Deutscher Austauschstudent in Kolumbien erschossen
In Kolumbien ist ein deutscher Austauschstudent tot aufgefunden worden. (Symbolbild) Foto: Fernando Vergara/AP/dpa
Ein deutscher Student ist im Norden Kolumbiens getötet worden. Die Polizei prüft ein Raubmotiv. Behörden setzen eine hohe Belohnung für Hinweise aus.
Manaure. Ein deutscher Austauschstudent ist im Norden Kolumbiens mit Schussverletzungen tot aufgefunden worden. „Es wird untersucht, ob es mutmaßlich darum ging, ihm das Motorrad zu stehlen“, zitierte das Nachrichtenportal „Notícias Caracol“ die kolumbianische Nationalpolizei. Auch die „Hessenschau“ berichtete über den Fall.
Der Leichnam des aus Darmstadt stammenden jungen Mannes sei im Gebiet Cuatro Vías im Departamento La Guajira im äußersten Norden Kolumbiens nahe der Grenze zu Venezuela gefunden worden. Nach Polizeiangaben wies er zwei Schussverletzungen im Brustbereich auf.
Student für Austauschprogramm in Kolumbien
„Wir sind völlig erschüttert“, sagte die Rektorin der Escuela Colombiana de Ingeniería Julio Garavito, Miriam Astrid Angarita, in einem Interview. Sie bestätigte, dass sich der Deutsche dort seit August vergangenen Jahres im Rahmen eines akademischen Austauschprogramms aufhielt. Nach dem Ende des Semesters habe der Student eine Reise durch verschiedene Regionen Kolumbiens geplant, bevor er nach Deutschland zurückkehren wollte. „Wir sind wirklich sehr betroffen von dieser Situation“, erklärte Angarita. Der Fall ereignete sich demnach bereits am Dienstag (Ortszeit).
Die Behörden fahnden nach den Tätern. Die regionale Regierung setzte „Notícias Caracol“ zufolge eine Belohnung von 70 Millionen kolumbianischen Pesos (knapp 16.000 Euro) für Hinweise aus, die zur Identifizierung und Festnahme der Verantwortlichen führen.