Der FC Groß Döhren bricht alle Rekorde
Er ist eines der Gesichter des Groß Döhrener Höhenflugs: Nico Roderburg (l.) hat sich im Alter von 35 Jahren zusammen mit dem Innerstetaler Jonas Ohlendorf noch einmal an die Spitze der Torjägerliste gesetzt. Foto: Drechsler
Der FC Groß Döhren auf Rekordjagd, der SV Hahndorf in Not und viele spektakuläre Serien - das und viel mehr bietet die Halbzeitbilanz der Fußball-Nordharzliga.
An ihm ist kein Vorbeikommen: Der FC Groß Döhren bestimmt die Halbzeitbilanz der Fußball-Nordharzliga und hat sich mit diversen Bestwerten bis an die Tabellenspitze vorgespielt.
Im seit dieser Saison eingleisigen Oberhaus des Fußballkreises geben ansonsten die Mannschaften aus dem Kreis Wolfenbüttel den Ton an. Nach der Staffelreform ist zudem ein klares Leistungsgefälle zu registrieren, wie der Überblick zeigt.
Tops und Flops: Eine positive Überraschung nach der nächsten liefert der FC Groß Döhren, der seit dem 17. August kein Spiel mehr verloren hat und bis auf Platz eins durchgestartet ist. Beim Thema Aufstieg kommt niemand mehr am Team von Lars Gläser und Dennis Koch vorbei. Der FC ist aus Sicht des Kreises Goslar der einzige Lichtblick, da unter anderem der von extremen Personalsorgen geplagte FC Othfresen und der SC 18 Harlingerode bisher hinter den Erwartungen zurückbleiben. Für Schlusslicht SV Hahndorf wird es die erwartet schwere Saison, wie die Bilanz von vier Punkte aus zwölf Spielen verdeutlicht. Vor einer ruhigen Serie dürften hingegen die Teams aus der Gemeinde Schladen-Werla, der TSV Gielde und der SV Schladen, stehen. Bemerkenswert ist bisher das schwache Abschneiden der Teams aus dem Salzgitteraner Stadtgebiet, die allesamt um den Klassenerhalt kämpfen.
Die Teams der Fußball-Nordharzliga
Die gute Basis beim FC Groß Döhren ist nochmals verbessert
Wie schlagen sich die Aufsteiger? Gefühlt ging es für ein Trio nach der Staffelreform anderthalb Klassen nach oben – und das macht sich bemerkbar. Lediglich Schladen ist in der eingleisigen Liga richtig angekommen, während der TSV Salzgitter und Hahndorf auf den beiden letzten Plätzen zu finden sind. Beide kassieren einfach viel zu viele Gegentore, Hahndorf zum Beispiel rund 4,5 im Schnitt.
Wie schlagen sich die Absteiger? Auch da fällt die Bilanz gemischt aus. Vor allem der SV Innerstetal kann sich als Tabellendritter gute Chancen auf den direkten Wiederaufstieg ausrechnen, während Arminia Adersheim schon einen deutlichen Rückstand aufweist. Dem TSV Hallendorf droht auf Rang 13 gar der direkte Sturz in die 1. Nordharzklasse.
Die Teams Fußball-Nordharzliga
Hahndorf will unterschätzt werden
Heim- und Auswärtsbilanz: Die entsprechenden Tabellen sind nicht voll aussagekräftig, weil es teils große Unterschiede in der Zahl der ausgetragenen Spiele gibt. So hat Groß Döhren schon zehn Auswärtsspiele absolviert, andere hingegen erst fünf. Zu Hause ungeschlagen sind nur noch Innerstetal und Groß Döhren, während Hahndorf und der TSV Salzgitter bisher gern gesehene Gäste waren. Die beiden Aufsteiger haben auf des Gegners Platz noch keinen einzigen Punkt geholt.

Der skeptische Blick von Trainer Stephan Wellegehausen ist angebracht: Aufsteiger SV Hahndorf hat erst vier Punkte gesammelt. Foto: Gietemann
Torjäger: Rang eins teilen sich derzeit Jonas Ohlendorf vom SV Innerstetal und der Groß Döhrener Nico Roderburg, die beide bereits 17 Treffer erzielt haben. Roderburg beweist damit, dass man auch im fortgeschrittenen Fußballalter von 35 Jahren an Abschlussstärke nicht einbüßt. Hinter dem Duo lauert unter anderem der Schladener Michael Ambrosius, der für seine 13 Tore nur elf Partien gebraucht hat. Sieben Spieler haben bisher zweistellig getroffen, gleich drei davon aus Adersheim.
So viele Tore fallen im Durchschnitt: Bisher sind 509 Treffer erzielt worden, macht einen Schnitt von 5,1 pro Partie. Zum Vergleich: In der Bezirksliga 3 liegt dieser bei 4,2, in der 1. Nordharzklasse bei 5,8. Die Nordharzliga bietet also einen guten Mittelwert.
Die Teams der Fußball-Nordharzliga
TSV Gielde setzt auf seinen XXL-Kader
Die längsten Serien: Auch da liefert Spitzenreiter Groß Döhren eine Bestmarke, hat er doch seine vergangenen zwölf Begegnungen allesamt gewonnen. Da nehmen sich im Vergleich die zuletzt sieben Siege in Serie des FC Blau-Gelb Asse (2.) geradezu mickrig aus. Den besten Start erwischte Innerstetal, das erst im elften Spiel die erste Niederlage kassierte. Mit acht Niederlagen in Folge hat sich Hahndorf in die Winterpause verabschiedet, der TSV Salzgitter wartet gar schon seit neun Duellen auf weitere Punkte. Hopp oder top heißt es für das Trio aus Asse, Adersheim und Gielde, das in dieser Saison noch nicht Remis gespielt hat.
Die Fairnesstabelle: Echte Ausreißer gibt es bisher nicht. An der Spitze steht bisher Asse mit einem Wert von 1,46, während Hallendorf am anderen Ende mit einem 4,0 zu finden ist. Asse sowie Schladen sind die einzigen beiden Mannschaften, die noch keinen Platzverweis kassiert haben.
So geht es weiter: Am 22. Februar sollen bereits der TuS Cremlingen und der SC 18 Harlingerode aufeinandertreffen, bevor eine Woche später der erste komplette Spieltag des Jahres 2026 vorgesehen ist. Eröffnet wird dieser am Samstag, 28. Februar, mit dem Duell zwischen Gielde und Schladen.
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