Zähl Pixel
Schulleiterwechsel in Vienenburg

GZ Plus IconAbschied nach Jahrzehnten: Schule am Harly sagt Miriam Albers ade

Mehrere Menschen sitzen auf Stühlen in einem geschmückten Saal.

Zur Verabschiedung von Miriam Albers versammeln sich Ehrengäste und Teilnehmer in der Schule am Harly. Foto: Hohaus

Die Feier mit vielen Gästen würdigt die prägende Arbeit der Leiterin nach Jahrzehnten im Schuldienst. Wie sie die Schule geprägt hat.

Von Helmut Hohaus Dienstag, 03.02.2026, 17:00 Uhr

Vienenburg. Mit einer Abschiedsveranstaltung für Schulleiterin Miriam Albers wurde ihr letzter Tag an der Schule am Harly, Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, gefeiert.

Der kommissarische Schulleiter Reiko Linzer konnte außer der Schulgemeinschaft auch Landrat Dr. Alexander Saipa, den schulfachlichen Dezernenten Stefan Albrecht, Bürgermeister Axel Siebe sowie zahlreiche ehemalige Weggefährten begrüßen.

Eröffnet wurde die Feier mit der Tanzgruppe „Harly Bülow Groovers“, bestehend aus Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit dem Niedersächsischen Internatsgymnasium (NIG) aus Bad Harzburg und der Musikschule Goslar. Albrecht ging in seiner Ansprache auf die Worte der Einladung ein: „Sonne“, „Ausruhen“, „Reisen“, „Abenteuer“ „Zufriedenheit“ und „Vergnügen“.

Landrat Dr. Alexander Saipa war begeistert von den Tänzern und der großartigen Musik der Kinder: „Mit Miriam Albers verlieren wir ein Jahrzehnt an der Spitze der Schule, die dienstälteste Schulleiterin, eine Persönlichkeit, eine Identität der Förderschullandschaft.“

Viele Veränderungen seit 2018

Eien Frau im creme-farbenen Blazer steht in einem Treppenhaus und lächelt.

Miriam Albers. Foto: Schlimme

Es gab viele Veränderungen an der Schule am Harly in den vergangenen Jahren: 2018 der Neubau der Mensa mit Verwaltungsbereich, die Erneuerung der Sporthalle und die Erweiterung der Freiraumklasse.

Saipa dankte dem ganzen Team mit 30 Lehrkräften, 26 Pädagogen und vier Therapeuten, die für die 138 Schülerinnen und Schüler zuständig sind. Goslars Bürgermeister Axel Siebe sagte, er habe sich immer mit großer Wertschätzung der Arbeit der Schule verbunden gefühlt. Förderschulen stünden vor besonderen Herausforderungen, sie seien Lernorte an denen individuelle Förderung, Geduld, Fachwissen und menschliche Nähe in besonderer Weise zusammenkommen müssen. Der kommissarische Schulleiter Reiko Linzer berichtete, dass Miriam Albers in der vergangenen Woche in der Schule stundenweise Abschied genommen hat. Die Klassen hatten sie zur Hospitation eingeladen und sie mit besonderen Unterrichtsangeboten erfreut.

Begonnen hatte Miriam Albers mit einem Studium in Dortmund, das 1987 erfolgreich abgeschlossen wurde. Dann ihr Referendariat in Wolfenbüttel, nahtlos ging es weiter mit Sprachförderung für Grundschülerinnen in Braunschweig und sprachheiltherapeutischer Arbeit in einer Sprachheilpraxis in Wolfsburg.

Ihre erste Klasse hatte sie 1989 an der Klages-Schule in Langelsheim. Im Jahr 1990 wurde geheiratet, dann folgten die Geburt der Tochter und die erste Abordnung zur Grundschule Astfeld. Albers übernahm anschließend die kommissarische Leitung der Karl-Klages-Schule, mit einer Abordnung zur Grundschule Langelsheim und Abordnungen nach Astfeld und Wolfshagen. Im Jahr 1994 folgte die Ernennung zur Sonderschulrektorin.

Nach Stationen in Bad Harzburg und als schulfachliche Dezernentin ging es 2011 nach Goslar: als Leiterin an die Pestalozzischule. Auch die Sehusa-Schule in Seesen leitete sie parallel.

Elf Schulen, fünfmal als Leiterin

Im Jahr 2018 kam der politische Beschluss, dass die Pestalozzischule in einigen Jahren geschlossen werden soll. Im Jahr 2020 kam Corona und eine neue Herausforderung für Albers an der Schule „Am Harly“.

Ihre Bilanz in Kurzfassung: Miriam Albers war an elf Schulen tätig, hat fünf Schulen geleitet – teils gleichzeitig – und dabei unzählige Herausforderungen bewältigt.

Eine längere Laudatio hielt Miriam Albers zum Abschluss der Feier. Sie dankte dem Schulträger, allen Kolleginnen und Kollegen von allen Schulen, der Schulgemeinschaft, den Hausmeistern, den Nachbarschulen, Pfarrerin Sandra Jang und auch Reinigungspersonal und Küchenteam. Besonderer Dank ging an ihre Sekretärin Sylvia Weihrich. „Das 40-jährige Dienstjubiläum wäre am 1. November 2027, das habe ich nun verpasst“, so Miriam Albers. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die „Elephant Band“, unter der Leitung von Lutz Hauswirth mit den Liedern „Wunder geschehen, wir waren dabei“ und „Lasst uns noch einmal aufdrehen“.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region