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Jahresrückblick Regionaler Sport

GZ Plus IconDer Fußball kommt im Nordharz kaum voran

Zwei Fußballspieler in Aktion, einer in weißem Trikot mit der Nummer 20, der andere in blauem Trikot mit der Nummer 4, beide laufen auf einen Fußball zu.

In der Saison 24/25 ist der Goslarer SC 08, rechts Enrico Dürrbeck, die Nummer eins im Nordharz, derzeit hat die TSG Bad Harzburg, hier Slavcho Uzunov, diese Rolle inne. Foto: Drechsler

Es gibt ein paar Lichtblicke, mehr allerdings auch nicht. Der Fußballsport verharrte im vergangenen Jahr im Landkreis Goslar auf bescheidenem Niveau.

Montag, 05.01.2026, 15:00 Uhr

Stabilisiert auf eher bescheidenem Niveau: So lässt sich das Jahr in der Nordharzer Fußball-Landschaft zusammenfassen. Die Bezirksliga scheint derzeit das Ende der Fahnenstange zu sein.

In der Saison 24/25 sammelt der Goslarer SC 08 in der Staffel 3 der Bezirksliga starke 70 Punkte ein, die jedoch nur zur Vizemeisterschaft reichen. An Überflieger Germania Wolfenbüttel (84 Zähler) ist kein Vorbeikommen. Direkt hinter dem GSC platziert sich die TSG Bad Harzburg, auch der VfL Oker landet in der oberen Tabellenhälfte.

FG Vienenburg schlägt voll ein

Das Trio bekommt in der Spielzeit 25/26 Begleitung durch die FG Vienenburg/Wiedelah, die souverän aus der Nordharzliga aufsteigt, sich in der neuen Umgebung glänzend zurechtfindet und auf Rang fünf überwintert. Unmittelbar davor der GSC 08, der nach einigen Abgängen nicht mehr so dominant auftritt. Mittelfristig will der Verein aber wieder in höhere Sphären, wie der im Sommer neugewählte Präsident Burkhard Siebert verkündet.

Die Nummer eins im Nordharz ist am Ende des Kalenderjahres die TSG Bad Harzburg, die als einziges Team Spitzenreiter MTV Wolfenbüttel II an den Fersen bleibt. Existenzkampf herrscht hingegen in Oker, weil der VfL nach einem großen Umbruch von vielen personellen Problemen geplagt wird. Die hat auch der FC Othfresen, der daher nicht böse ist, dass er im Juni den Aufstieg in die Bezirksliga nach einer 1:2-Niederlage in Goslar gegen den SV Kissenbrück verpasst hat.

Prominente Opfer im Nordharz

Auf Kreisebene wird das Jahr von der Staffelreform in den Herrenklassen geprägt. Die fordert prominente Opfer wie den SV Rammelsberg oder den VfR Langelsheim, die den Klassenerhalt verpassen, in der 1. und 2. Nordharzklasse aber auf dem besten Weg sind, den Betriebsunfall zu reparieren.

In der seit dem Sommer nur noch eingleisigen Nordharzliga gibt ein Team den Ton an, das sich selbst nicht so weit vorn gesehen hat. Der FC Groß Döhren geht nach zwölf Siegen in Serie als Tabellenführer in das neue Jahr. Die weiteren Klubs aus dem Landkreis Goslar und der Gemeinde Schladen-Werla weisen hingegen bisher einen beträchtlichen Abstand zu den Aufstiegsplätzen auf.

SV Hahndorf startet durch

Einen Senkrechtstarter gibt es auch bei den Frauen, denn Aufsteiger SV Hahndorf mischt gleich von Anfang an an der Tabellenspitze der Bezirksliga mit. Für die negative Note sorgt der FC Groß Döhren, der sein Team nach Querelen aus der Bezirksliga zurückzieht und inzwischen nur noch mit einem 7er-Team in der 1. Kreisklasse kickt.

Auch der Nachwuchsfußball stagniert im Kreis Goslar. Zwar strömen wieder mehr Kinder in die Vereine, aber mit den B-Junioren der JSG Seesen ist nur noch ein Team in der Landesliga vertreten. Das Team aus der Sehusa-Stadt schafft immerhin Historisches und gewinnt erstmals den Bezirkspokal.

Ein Fußballfest feiert der VfL Oker, der zu einem Testspiel Ende Juni gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig rund 1800 Zuschauer am Adenberg begrüßt.

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