten von acht Schießen in Podest-Reichweite und legte dann eine grandiose Schlussrunde hin.
Beim letzten Wechsel fehlten den Läufern des Deutschen Skiverbandes lediglich vier Sekunden auf die Bronzemedaille. Der Rückstand auf die führenden Norweger betrug zu diesem Zeitpunkt noch 27 Sekunden.
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Leonhard Pfund (SC Bad Tölz) zog nach seinem fehlerfreien Liegendschießen zunächst an Tschechien vorbei und suchte dann im letzten Anschlag die Entscheidung. Während der Franzose Valentin Lejeune drei Nachlader benötigte, brachte der 22-Jährige seine Schüsse sehr schnell ins Ziel und verließ den Schießstand auf Position zwei. Diesen Rang verteidigte er ins Ziel.
Deutsche mit bester Laufleistung
Läuferisch war das deutsche Quartett mit einer Zeit von 1:06:45,7 Stunde deutlich schneller als Sieger Norwegen (1:08:02,9). Die Gastgeber kassierten allerdings bei insgesamt acht Nachladern lediglich eine Strafrunde und gewannen den Titel somit am Schießstand.
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Tags zuvor belegte Riethmüller in seinem dritten Rennen bei diesen Europameisterschaften zum dritten Mal einen Platz kurz hinter den Top Ten. In der Verfolgung kam er auf Platz elf ins Ziel. Seine Staffelkollegen lagen hier alle vor ihm. Pfund gewann Silber, Kaiser Bronze, und Seidl platzierte sich direkt vor dem Harzer.
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