Schiris zoffen sich beim Derby zwischen Oker und Vienenburg
Okers starker Zugang Augustine Okolie spielt den Ball in dieser Szene zwar an Vienenburgs Torhüter Ole Berkefeld vorbei, trifft aber den Kasten nicht. Foto: Epping
Kurioser Streit zwischen Schiri und Assi beim Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem VfL Oker und der FG Vienenburg/Wiedelah, das 6:4 endet. Die Polizei greift ein.
Furioser und kurioser Start in die Restsaison der Fußball-Bezirksliga: In einem äußerst unterhaltsamen Derby hat der VfL Oker die FG Vienenburg/Wiedelah vor 108 zahlenden Zuschauern mit 6:4 (2:2) bezwungen. Schließlich war sogar die Polizei vor Ort, um den Schiedsrichter zu befragen. Einer seiner Assistenten wollte den Unparteiischen anzeigen.
Zunächst das Sportliche: Beiden Teams war die ruckelige Vorbereitung anzumerken, Unsicherheiten und Fehlpässe prägten die Anfangsphase. Eher unglücklich sprang bereits nach zwei Minuten dem Vienenburger Jonas Kahl der Ball im Strafraum an die Hand. Okers Winterzugang Tahir Darboe vollstreckte souverän vom Punkt.
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Die Gäste ließen sich davon aber nicht schocken und drehten mit zwei Treffern von Bastian Wagner, an denen Okers Torhüter Pierre Holzberg nicht unbeteiligt war, die Partie. Der sonst starke VfL-Keeper hatte bereits mittags in der Zweiten gespielt, weil Yasin Sahin, der eigentlich für die Reserve vorgesehen ist, in der Ersten festgespielt war.
Oker nach der Pause stärker
Mit zusehender Spieldauer und der Einwechselung von Spielertrainer Mehmet-Ali Tozlu zur Halbzeit eroberte sich Oker größere Spielanteile und erzielte zwei Treffer in Folge nach demselben Muster. Pass Tozlu auf den ebenfalls neuen Augustine Okolie, Hereingabe, Tor. Mit gutem Stellungsspiel und einer starken Einzelleistung stellte Darboe schließlich auf 6:3 – die Entscheidung war gefallen.
„Wir haben in der Offensive richtig Tempo dazugewonnen“, sagte Tozlu über die Zugänge, „so ein Rückrundenstart ist wichtig für die Moral“.
Vienenburgs Trainer Massimo Soranno haderte indes mit den Gegentreffern. „Wenn du sechs Tore bekommst, kannst du nicht gewinnen“, sagte er, „wir wussten, dass Oker mit Tempo kommen würde, haben es aber nicht gut umgesetzt.“
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Nun das Kuriose: Schiedsrichter Kai Schwarz und Assistent Mohammed Bassal hatten in der Halbzeit offenbar einen derart großen Disput, dass Bassal die Polizei rief. Zuvor hatte Schwarz ihn suspendiert und vom Okeraner Sicherheitsdienst aus der gemeinsamen Kabine entfernen lassen. Schiedsrichterin Susen Berkefeld, deren Sohn das Tor in Vienenburg hütet, war vor Ort und übernahm an der Linie.
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Tore: 1:0 (2.) Darboe/Handelfmeter, 1:1 (14.) Wagner, 1:2 (24.) Wagner, 2:2 (32.) Okolie, 2:3 (51.) Wagner, 3:3 (57.) D. Marx/Eigentor, 4:3 (60.) El Ghacem, 5:3 (68.) Darboe, 6:3 (70.) Darboe, 6:4 (79.) Kahl
VfL Oker: Holzberg – Zimmermann (46. Tozlu), Tang, S. Altekin, D. Akbay, Fidan (63. Nwankwo), Geldmacher, Okolie, El Ghacem
(80. Musa), Mougnol, Darboe
FG Vienenburg/Wiedelah: Berkefeld – Lüer (63. Daniel Hildmann), Kahl, Höver (83. Dausch), Damian Hildmann, Knoop (63. Makowski), D. Marx, J. Rimbach, L. Marx,
N. Rimbach, Wagner
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