Warum engagieren sich so viele Bad Harzburger ehrenamtlich?
Gut 70 der 120 Helferinnen und Helfer kommen zum Empfang ins Haus der Kirche. Foto: Schlegel
Die Luthergemeinde und das Mehrgenerationenhaus luden am Montag Männer und Frauen ein, die sich ehrenamtlich engagieren. Dabei erzählten einige von ihnen auch, warum sie sich engagieren und was die Arbeit mit Menschen für sie bedeutet.
Bad Harzburg. In der Luthergemeinde und dem unter ihrem Dach agierenden Mehrgenerationenhaus (MGH) dürfte mittlerweile die größte Schar Ehrenamtlicher aktiv sein, die die Stadt hat. Gut 120 Männer und Frauen engagieren sich dort. Und zum zweiten Mal drückten Gemeinde und MGH ihren Dank für das Geleistete in Form eines Neujahrsempfangs aus.
Pfarrerin Petra Rau präsentiert einen der selbstgemachten Schals in den Farben des Mehrgenerationenhauses. Links Kerstin Eilers-Kamarys, die das Haus leitet. Foto: Schlegel

Berit Nachtweyh (2.v.l.) vom Kirchenvorstand der Luthergemeinde plaudert mit (v.l.) Ute Feld, Gabriele Reichard und Brigitte Lohmann über die ehrenamtliche Arbeit. Foto: Schlegel
Dass Ehrenamt auch schon in jungen Jahren eine Rolle spielt, zeigten an diesem Abend drei talentierte Musiker: Susanne de Vries (12), Jay Keil (12) und Melina Llapashtika (13) aus der Cello-Klasse von Eva Csaranko steuerten einige Musikstücke bei.
Die Freude am Ehrenamt
Aber was macht eigentlich so viel Freude am Ehrenamt? „Das Zusammensein mit besonderen Menschen.“ Das sagte Gabriele Reichard, die im Mehrgenerationenhaus unter anderem Gruppen leitet, die sich der Musik verschrieben haben. Sie war eine von drei Interviewpartnerinnen, mit denen Kirchenvorstandsmitglied Berit Nachtweyh im Rahmen einer kleinen Talkrunde über das Ehrenamt in Gemeinde und Mehrgenerationenhaus plauderte. Mit dabei auch Ute Feld, die unter anderem in der Luther-Kantorei singt, und Brigitte Lohmann, die deren Steckenpferd unter anderem die Literatur und Schüler sind. Die drei Damen machten deutlich, wie erfüllend für sie die Arbeit in Gemeinde und Mehrgenerationenhaus sei. Verändert diese Arbeit gar das Leben? Oh, ja: Man erlebe schöne Begegnungen und führe gute Gespräche. Das Leben werde bunter und reicher.

Jay Keil (vorn) sowie Melina Llapashtika und Susanna de Vries steuern die musikalische Umrahmung bei. Foto: Schlegel