Danilo Riethmüller nimmt Kurs auf Olympia
Danilo Riethmüller ist vom Deutschen Skiverband für den Olympiakader nominiert worden. Der 25-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld ist einer von zwei Harzern, die in der kommenden Saison besonders gefördert werden. Foto: Kornatz
Es gibt gute Nachrichten aus dem Harzer Biathlon: Danilo Riethmüller vom WSV Clausthal-Zellerfld ist für den Olympiakader nominiert worden. Und der Niedersächsische Skiverband hat eine Nachfolgerin für Trainerin Milena Eimann gefunden.
Minus eins, plus eins – so lauten die simplen Rechnungen aus Harzer Sicht vor dem Start in die neue Biathlon-Saison. Während der Niedersächsische Skiverband (NSV) auf nationaler Ebene einen Kaderplatz verliert, kann er die seit dem vergangenen Oktober vakante zweite Trainerstelle wieder besetzen.
In der vergangenen Saison kamen drei Harzer Biathleten in den Genuss einer besonderen Förderung, diesmal sind es nur deren zwei. Einer ist Danilo Riethmüller, frisch gekürter „Sportler des Jahres“ im Landkreis Goslar, der vom Deutschen Skiverband (DSV) für den Olympiakader nominiert worden ist. Das Ziel für den 25-Jährigen vom WSV Clausthal-Zellerfeld ist damit abgesteckt: Er will zum deutschen Aufgebot für die Olympischen Winterspiele gehören, die vom 6. bis 22. Februar in Italien ausgetragen werden. Die Biathlonmedaillen werden in Antholz vergeben – ein Talismanort für Riethmüller, der dort Anfang 2024 einen Traumeinstand in den Weltcup erlebte.
Köllner vorerst raus
Kaderplatz zwei geht an Albert Engelmann, der in den E-Kader eingereiht wurde. Den 21-Jährigen, der ebenfalls dem WSV Clausthal-Zellerfeld angehört, trifft in dieser Saison eine Neuregelung. Das Startalter für Junioren ist um ein Jahr gesenkt worden, sodass Engelmann jetzt bereits bei den Herren gefordert wird. „Generell wird es dadurch noch schwerer, Startplätze für internationale Rennen zu holen“, sagt Rico Uhlig, Landestrainer des NSV. Engelmann wird sich über die deutschen Meisterschaften im Herbst und den Deutschlandpokal anbieten müssen.
Das gilt auch für Hans Köllner, der nach einer von gesundheitlichen Rückschlägen geprägten Saison seinen Kaderplatz verloren hat. „Das ist schade, wenn man weiß, dass er es eigentlich kann“, sagt Uhlig. Raus ist der 23-Jährige vom WSV, der über die Bundespolizei abgesichert ist, damit aber nicht. Er hat Leistungsziele bekommen. „Er weiß, um was es geht“, sagt Uhlig.
Die Neue heißt Lisa Witten
In den Nachwuchsklassen sprangen für den NSV trotz eines erfolgreichen Winters erneut keine Kaderplätze heraus. Es sei generell so, dass diese nicht mehr in dem Maß wie in der Vergangenheit vergeben würden, sagt Uhlig.
Freude herrscht beim NSV, dass er die Trainerlücke hat stopfen können. Die Neue heißt Lisa Witten und wird künftig zusammen mit Uhlig den Harzer Nachwuchs trainieren. Die 21-Jährige war selbst Biathletin, hat aber früh eine Laufbahn als Trainerin eingeschlagen. Derzeit steckt sie in einem Fernstudium „Sportwissenschaft und Training“, das sie im kommenden Jahr mit einem Bachelorabschluss beenden will.
Witten drängt es aber schon längst in die Praxis, gehörte sie trotz ihres jungen Alters in ihrem Heimatverein VfL Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Winter schon zum Trainerteam. Uhlig hatte schon im vergangenen Jahr mit ihr Kontakt aufgenommen, da sei ihr der Wechsel aber noch zu früh gekommen.
Erste Einheiten absolviert
Inzwischen hat Witten bereits erste Einheiten mit dem NSV-Nachwuchs absolviert und sei gut angekommen, berichtet Uhlig. „Sie kennt die Praxis und weiß, um was es geht.“ Dass die neue Trainerin noch sehr jung ist, sieht er positiv. „Mit den jungen Kiddies hat das schon was.“ Offiziell ist das Engagement noch nicht, die Finanzierung über den Landessportbund Niedersachsen ist laut Uhlig inzwischen aber geregelt.
Damit schließt der NSV seine größte Baustelle. Nachdem im vergangenen Jahr Milena Eimann den Harz im Frühherbst recht kurzfristig Richtung Oberhof verlassen hatte, stand Uhlig allein auf weiter Flur. Zwar bekam er unter anderem Unterstützung von einigen Ehemaligen, er habe den Aktiven aber nicht so gerecht werden können, wie es notwendig gewesen sei. „Wir kommen jetzt wieder in ruhiges Fahrwasser und sind alle ringsum sehr zufrieden“, so Uhlig.
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