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Gewalt in der Region Hannover

Nach Autoangriff: Polizei soll mehr Präsenz zeigen

Am späten Montagabend hatte ein Fahrer nach Polizeiangaben einen BMW gezielt in eine kleine Gruppe gesteuert. Mindestens fünf Menschen wurden leicht bis schwer verletzt.

Am späten Montagabend hatte ein Fahrer nach Polizeiangaben einen BMW gezielt in eine kleine Gruppe gesteuert. Mindestens fünf Menschen wurden leicht bis schwer verletzt. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Nach dem Angriff auf eine Menschengruppe in Neustadt am Rübenberge kündigt sich mehr Polizeipräsenz an. Innenministerin Behrens sieht Hinweise auf einen Konflikt zwischen Großfamilien.

Von dpa 28.10.2026, 12:50 Uhr

Hannover. Nach dem gezielten Autoangriff auf eine Menschengruppe in Neustadt am Rübenberge soll die Polizei vor Ort stärker Präsenz zeigen. Das Innenministerium gehe zunächst kurzfristig von deutlich mehr Polizeikräften im öffentlichen Raum aus, sagte Sprecher Oliver Grimm. Die konkrete Einsatzplanung liege bei der zuständigen Polizeidirektion.

Behrens: „Clankriminalität ist kein bloßes Großstadtphänomen“

Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bezeichnete die Brutalität der Tat als schockierend. Erste Ermittlungen ließen auf die drastische Eskalation eines Konflikts zwischen Großfamilien schließen, die in Teilen der Clankriminalität zugerechnet würden, sagte sie. „Die Tat zeigt aber auch: Clankriminalität ist kein bloßes Großstadtphänomen.“

Ob die konkrete Tat diesem Kriminalitätsbereich zuzuordnen ist, bleibt nach Angaben Grimms jedoch Gegenstand der Ermittlungen. Dafür müsse ein klarer familiärer Bezug vorliegen. Die Zugehörigkeit zu einer Familie, in der Mitglieder straffällig geworden seien, reiche für eine solche Zuordnung nicht aus.

Polizeibeamte schossen auf den Wagen

Am späten Montagabend hatte ein Fahrer nach Polizeiangaben einen BMW gezielt in eine kleine Gruppe gesteuert. Mindestens fünf Menschen wurden leicht bis schwer verletzt. Beamte, die in der Nähe eine Verkehrskontrolle durchführten, schossen auf den Wagen, um den Angriff zu stoppen. Der Fahrer ließ das Auto zurück und flüchtete.

Behrens würdigte das schnelle Eingreifen der Polizisten. Nach erster Einschätzung hätten sie noch Schlimmeres verhindert. Die verstärkte Präsenz solle auch dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl vor Ort wiederherzustellen. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei der Angriff gezielt und die Allgemeinbevölkerung nicht gefährdet gewesen, sagte Grimm.

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