<p>Noch sind die Handwerker damit beschäftigt, für den letzten Schliff zu sorgen. Am Freitag wird das neue Stadt-Chalet dann offiziell eröffnet. Fotos: Eggers</p>
Braunlage. Für Rainer de Groot steht fest, „wenn ein Schwabe schon zehn Millionen Euro in die Wurmbergseilbahn investiert, dann lohnt es sich wirklich, in Braunlage etwas zu machen.“
Der 47-Jährige aus Wedemark steht dabei Marcus Gross, dem Geschäftsführer der Seilbahn, nur wenig nach. De Groot investiert 7,5 Millionen Euro in Braunlage. Allein 2,5 Millionen Euro hat der Investor in die Umwandlung des ehemaligen Post-Gebäudes in Luxusferienwohnungen gesteckt. Am morgigen Freitag soll das Stadt-Chalet, wie die Immobilie künftig heißt, eröffnet werden. 14 Appartements für zwei bis acht Personen sind entstanden, die alle mit Sauna, Geschirrspülmaschine, Regenwalddusche, Tresor und hochwertigen Materialien ausgestattet sind und „problemlos den Fünf-Sterne-Standard erfüllen würden“, sagt De Groot. Doch der Unternehmer weiß derzeit noch nicht, ob er wirklich in dieses Segment will oder sich erst einmal nur um vier Sterne bemüht.
Und auch bei der weiteren Ausstattung sind die Gegebenheiten der Stadt berücksichtigt worden. Es gibt einen Skikeller, in dem die Urlauber ihre Skistiefel wärmen, beziehungsweise trocknen können. Außerdem gibt es für die Sommerurlauber auch eine Mountain-Bike-Waschstation.
Als Leiter des Stadt-Chalets agiert künftig Christian Lindner. Zudem gibt es zwei weitere Angestellte, kündigt der Investor an, der derzeit noch nicht sagen kann, wie viel neue Arbeitsplätze er in der Stadt schafft.
Weiter ist der Investor derzeit dabei, das ehemalige Hotel Viktoria umzubauen. Sehr zur Freude vieler Bürger hat er wieder ein Türmchen auf das Bauwerk gesetzt. „Ich will dort ein sogenanntes Design-Hotel schaffen“, erklärt de Groot, der eigenen Angaben zufolge insgesamt zwei Millionen Euro in die Immobilie investiert.
Ein italienischer Feinkostladen soll in der ehemaligen Pension Lotze in der Marktstraße in der Nähe des Stadt-Chalets entstehen. Auch dieses Gebäude hat der Investor gekauft. In den Umbau dieser Immobilie steckt er 700.000 Euro, berichtet der 47-Jährige.
Nicht länger leer soll das ehemalige Altenheim Wiechert in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße stehen. In diesem Gebäude will de Groot 2,3 Millionen Euro investieren. „Ich will dort zehn Ferienwohnungen einbauen“, teilt er mit.
De Groot wünscht sich, dass die Aufbruchstimmung in Braunlage weiter anhält. Allerdings kritisiert der Investor das derzeitige Marketing Braunlages. „Es müsste viel mehr für das Wurmbergprojekt und die Stadt geworben werden“, findet er.
Rainer de Groot