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Das Wochenende im Rückblick

GZ Plus IconStarkes Trio für die Falken und zwei besondere Dreierpacks

Langläufer mit Startnummer 68 und weiß-blauem Trikot bei einem Skiwettbewerb

Dank Wildcard dabei: Steffen Lehmker vom WSV Clausthal-Zellergeld startet nach 2018 in Pyeongchang wieder bei den Paralympics. Foto: Kuckuck/DBS

Die Harzer Falken haben gut eingekauft. Unser Mann bei den Paralympics. Und zwei besondere Einstände. Das sind die Themen im „Das Wochenende im Rückblick“.

Von Björn Gabel Montag, 02.03.2026, 17:00 Uhr

Da hat wohl jemand gut eingekauft

Kommt es nun doch zum großen Showdown? Die Harzer Falken und der Adendorfer EC waren vor der Saison als Top-Favoriten auf den Titel in der Eishockey-Regionalliga Nord ausgeguckt worden. Während die Heidschnucken von Anfang an durchzogen, leistete sich der Titelverteidiger aus Braunlage doch einige Auf und Abs, die zu Rang drei nach der Hauptrunde und damit dem Verlust des Heimvorteils im Halbfinale führte. Durch den 6:3-Erfolg am Sonntag bei den Timmendorfer Beach Devils haben die Falken aber nun zwei Chancen, doch noch in die Finalserie einzuziehen.

Ideal wäre, wenn sie im Heimspiel an diesem Freitag (20 Uhr) schon alles glattziehen würden. Einfach, das steht fest, wird‘s aber nicht, denn Eishockey gilt nicht von ungefähr als die unberechenbarste der populären Ball-, in diesem Fall Puckspielarten.

Einfacher aber wird‘s auf jeden Fall, wenn die spät verpflichteten David Brozek, Nicolas Korbel und Ales Kosnar weiter so marschieren. Zehn der 17 Playoff-Tore gehen bereits auf das Konto des Trios – da haben die Verantwortlichen am Wurmberg nach dem ruckligen Saisonverlauf wohl die richtigen Schlüsse gezogen.

Auch Adendorf zieht weiter durch und zeigte zum Halbfinalauftakt wieder einmal Comebackqualitäten. Kein 90 Sekunden vor Schluss lag das Team am Sonntag noch mit 3:4 gegen die Crocodiles Hamburg zurück und stellte in der regulären Spielzeit dann noch auf 5:4. Das nennt man Qualität.

Unser Mann bei den Paralympics

So richtig hatte er selbst nicht mehr damit gerechnet, dann aber flatterte doch noch der Bescheid ins Hause. Dank einer Wildcard des Weltverbandes kann Steffen Lehmker zum zweiten Mal nach 2018 an Winter-Paralympics teilnehmen, diesmal in Italien, wo Ende dieser Woche die Medaillenjagd beginnt. Lehmker wird wieder in den Ski Nordisch-Wettbewerben dabei sein.

Wem der Name nicht auf Anhieb etwas sagt, dem sei auf die Sprünge geholfen. Der inzwischen 37-Jährige lebt in Bad Bevensen, ist Lehrer an einer Berufsschule in Lüneburg und inzwischen zweifacher Vater, startet aber schon seit Jahren für den WSV Clausthal-Zellerfeld. Vor acht Jahren hatte Lehmker bei den Spielen in Pyeongchang (Südkora) unter anderem mit der Skilanglauf-Mixed-Staffel eine Bronzemedaille gewonnen, was ihm zusammen mit Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer einen großen Empfang im April 2018 in der Clausthal-Zellerfelder Stadthalle bescherte.

Peiffer ist schon lange zurückgetreten, Lehmker wiederum selbst zählt sich nicht mehr zur Weltelite, weil der Sport nicht mehr die alles unterordnende Rolle spielt. „Man muss realistisch bleiben. Ich spiele nicht in den vorderen Rängen mit. Mein Ziel ist ein solides, schönes, mittleres Ergebnis“, sagte er vor dem Abflug Richtung Süden. Bezeichnend: Für seinen zweiten Paralympics-Start musste er bei der Schulbehörde Sonderurlaub beantragen.

Nicht jeder Dreierpack macht glücklich

Das 6:4 zwischen den Fußball-Bezirksligisten VfL Oker und der FG Vienenburg/Wiedelah brachte nicht nur Schiedsrichter-Zoff mit sich, sondern auch zwei besondere Einstände. In seinem ersten Spiel für den VfL traf Tahir Darboe gleich dreimal und zeigte, dass er nach seinem Weggang im Sommer 2021 vom Goslarer SC 08 das Toreschießen nicht verlernt hat und für Oker ein echter Faustpfand im Kampf um den Klassenerhalt werden kann.

Auch auf Vienenburger Seite gab es am Sonntag mit Bastian Wagner einen Angreifer, der bei seinem Debüt gleich dreifach traf. Er war im vergangenen Sommer aus Lochtum gekommen, hatte wegen einer Verletzung aber praktisch den gesamten ersten Saisonabschnitt verpasst. Warum ihn die FG unbedingt haben wollte, stellte Wagner nun unter Beweis – auch wenn sich im Gegensatz zu Darboe der persönliche Traumstart nicht in Punkten niederschlug.

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