Nach Krimi in Timmendorf: Harzer Falken schnuppern am Finale
Braunlages Stürmer Ales Kosnar (M.) trifft in Timmendorf zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: Drechsler
Jetzt fehlt nur noch ein Sieg. Eishockey-Regionalligist Harzer Falken hält nach dem 6:3 in Timmendorf alle Trümpfe in der Hand, um in die Finalserie einzuziehen.
Das Tor zum Finale steht jetzt ganz weit auf. Die Harzer Falken haben am Sonntag im Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga mit einem 6:3 (1:2, 2:0, 3:1) beim CE Timmendorfer Strand vorgelegt und brauchen jetzt noch einen Sieg, um in die Endspiele einzuziehen. Diesen soll es möglichst schon im Heimspiel am Freitag, 20 Uhr, in Braunlage geben.
Es war der erwartete Krimi an der Ostsee. Vor ausverkauftem Haus lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Hohes Tempo, gute Chancen auf beiden Seiten, ein wechselnder Spielverlauf – bis auf Nickligkeiten wurde alles geboten. Und am Ende jubelten die Falken.
Tempo zahlt sich aus
Timmendorf begann nach den vergangenen Erfolgen sehr selbstbewusst und setzte durch Routinier Schnabel früh den ersten Stich. Die Falken, die kurzfristig auf den erkrankten Diarmad DiMurro verzichten mussten und so nur fünf Verteidiger aufboten, hatten zwar durch Ales Kosnar eine schnelle Antwort parat, gerieten aber wieder in die Hinterhand.
Eishockey-Regionalliga
Harzer Falken starten bärenstark in die Playoffs
Kein Wunder, dass Trainer Regan Nagy mit dem Auftritt seines Teams zunächst nicht vollauf zufrieden war. „Wir sind ein bisschen langsam in das Spiel gestartet, aber ab dem zweiten Drittel haben wir richtig Tempo gemacht.“
Kurzes Zittern nach dem 3:4
Und das zahlte sich aus. David Brozek, Jakub Wiecki und Nicolas Korbel zu Beginn des Schlussdrittels drehten mit ihren Treffern die Partie und bescherten den Falken eine 4:2-Führung. Ganz ohne Zittern ging es aber nicht ab, denn die Beach Devils verkürzten in Überzahl fast vier Minuten vor Schluss auf 3:4.
Die Gastgeber setzten nun alles auf eine Karte und nahmen Torwart Beukeboom vom Eis. Treffsicher zeigten sich aber nur noch die Falken, die durch Jörn Weikamp und erneut Korbel den Puck zweimal ins leere Netz jagten. 6:3 – die Sache war durch. „Das war ein wirklich großes Spiel“, sagte Nagy, und Vorstandsmitglied Uwe Lohde fügt an: „Die Mannschaft hat gewollt.“ Jetzt wollen die Falken vor den eigenen Fans alles klarmachen.
Adendorfer EC legt vor
Im zweiten Halbfinale liegt der Adendorfer EC auf Finalkurs, der sich nach einer turbulenten Schlussphase mit 5:4 gegen die Crocodiles Hamburg durchsetzte. Hamburg hatte sich am Freitag durch ein 5:1 gegen die Harsefeld Tigers den letzten freien Platz für das Halbfinale gesichert.
Das Wochenende im Rückblick
Endlich Olympia-Gold für Peiffer und Böhm
Tore: 1:0 (2:06) Schnabel, 1:1 (4:14) Kosnar, 2:1 (10:41) Kettunen, 2:2 (28:56) Brozek, 2:3 (34:57) Wiecki, 2:4 (43:48) Korbel, 3:4 (56:36) Kettunen (5:4), 3:5 (58:15) Weikamp (empty-net), 3:6 (58:49) Korbel (empty-net)
Strafminuten: 4 für Timmendorf; 6 für Braunlage
Harzer Falken: Dupuis – Ehmann, Chaloupka, Franz, Droick, Antonakis – Schirmacher, Arnold, Weikamp, Sivonen, Benes, Korbel, Kosnar, Wiecki, Brozek, Vinci
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