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Neu und offenkundig doch nicht funktionsfähig: Das Wasserrad am Mühlengraben in Höhe der Hapimag-Ferienanlage dreht sich nicht, obwohl es Investor Rainer de Groot hat erneuern lassen.  Foto: Eggers

Neu und offenkundig doch nicht funktionsfähig: Das Wasserrad am Mühlengraben in Höhe der Hapimag-Ferienanlage dreht sich nicht, obwohl es Investor Rainer de Groot hat erneuern lassen. Foto: Eggers

Braunlage. Es ist heute kaum mehr vorstellbar, aber der Mühlengraben, der in Höhe des Eistadions von der Warmen Bode abzweigt und in Höhe der ehemaligen Kreisverwaltung wieder zuläuft, spielte einst eine wichtige Rolle für die Energie-Erzeugung in Braunlage. An diese Zeit soll im Bereich der Hapimag-Ferienanlage das Mühlenrad erinnern.

Von Michael Eggers 13.08.2019, 14:51 Uhr

Es ist jetzt erneuert worden: Investor Rainer de Groot hat 4000 Euro in die Hand genommen und von einem Handwerksunternehmen aus der Region nun ein neues Rad herstellen lassen. Aber es dreht sich nicht.

Das Wasserrad gehört eigentlich der Stadt. Doch die Kommune hatte offenkundig in den vergangenen Jahren wenig Zeit, um sich um dessen Funktionsfähigkeit zu kümmern. „Deshalb hatten wir das Rad am Laufen gehalten“, sagt Wolfgang Klinkhammer, der Chef der benachbarten Ferienanlage. Die Hapimag-Mitarbeiter hätten auch für die Bepflanzung rund um das Wasserrad gesorgt und die Kontergewichte so eingestellt, dass es sich dreht.

Weil das alte Rad immer maroder geworden sei, habe es ausgetauscht werden müssen. „Ein ganz Schlauer hat aber in den Mühlengraben ein Wehr eingebaut, kurz bevor das neue Wasserrad angebracht worden ist“, berichtet Klinkhammer. Die Folge: Die Fließgeschwindigkeit des Gewässers habe sich verringert. „Seitdem steht das neue Wasserrad mit seinen Schaufeln zwanzig Zentimeter tief im Mühlengraben, und das Holz saugt sich voll“, hat der Chef der Ferienanlage beobachtet. Er ist skeptisch. „Ich glaube nicht, dass das noch mal jemand zum Laufen bringt“, meint er.

Der Mühlengraben hat vor mehr als 100 Jahren etliche Mühlen angetrieben, mit denen unter anderem Mehl hergestellt worden ist, aber auch andere Werkzeuge angetrieben worden sind. Das ehemalige Hotel Brauner Hirsch beispielsweise hatte mit dem Wasser dieses Grabens über einen Generator elektrischen Strom erzeugt.

Heute dient der Graben nicht mehr der Energie-Erzeugung. Allerdings spielt der Wasserlauf aus touristischer Sicht eine wichtigere Rolle. Aus diesem Grund hatte der Rat mit Mehrheit beschlossen, beispielsweise im Bereich der Neuen Mitte einen Teil des Grabens, der unterirdisch verlief, wieder freizulegen.

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