Nieke Kühne trägt sich in Seesens Goldenes Buch ein
Nieke Kühne trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Seesen ein. Bürgermeister Erik Homann ist stolz auf die junge Handballerin und nennt sie „ein großes Vorbild für alle Sportlerinnen und Sportler.“ Foto: Neuendorf
Derart sportlichen Glanz erlebt Seesen auch nicht alle Tage. Handball-Vizeweltmeisterin Nieke Kühne, die beim MTV den Sport erlernt, trägt sich in das Goldene Buch ein.
Nieke Kühne hat sich am Montag in das Goldene Buch der Stadt Seesen eingetragen. Die Handballerin wurde damit unter anderem für die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft der Frauen geehrt, die sie gemeinsam mit dem Nationalteam acht Tage zuvor bei ihrem ersten großen Turnier gewonnen hatte.
Familie, Freunde, Weggefährten –viele waren am Montag in das Seesener Rathaus gekommen, um Kühne zu gratulieren. Ohne dies spontan verifizieren zu können, ging Seesens Bürgermeister Erik Homann davon aus, dass die Handballerin der wohl jüngste Mensch im Goldenen Buch seiner Stadt ist.
Weihnachten zum Training
Für die Vizeweltmeisterin auch ein Moment des Innehaltens vor Weihnachten. „Ich bin seit der WM in Seesen bei der Familie“, sagt die 21-Jährige, „ich war auf dem Weihnachtsmarkt und bin etwas runtergekommen.“ So richtig habe sie den Titel aber noch immer nicht realisiert. „Das dauert wohl noch ein paar Wochen. Das waren jetzt so viele Orte, so viele Zuschauer und dann noch die Kampagne für den Frauenhandball, die wir gemacht haben.“
Wochenende im Rückblick
Nieke Kühne im Handballhimmel, Lars Fuchs im Erzgebirge
Der Alltag holt die Seesenerin, die im Alter von vier Jahren beim MTV mit dem Handball begonnen hatte, allerdings schnell wieder ein. „Am 25. Dezember muss ich zum Training bei meinem Verein sein, dann haben wir bis in den Februar alle drei Tage ein Punktspiel.“ Die HSG Blomberg-Lippe ist als verlustpunktfreier Bundesliga-Tabellenführer sowie Final-Four- und European-League-Starter noch in drei Wettbewerben im Geschäft. Und Anfang März geht es in der EM-Qualifikation mit dem Spiel in Slowenien schon wieder mit dem Nationalteam weiter.
So liegt Kühnes Fokus ganz auf den nächsten Aufgaben im Verein, mit dem sie ein Ziel erreichen möchte. „Nachdem es nun Silber war, möchte ich einen Titel gewinnen.“ Zuerst die Meisterschaft und dann darf es gern für Deutschland weitergehen. „Langfristig möchte ich zu Olympia in zwei Jahren“, so die sympathische Seesenerin, die verrät, dass sie mit ihrer Rolle, zunächst als Einwechselspielerin bei der WM zum Einsatz gekommen zu sein, sehr zufrieden war. „Ich war schon froh, dass die erfahreneren Spielerinnen angefangen haben, dadurch hatte ich nicht so großen Respekt vor eigenen Fehlern.“
Auftakt in Stuttgart
Toptalent Nieke Kühne: Aus Seesen zur Handball-WM
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