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Empfang im Haus der Kirche

GZ Plus IconWarum engagieren sich so viele Bad Harzburger ehrenamtlich?

Gut 70 der 120 Helferinnen und Helfer kommen zum Empfang ins Haus der Kirche.

Gut 70 der 120 Helferinnen und Helfer kommen zum Empfang ins Haus der Kirche. Foto: Schlegel

Die Luthergemeinde und das Mehrgenerationenhaus luden am Montag Männer und Frauen ein, die sich ehrenamtlich engagieren. Dabei erzählten einige von ihnen auch, warum sie sich engagieren und was die Arbeit mit Menschen für sie bedeutet.

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Von Holger Schlegel
Mittwoch, 12.02.2025, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. In der Luthergemeinde und dem unter ihrem Dach agierenden Mehrgenerationenhaus (MGH) dürfte mittlerweile die größte Schar Ehrenamtlicher aktiv sein, die die Stadt hat. Gut 120 Männer und Frauen engagieren sich dort. Und zum zweiten Mal drückten Gemeinde und MGH ihren Dank für das Geleistete in Form eines Neujahrsempfangs aus.

Pfarrerin Petra Rau präsentiert einen der selbstgemachten Schals in den Farben des Mehrgenerationenhauses. Links Kerstin Eilers-Kamarys, die das Haus leitet.

Pfarrerin Petra Rau präsentiert einen der selbstgemachten Schals in den Farben des Mehrgenerationenhauses. Links Kerstin Eilers-Kamarys, die das Haus leitet. Foto: Schlegel

Im Haus der Kirche und dem Mehrgenerationenhaus geht das Ehrenamt Hand in Hand mit dem Team der Hauptamtlichen – denen natürlich ebenso viel Dankbarkeit gebührt. Im vergangenen Jahr, bei der Premiere des Neujahrsempfangs, hatten deshalb die Ehrenamtlichen die Organisation des Abends in den Händen. In diesem Jahr nun revanchierten sich die Hauptamtlichen. Man werde immer eine neue Form der Gestaltung finden, versprach Pfarrerin Petra Raum, die zusammen mit Kerstin Eilers-Kamarys den „Abend der Dankbarkeit“ moderierte.
Berit Nachtweyh (2.v.l.) vom Kirchenvorstand der Luthergemeinde plaudert mit (v.l.) Ute Feld, Gabriele Reichard und Brigitte Lohmann über die ehrenamtliche Arbeit.

Berit Nachtweyh (2.v.l.) vom Kirchenvorstand der Luthergemeinde plaudert mit (v.l.) Ute Feld, Gabriele Reichard und Brigitte Lohmann über die ehrenamtliche Arbeit. Foto: Schlegel

Die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sollten bei diesem Empfang gefeiert werden, so Eilers-Kamarys. Der Empfang sei eine Würdigung der wahren Heldinnen und Helden des Alltags. Gleichzeitig aber könnten Netzwerke gestärkt und Freundschaften geknüpft werden, so Petra Rau. Alles in freundlicher und lockerer Runde, gewürzt mit ein wenig Kultur und ein paar Gedanken rund um die Arbeit für Gemeinde und MGH.

Dass Ehrenamt auch schon in jungen Jahren eine Rolle spielt, zeigten an diesem Abend drei talentierte Musiker: Susanne de Vries (12), Jay Keil (12) und Melina Llapashtika (13) aus der Cello-Klasse von Eva Csaranko steuerten einige Musikstücke bei.

Die Freude am Ehrenamt

Aber was macht eigentlich so viel Freude am Ehrenamt? „Das Zusammensein mit besonderen Menschen.“ Das sagte Gabriele Reichard, die im Mehrgenerationenhaus unter anderem Gruppen leitet, die sich der Musik verschrieben haben. Sie war eine von drei Interviewpartnerinnen, mit denen Kirchenvorstandsmitglied Berit Nachtweyh im Rahmen einer kleinen Talkrunde über das Ehrenamt in Gemeinde und Mehrgenerationenhaus plauderte. Mit dabei auch Ute Feld, die unter anderem in der Luther-Kantorei singt, und Brigitte Lohmann, die deren Steckenpferd unter anderem die Literatur und Schüler sind. Die drei Damen machten deutlich, wie erfüllend für sie die Arbeit in Gemeinde und Mehrgenerationenhaus sei. Verändert diese Arbeit gar das Leben? Oh, ja: Man erlebe schöne Begegnungen und führe gute Gespräche. Das Leben werde bunter und reicher.

Jay Keil (vorn) sowie Melina Llapashtika und Susanna de Vries steuern die musikalische Umrahmung bei.

Jay Keil (vorn) sowie Melina Llapashtika und Susanna de Vries steuern die musikalische Umrahmung bei. Foto: Schlegel

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