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Ehrenamt in der Stadt am Harz

GZ Plus IconWarum das neue Fahrzeug der Langelsheimer DLRG einen Namen trägt

Ein Mann hält die Heckklappe eines Transporters, die in den reflektierenden Farben gelb und rot foliert ist.

Langelsheims DLRG-Chef Markus Romainschick präsentiert das neue Fahrzeug. Erstmals trägt in der Ortsgruppe auch ein Gefährt auf vier Rädern einen Namen: Willi. Foto: Gereke

Ein Jahr lang sammelten die Langelsheimer DLRGler dafür Geld – jetzt war es so weit. Sie konnten ein neues Fahrzeug in Dienst stellen. Das trägt sogar einen Namen. Warum?

Von Andreas Gereke Montag, 23.02.2026, 12:00 Uhr

Langelsheim. Besonderer Moment an der Innerste: Die DLRG-Ortsgruppe Langelsheim stellte am Samstag feierlich ihr neues Einsatzfahrzeug in Dienst. Neu ist dabei wortwörtlich gemeint: Es ist der erste fabrikneue Wagen in der Ortsgruppengeschichte.

Fast 55.400 Euro kostete der Ford, ein Mannschaftstransportwagen, den zwei DLRG-Mitglieder feierlich enthüllten, indem sie ein schwarzes Tuch, unter dem sich der Wagen verborgen hatte, langsam wegzogen. „Es wird uns begleiten bei Einsätzen, Ausbildungen, Veranstaltungen, der Jugendarbeit und bei Unwetterlagen“, zählte Markus Romainschick, Vorsitzender der DLRG Langelsheim, auf.

Der Ford löst das alte Fahrzeug ab, ein inzwischen 21 Jahre alter VW-Bus, der seit zehn Jahren das Fahrzeug der DLRG-Ortsgruppe war und bei dem sich so langsam das Fahrzeugalter mit einem gestiegenen Reparaturbedarf bemerkbar machte. Er wird aber weiterhin Verwendung in der DLRG-Familie finden. „Die Ortsgruppe Brome wird ihn künftig für die Jugendarbeit nutzen“, sagte Romainschick.

„Wir wussten: Das wird kein Spaziergang“

„Als wir dieses Projekt begonnen hatten, wussten wir: Das wird kein Spaziergang“, blickte der Langelsheimer DLRG-Vorsitzende zurück. „Wir feiern nämlich weit mehr als die Indienststellung eines neuen Einsatzfahrzeugs. Wir feiern den Abschluss einer für uns finanziellen Mammutaufgabe“, sagte Romanischick. Er dankte allen Spendern und Förderern - und besonders der Familie Lauer. „Der Förderpreis aus der Willi-Lauer-Stiftung in Höhe von 24.000 Euro hat uns einen Riesenschritt vorangebracht“, erklärte er.

Ein Mann zieht ein schwarzes Tuch von einem Transporter.

Enthüllung des neuen Fahrzeugs: Langsam ziehen DLRG-Mitglieder ein schwarzes Tuch vom neuen Mannschaftstransportwagen der Ortsgruppe. Foto: Gereke

Beschafft hat die DLRG den Wagen bei Ford Piske in Wolfenbüttel, die einen Preisnachlass für Einsatzfahrzeuge von mehr als 18.000 Euro gewährte. Die Folierung erfolgte bei der Firma Artwork, für die Sonderzeichen sorgte Kfz-Wüstefeld. Insgesamt belief sich das Spendenaufkommen auf 43.200 Euro. „Durch den Verkauf des alten VW-Busses geht unsere Rechnung grob plus-minus null auf“, rechnete der Vorsitzende vor. „Wir haben diese Aufgabe bewältigt – und dürfen stolz darauf sein.“

Wie sich die Blaulicht-Organisationen unterstützen

Die Folierung des Fahrzeugs berücksichtigte übrigens einen besonderen Clou an der Heckklappe – dort steht nämlich jetzt ein Name. „Unsere Boote haben alle einen Namen und nun auch erstmalig auch ein Fahrzeug. Aufgrund des unglaublich hohen Förderpreises aus der Lauer-Stiftung trägt der Wagen jetzt den Namen Willi“, sagte Romainschick.

Übrigens fand die Zeremonie nicht im DLRG-Domizil am Freibad statt. Vielmehr ließ das wechselhafte Wetter die Organisatoren kurzfristig umdisponieren. Und so erfolgte die Enthüllung des Wagens in der Fahrzeughalle der Ortsfeuerwehr. „Die Blaulicht-Organisationen im Stadtgebiet unterstützen sich gegenseitig“, kommentierte Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze, der den DLRGlern, die immer wieder zu Badeunfällen ausrücken müssten, für ihren ehrenamtlichen Einsatz dankte.

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