Parkchaos in Braunlage, Wechseltheater um Zechel
Packt künftig in Hannover zu: Der Bad Harzburger Tim Zechel (l.) wechselt in der Handball-Bundesliga den Verein. Foto: picture alliance/dpa
Eishockey-Abenteuer in Braunlage und neue sportliche Aufgaben für Tim Zechel und Jens Baxmann. Das sind die Themen im „Wochenende im Rückblick“.
Der Winter ärgert auch die Eishockeyfans
Abenteuer Eishockey: Der massive Wintereinbruch am Freitag hat den Besuch des Spiels der Harzer Falken gegen die Salzgitter Icefighters zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Die Anfahrt war schon nicht ohne, was aber kein Vergleich mit der Situation auf dem Großparkplatz am Braunlager Wurmbergstadion war. Der war nämlich so schlecht geräumt, dass sich bei An- und Abreise chaotische Szenen abspielten – und das bei einer Partie, die traditionell zu den zuschauerstärksten in der Saison gehört.
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Damit nicht genug für alle, die es nach dem Spiel irgendwann vom Parkplatz geschafft hatten und Richtung Bad Harzburg und Goslar wollten. Wegen einer Personensuche war auch die Durchfahrt in Torfhaus gesperrt, worauf die ganze Kolonne über Altenau und Oker nach Hause schaukelte. Der eine oder andere kehrte so erst um Mitternacht heim.
Mutig waren derweil die Icefighters, deren Kleinbusse offensichtlich nicht mit Winterreifen bestückt waren, wie sich im Wurmbergstadion erzählt wurde. Immerhin hatten die Salzgitteraner Schneeketten im Gepäck, sodass sie rechtzeitig ankamen. Abenteuer Eishockey eben.
Transfertheater um Tim Zechel
Hamburg oder Hannover, Hauptsache Handball-Bundesliga. So lässt sich, etwas salopp formuliert, das Transfertheater zusammenfassen, das der aus Bad Harzburg stammende Tim Zechel in diesen Tagen erlebt. Der 29-Jährige steht seit 2024 beim SC Magdeburg unter Vertrag, wo er vom Trainerteam derzeit allerdings nur als dritter Kreisläufer hinter dem Dänen Magnus Saugstrup und dem Schweden Oscar Bergendahl gesehen wird und entsprechend wenig Einsatzzeit bekommt.
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Nur zuzuschauen ist aber nicht Zechels Ding, der daher trotz eines laufenden Vertrags Magdeburg im Sommer wieder verlassen wird. Nachdem er sich zunächst für den Hamburger SV entschieden hatte, wie „Sport Bild“ berichtet, wird er sich nun der TSV Hannover-Burgdorf anschließen, die ohnehin zunächst sein Wunschverein gewesen sein soll. Die überraschende Wende lässt sich Zechel nach seiner Zusage in Hamburg einiges kosten, wie das Blatt weiter berichtet. Die Rede sei von einer Zahlung in Höhe von rund 10.000 Euro, um aus der Nummer rauszukommen.
Ob‘s wirklich so abgegangen ist, geschenkt. Zechel, immerhin 15-facher Nationalspieler, dürfte sich bei der TSV eine tragende Rolle ausrechnen, weil in Hannover mit Justus Fischer ein weiterer Nationalspieler auf der Kreisläuferposition vor dem Absprung steht. Und ein bisschen näher an der Heimat bleibt Zechel auch.
Jens Baxmann zurück in der DEL
Vor einer neuen beruflichen Aufgabe steht auch Jens Baxmann, der zwar in der Saison 2000/01 nur neun Spiele für den Braunlager SC/Harz absolvierte, aber als Teenie in diesen gleich 14 Punkte sammelte und damit das Interesse der Eisbären Berlin weckte. Die Folgen sind bekannt: Baxmann absolvierte 939 Spiele in der DEL, trug 39 Mal das Nationaltrikot, bevor er 2022 wegen einer schweren Augenverletzung seine Karriere beenden musste. Der aus Schierke stammende Baxmann blieb dem Eishockey treu, heuerte als sportlicher Leiter beim Zweitligisten Lausitzer Füchse an, die er nun gen Dresden verlässt.
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Beim DEL-Aufsteiger hat er für drei Jahren als Sportdirektor unterschrieben und dürfte sicherlich zweigleisig planen. Die Eislöwen brauchen bei 13 Punkten Rückstand schon ein sportliches Wunder, um den letzten Platz noch zu verlassen und so die Rückkehr in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Bester Beweis: Zu Baxmanns Heimpremiere gab es gleich ein 1:8 gegen Spitzenreiter Köln.
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