Warum ein Feuermelder regelmäßig gereinigt werden sollte
Rauchmelder müssen in Schlafräumen als Frühwarnsystem installiert werden. Foto: Pixabay
Zum bundesweiten „Tag des Rauchmelders“ erinnern Feuerwehr und Elektriker an die Bedeutung von Feuermeldern. Wie die Geräte richtig gereinigt werden sollten.
Langelsheim. Der bundesweite „Tag des Rauchmelders“ findet jährlich an jedem Freitag, der auf einen 13. fällt, statt. So auch am heutigen Freitag, 13. März. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ möchte mit diesem Tag an die wichtige Wartung und Prüfung der Geräte erinnern.
„Rauchmelder sind ein Brandfrüherkennungssystem“, erklärt Matthias Brunke, Stadtbrandmeister in Langelsheim. Sie seien nicht nur „relativ günstig“, sondern könnten zudem von jedem selbst installiert werden. „Rauchmelder geben die Sicherheit, nachts nicht von Rauch überrascht, sondern frühzeitig gewarnt zu werden“, sagt Brunke weiter.
„Zwei Drittel der Brandopfer werden im Schlaf vom Feuer überrascht“, heißt es auf der Internetseite der Initiative „Rauchmelder retten Leben“. Gefährlich sei dabei der Brandrauch. Rauchmelder, oder umgangssprachlich auch Feuermelder genannt, warnen bei einem entstehenden Brand mit einem lauten akustischen Signal, wenn das giftige Rauchgas in die Messkammer des Rauchmelders gelangt, erklärt die Initiative weiter.
Staub kann zu Fehlalarm führen
Dabei komme es immer wieder auch zu Fehlalarmen. Diese würden hauptsächlich durch Wasserdampf und Staub, aber auch durch eine leere Batterie entstehen, erläutert Brunke. „Die Batterie sollte regelmäßig ausgewechselt werden, um sogenannte Täuschungsalarme zu vermeiden“, erklärt der Stadtbrandmeister.
10-Jahres-Batterie
Die Initiative empfiehlt allerdings eine Prüfung weit über den Batteriewechsel hinaus und das mindestens einmal im Jahr. Auf ihrer Internetseite ist dafür die Checkliste mit fünf Schritten zu finden.
RAUCHMELDER REINIGEN IN FÜNF SCHRITTEN
Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ empfiehlt eine jährliche Prüfung der Geräte in fünf Schritten:
1. Rauchmelder testen: Gibt der Melder beim Betätigen des Testknopfes ein Signal, ist das Gerät betriebsbereit. Bleibt der Ton aus, kann die Batterie leer sein und sollte ausgewechselt werden.
2. Rauchmelder richtig reinigen: Rauchmelder sollten abgestaubt, aber nicht ausgesaugt werden. Das kann Bauteile beschädigen.
3. Standort prüfen: Ist aus einem Arbeitszimmer beispielsweise ein Kinder- oder Gästezimmer geworden muss ein weiterer Rauchmelder installiert werden.
4. Kabel/Steckdosen/Elektrogeräte prüfen: Poröse Kabel, wackelige Stecker oder überlastete Mehrfachsteckdosen gelten als Risiken und sollte ausgewechselt werden.
5. Batterien sicher lagern: Batterien kühl, trocken und dunkel lagern, dabei neue und gebrauchte Batterien nicht mischen.
Und was sagt der Profi vor Ort? „Es gibt praktische Modelle mit einer 10-Jahres-Batterie“, erklärt Bernhard Olbrich, Kreishandwerksmeister und Inhaber von Olbrich Elektroinstallationen. Nach dieser Zeit müsse ein Feuermelder sowieso ausgewechselt werden, sagt er weiter. Bei diesen Geräten könne man sich auf eine Haltbarkeit von zehn Jahren verlassen. Einer Wartung bedarf es daher nicht. „Man sollte sie nur keiner hohen Staubbelastung aussetzen“, erklärt Olbrich. Rauchmelder sind Pflicht in Schlafräumen und im Raum davor. In Küchen seien sie dagegen nicht zu empfehlen, da es durch den aufsteigenden Wasserdampf zu Fehlalarmen kommen könne. „Hier empfiehlt sich ein Wärmemelder, der bei einem extremen Temperaturanstieg anschlägt“, sagt Olbrich.
Melder gibt bei leerer Batterie ein Signal
Bei herkömmlichen Modellen betont der Kreishandwerksmeister: „Ist die Batterie leer, fängt der Melder an zu piepen.“ Eigentlich könne also nichts schiefgehen.
Praktisch seien außerdem Modelle, die sich über Funk miteinander vernetzen lassen. „Löst ein Feuermelder im Erdgeschoss aus, gibt der Melder im Obergeschoss ebenfalls ein Signal“, erklärt Olbrich.
Der nächste Rauchmeldertag in diesem Jahr findet am 13. November 2026 statt – wenn wieder ein Freitag auf den 13. fällt.
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