Ladies Night im Aquantic: Sport, Spaß und Entspannung
Aqua-Zumba im Nichtschwimmerbecken: Feliciats Sprey ist mit vollen Elan dabei. Foto: Privat
Aqua-Zumba, Fitness, Massagen und ein besonderer Saunaaufguss – die jährliche Ladies Night im Aquantic bietet ein abwechslungsreiches Programm nur für Frauen. Unsere Autorin hat sich durch das Event getestet.
Goslar. Mit meiner Schwimmtasche ausgerüstet, mache ich mich auf zum Aquantic. Der Grund? Die einmal im Jahr veranstaltete Ladies Night im Schwimmpark. Um 19 Uhr geht es los. Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Bäderbetrieb bin ich umringt von aufgeregtem Gemurmel und fröhlichem Frauen-Lachen, die es genießen, unter sich zu sein. Im Vorraum des Aquantics warten wir gespannt auf die Eröffnung des Abends. Frauen aller Altersgruppen sind anzutreffen. Ob für einen gemütlichen Mädelsabend oder alleine, um die anstrengende Woche ausklingen zu lassen. Ich treffe Sascha Feier, den Abteilungsleiter des Bäderbetriebs, neben dem Kassenhäuschen. Er ist etwas im Stress, da er gleich das Event eröffnen wird. Wir vereinbaren, uns vor dem Bademeisterraum zu treffen – unser Treffpunkt für den restlichen Abend.
Fitnessstudio eher leer
Der erste Programmpunkt für mich an diesem Abend ist das Fitnessstudio. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass ich mir meinen Abend hier im Aquantic etwas anders vorgestellt habe, als ich annahm, den Artikel zu schreiben. Ich wurde mit „Gönn dir eine Massage, mache ein paar Saunagänge mit und vielleicht noch etwas Aquagymnastik“ hierhergelockt. Nun stehe ich an einem Freitagabend im Fitnessbereich und schwitze und sehne mich nach einem entspannten Saunagang. Denselben Gedanken haben wohl die meisten der Besucherinnen, denn der Bereich ist bis auf ein paar Einzelne leer. Doch ich bin ja nicht zum Spaß hier, sondern um einen möglichst guten Überblick über den speziellen Abend nur für die Ladys zu bekommen. Also heißt es für mich, Zähne zusammenbeißen und durchziehen. Malte, mein Personaltrainer für diesen Abend, sieht das genauso. Ich wärme mich auf dem Crosstrainer auf und dann geht es für mich auch schon ans Eingemachte. An der Schrägbeinpresse erfahre ich, dass ein Mensch das Doppelte von seinem Körpergewicht pressen könnte. Die Betonung liegt auf „könnte“. Bei 65 Kilogramm ist bei mir Schluss. Mein dreiviertelstündiges Programm beinhaltet noch die Rudermaschine, Brustpresse, freie Gewichte und ein individuelles, funktionales Stabilisierungstraining. Zu meinem Stolz scheine ich in diesen lapidar gesagten „Gleichgewichtsübungen“ besonders gut zu sein – das bestätigt mir Malte. Zum Abschluss gibt es für mich noch einen überraschenden guten Stracciatella-Proteinshake.
Zumba und Salsa
Mein Zeitplan ist straff – eine Viertelstunde später geht es für mich zum Zumba. Zu einem Mix aus Pop und lateinamerikanischer Musik, sowie Schritten powern wir uns richtig aus. Der Kurs ist gut besucht und ist auch für mich mehr etwas, als im Fitnessstudio zu trainieren. Die rhythmische Musik und die zwischen gestreuten Salsa- und Bachata-Schritte machen Stimmung, auch wenn die Körper-Augen-Koordination oftmals nicht so einfach ist, wie man vielleicht glauben mag. Die Pause bis zu meinem nächsten Kurs reicht gerade einmal, um etwas zu trinken und mich in meinen Bikini zu werfen. Denn mein nächster Programmpunkt findet im Wasser statt: Aqua-Zumba. Dieser Kurs ist im normalen Programmplan des Bäderbetriebs noch nicht zu finden, doch für mich ist er ein Muss. Die Bewegungen, die am Land einfach erscheinen, sind im Wasser umso komplizierter. Lachend nehmen wir in Kauf, bei den Übungen Wasser zu schlucken und geben die 30 Minuten im Becken Vollgas.
Wellness für die Seele
Danach habe ich genug Sport für den Abend. Ich nehme das Angebot von kostenlosen Massagen gerne an und gönne mir zehn Minuten Entspannung. Mein Abend klingt mit dem letzten Saunagang aus: dem „Hawaii-Aufguss“. Die finnische Sauna ist gut besucht, als die Mitarbeiterin in Hularock, Muschel-BH und Blumenkette die Schwitzkammer betritt. Zu stimmungsvoller Musik wie „Iko Iko“ oder „Somwhere over the Rainbow“ singen, summen und schwitzen wir. Danach ist auch schon 23 Uhr und das offizielle Programm vorbei. Ich komme gerade aus den Umkleiden und sehe den Stand, an dem es den ganzen Abend Handmassagen gab. Sie packen gerade zusammen, doch netterweise quetschen mich die Mitarbeiterinnen dazwischen und ich bekomme noch die letzte Behandlung des Abends. Hundemüde mache ich mich kurze Zeit später auf den Heimweg.
Das Event hat mir viel Spaß gemacht, obwohl ich betonen muss, dass es vermutlich entspannter gewesen wäre, wenn ich nicht versucht hätte, so viel wie möglich mitzumachen und trotzdem nicht alles geschafft habe. Mit ihrem eigenen Zeitplan können sich die Besucherinnen auf einen schönen Abend mit vielen Angeboten zum Ausprobieren freuen. Viele berichten, dass die diesjährige Ladies Night weniger gut besucht war als in den letzten Jahren. Ich selbst habe leider keine Vergleichserfahrung. Was ich jedoch weiß, ist, dass der sich anbahnende Muskelkater mich noch die nächsten Tage an diesen besonderen Abend erinnern wird.

Zumba wird zu einem Mix aus Pop und lateinamerikanischer Musik getanzt. Foto: Privat

Die Wasser-Kurse kommen im Aquantic bei den Ladys gut an. Foto: Sowa