Die gute Basis beim FC Groß Döhren ist nochmals verbessert
Auch für den FC Groß Döhren gilt, dass das Mannschaftsfoto nur einen Teileindruck der tatsächlichen Kadergröße vermittelt. Foto: Privat
Der FC Groß Döhren hat mit André Wolf vom VfL Oker einen Königstransfer gelandet und sich auch in der Breite weiter verstärkt. Dem gegenüber steht kein einziger Abgang. Mit dem Team darf also in der eingleisigen Fußball-Nordharzliga gerechnet werden.
Der FC Groß Döhren startet mit acht Auswärtsspielen in die Saison 2025/26 der eingleisigen Fußball-Nordharzliga, weil auf der heimischen Anlage die Kabinen runderneuert werden. „Man kann auch auf gegnerischen Plätzen gewinnen“, sieht Trainer Lars Gläser diesen Umstand gelassen. Wichtig ist aus seiner Sicht, dass am Ende das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ erreicht wird.
Der Kader: Die Groß Döhrener haben nicht einen einzigen Abgang zu verzeichnen, stattdessen mit acht Zugängen deutlich an Breite zugelegt. Königstransfer ist sicherlich André Wolf vom VfL Oker. „Wir erwarten von ihm Führungsqualitäten“, sagt Gläser, „er war jahrelang im Bezirk einer der besten zentralen Mittelfeldspieler.“ Aber auch Domenik Müller ist mit einer großen Erwartungshaltung behaftet. „Er kommt zwar von einem Kreisligaabsteiger hat früher aber auch im Bezirk gespielt. Das ist einer, der eine Soforthilfe sein kann“, urteilt Gläser. Für die jüngeren Spieler, die hinzugekommen sind, gelte, sie „step by step“ in die Mannschaft einzubauen.
Das sagt der Trainer: „Unsere Vorbereitung war etwas durchwachsen.“ Urlaub und Schichtarbeit hätten einen intensiveren Trainingsbetrieb behindert. „Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns.“ Er selbst wird nach seiner schweren Schulterverletzung frühestens in der Rückrunde wieder auf dem Platz stehen können. „Eigentlich ist das aber gar nicht gedacht, unser Kader ist groß genug.“
Dass der FC Groß Döhren von vielen anderen Trainern als Aufstiegsaspirant gehandelt wird, sieht Gläser „auf gar keinen Fall. Wir haben letztes Jahr als Sechster gerade die Qualifikation geschafft.“
Die Konkurrenz: Auf Favoriten möchte sich Gläser nicht festlegen lassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendwer absetzt. Am Ende werden fünf oder sechs Mannschaften um den Aufstieg spielen.“ Gläser hat sich intensiv mit den Testspielergebnissen auseinandergesetzt und festgestellt, dass „insbesondere die Wolfenbütteler Teams wie Fümmelse oder Adersheim unglaublich gute Ergebnisse geliefert haben“. Auch für den Abstieg habe der 44-Jährige konkrete Vorstellungen, „die ich aber niemals nenne. Das wäre gegenüber den Mannschaften eine Frechheit.“ Grundsätzlich findet er die eingleisige Liga mit der Konstellation von jeweils drei Auf- und Absteigern „geil“.
Die Prognose: Die Vorjahresplatzierung täuscht etwas über die Qualität der Mannschaft hinweg, weil dem FC Groß Döhren gegen Saisonende die Puste ausgegangen ist. Das Team ist offensivstark, eingespielt und mit den Verstärkungen auf jeden Fall ein Kandidat für die Top Fünf der Liga.
Der Kader des FC Groß Döhren
Zugänge: André Wolf (VfL Oker), Domenik Müller (MTV Lichtenberg), Jannik Bothe (TSG Bad Harzburg), Tim Brüning (SC 18 Harlingerode), German Ngako (Goslarer SC 08 II), Hasan Qadamyr, Henry Schmidt (beide A-Junioren JSG Goslar), Norman Bach (Ildehausen/Kirchberg Ü 32)
Abgänge: keine
Tor: Christopher Seidel, Jannik Bothe
Abwehr: Jan Dette, Marvin Weigelt, Oliver Meffert, Tobias Mikulle, Damien Varnava, Tobias Gottschlich, Robert Munka, Lars Gläser
Mittelfeld: Domenik Weidner, Lars Haupt, Tim Sonnenberg, André Wolf, Leon Varnava, Henry Schmidt, Hasan Qadamyr, Domenik Müller, German Ngako
Angriff: Daniel Ledowski, Nico Roderburg, Tim Brüning, Dennis Koch, Marian Makowski, Norman Bach
Trainer: Lars Gläser (seit 2023)/Dennis Koch (seit 2024)
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