AfD-Abgeordnete Baum beklagt „schleichende Islamisierung“
Die AfD-Bundestagsabgeordnete Christina Baum und der Ostharzer AfD-Kreisvorsitzende Dennis Möhring beklagen sich über Halal-Wurst. Foto: Stade
Die vom Verfassungsschutz beobachtete AfD-Bundestagsabgeordnete Christina aus dem Harzkreis sieht in Halal-Wurst in einer Bad Harzburger Kita ein Beispiel für „schleichende Islamisierung“ und nutzt das Thema für ihre politischen Zwecke.
Harz. Für Dennis Möhring, AfD-Vorsitzender aus dem Harzkreis, ist das Frühstücksangebot an muslimische und andere Kinder in der Kita „Hasenwinkel“ in Bad Harzburg ein regelrechter Skandal. Wie berichtet, gibt es in der Kita seit Längerem eine Wurst, eine unter vielen Alternativen in der Einrichtung, die der Hersteller „Wiesenhof“ vor einiger Zeit nachträglich als „Halal“ zertifizieren ließ. Halal-Wurst gilt nach islamischen Regeln als rein und erlaubt. Möhring redete im Schloss allerdings davon, die Stadt führe „flächendeckend Halal-Wurst“ ein.
Die GZ berichtete, Möhring sowie die AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Christina Baum aus dem benachbarten Harzkreis, die ebenfalls als Rednerin zu Gast im Schloss war, würden das Frühstücksangebot skandalisieren und es dazu nutzen, um Hetze zu verbreiten. Daraufhin schrieb Baum, die vom Verfassungsschutz beobachtet und aufgrund ihrer Äußerungen als rechtsradikal eingestuft wird, eine Erwiderung. Darin beklagt sie eine „schleichende Islamisierung“ und führt das Tierwohl an, denn eine Schächtung erfolge bekanntermaßen ohne Betäubung.
Die Halal-Wurst in Bad Harzburg ist dafür allerdings schon deswegen kein treffendes Beispiel, weil das Geflügel, das für die Wurst geschlachtet wird, nach der deutschen Tierschutz-Schlachtverordnung betäubt wird. Das könnte Baum auf der Internetseite von Wiesenhof erfahren, wenn sie wollte. Dort ist außerdem zu lesen: „Demzufolge hat die Halal-Schlachtung bei Wiesenhof nichts mit dem betäubungslosen Schächten zu tun.“
Baum und Möhring verweisen im Zusammengang mit dem Schächten gerne auf das Tierwohl, das ihnen am Herzen liege, und sie bedauern, Halal-Wurst verdränge Thüringer Bratwurst. Über deren Herstellung ist mit Blick auf das Tierwohl indes kein kritisches Wort von ihnen zu hören. Baums Stellungnahme, mit der sie ihre politische Haltung verdeutlicht, veröffentlicht die GZ nachfolgend im Wortlaut.
„Die Massenmigration von Millionen Menschen aus fremden Kulturen führt zwangsläufig zu kulturellen Veränderungen in der aufnehmenden Gesellschaft. Je stärker die Gruppe der „Fremden“ anwächst, umso größer ihr Einfluss.
Da dies in der Regel über einen längeren Zeitraum passiert, gewöhnt sich die aufnehmende Gesellschaft an bestimmte Veränderungen. Kritisch wird es erst dann, wenn grundlegende moralisch-ethische Grundsätze der einheimischen Bevölkerung zur Disposition stehen.
Dies ist zum Beispiel bei der religiösen Schlachtung von Tieren, der Schächtung, der Fall, weil diese in der Regel ohne vorherige Betäubung geschieht, was für die Tiere mit erheblichen Schmerzen und Angstzuständen verbunden ist. Das Tierwohl hat für uns Deutsche, die wir mehrheitlich christlich geprägt sind, einen hohen Stellenwert.
Und weil der Bevölkerung schlagartig bewusst wird, wie stark die fremden Kulturen bereits unsere Art des Zusammenlebens, unsere Gewohnheiten und unsere allgemeinen Wertevorstellungen verändert haben. Unsere Essensgewohnheiten gehören dazu und sind uns wichtig. Wenn an Stelle von Bratwurst und Schweineschnitzel Halal-Wurst angeboten wird, und das bereits im Kindergarten, ist eine gewisse Schmerzgrenze überschritten.
Dabei wird das Straßenbild schon lange dominiert von asiatischen Restaurants und anderweitigen ausländischen Imbiss- und Dönerbuden. Deutsche Restaurants sieht man immer seltener. Wer es sehen will, erkennt längst das Zurückdrängen unserer eigenen Kultur und Identität. Im Vordergrund dieses Prozesses steht in Deutschland die Ausbreitung des Islams und seiner religiösen Lebensart, da die muslimischen Zuwanderer die größte Gruppe bilden. Deren Ziel wurde in Hamburg und Berlin bereits verkündet – die Errichtung eines islamischen Kalifats in Deutschland.
Wer das nicht möchte, muss endlich Widerstand leisten. Ansonsten wird eines Tages in den Geschichtsbüchern stehen: Es war einmal ein Volk, das nannte man die Deutschen. Sie sind untergegangen, weil sie ihren Eroberern freiwillig die Tore öffneten und sie das Märchen von Vielfalt, Buntheit und Toleranz glaubten, das ihnen von verblendeten Ideologen tagtäglich aufgetischt wurde.
Ach übrigens – diese Ideologen waren nur nützliche Idioten, die auch eines Tages plötzlich verschwunden waren.“
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