Harzer Falken im Sturmtief: 3:4 gegen Timmendorf
Max Droick (r.) und die Harzer Falken gehen Timmendorf diesmal leer aus. Foto: Drechsler
Das war nicht der Abend der Harzer Falken. Der Eishockey-Regionalligist verliert in Braunlage unnötig 3:4 gegen Timmendorf, weil er seine Chancen nicht nutzt.
Die schöne Serie hat ein Ende: Nach vier Siegen in Folge haben die Harzer Falken wieder eine Niederlage kassiert. Nach dem 3:4 (0:2, 1:1, 2:1) am Freitag gegen den CE Timmendorfer Strand bleiben sie zwar an der Spitze der Eishockey-Regionalliga, brauchen jetzt aber wohl eine optimale Ausbeute aus den abschließenden fünf Spielen, um auch am Ende der Hauptrunde Platz eins einzunehmen.
Ausschlaggebend war, dass die Falken am Tag von Sturmtief Elli selbst ein Tief im Sturm durchmachten. „Wir haben alles versucht und bis zum Ende durchgespielt“, bilanzierte Coach Regan Nagy. „Der Goalie von Timmendorf war gut, aber wir haben einfach unsere Chancen nicht gut genug genutzt.“
505 Fans im Wurmbergstadion
Timmendorf belohnte sich so für das Wagnis, trotz des schlechten Wetters anzureisen. Abfahrt um 11.38 Uhr an der Ostsee, rechtzeitige Ankunft im Harz, alles passte. Recht übersichtlich sah es dagegen wenig überraschend auf den Rängen des Wurmbergstadions aus, auf denen sich offiziell 505 Zuschauer verloren. Am Sonntag, 18 Uhr, im Halbfinale des OsWeNo-Pokals gegen den Adendorfer EC soll mehr los sein.
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Auf dem Eis fehlten den Falken neben dem verletzten Daniel Spratek mit den erkrankten Patrik Franz und Dennis Arnold zwei weitere Spieler, während Timmendorf praktisch komplett war. Und so eine besondere Anreise, wie sie der CET hinter sich hatte, kann noch mehr zusammenschweißen. Zwar begannen die Falken etwas besser, ihre Chancen nutzten aber zunächst nur die Gäste, die mit einem Doppelschlag innerhalb von 58 Sekunden in die Kabine zurückkehrten. Glück war beim Führungstreffer auch noch dabei, weil der Puck von der Bande Habel auf den Schläger fiel.
Sivonen triffft zum 1:2
Dass die Falken Aufholjagden können, haben sie in dieser Saison schon mehrfach gezeigt. Und tatsächlich waren sie schnell wieder dran, als Ville Sivonen nach einer Klassekombination verkürzte. Blöd nur aus Sicht der Harzer, dass sie wenig später eine Strafzeit kassierten. Die überstanden sie zwar, hätten durch Davide Vinci gar bei einem Break ausgleichen können, treffsicher aber war nur Timmendorf. Johansson stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, weil die Harzer viel zu lässig verteidigten.
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Die hatten genug Gelegenheiten wieder heranzukommen, scheiterten aber entweder am guten Keeper Beukeboom oder droschen wie Filip Mrava an der Scheibe vorbei. Falken-Goalie Taylor Dupuis verhinderte gar Schlimmeres, als er mit einem Hechtsprung fünf Meter vor seinem Kasten gegen Magnusson den vierten Gegentreffer verhinderte (36.).
Neue Hoffnung durch Benes
So blieb ein Drittel für die Wende: Benes schürte mit dem erneuten Anschlusstreffer neue Hoffnung, die aber nur wenige Minuten währte. Erst vergab Bastian Schirmacher die Chance zum Ausgleich, dann leistete sich Dupuis einen seiner seltenen Fehler - und schon hieß es 2:4. Die Gastgeber setzten zwar noch einmal nach, hätten auch wieder herankommen können, aber es war nicht ihr Abend.
Bezeichnend diese Szene aus der 57. Minute: Erst parierte Beukeboom gegen Benes irgendwie mit der Schulter, dann umkurvte Diarmad DiMurro den Goalie, ohne abzuschließen. Bezeichnend auch das Schussverhältnis im letzten Drittel, das mit 23:4 für die Falken ausfiel. Zwei Treffer waren da zu wenig, zumal das 3:4 von Petr Chaloupka extem spät kam.
Das Spiel in der Statistik
Tore: 0:1 (18:29) Habel, 0:2 (19:27) Henderson, 1:2 (23:42) Sivonen, 1:3 (27:39) Johansson, 2:3 (44:24) Benes, 2:4 (48:11) Kettunen, 3:4 (59:43) Chaloupka (6:5)
Strafminuten: 4 für Braunlage; 6 für Timmendorf
Harzer Falken: Dupuis - Chaloupka, diMurro, Antonakis, Ehmann, Schnell - Sivonen, Benes, Mrava, Lohde, Vinci, Wiecki, Droick, Schirmacher, Weikamp vt/bga
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