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Deutschlandpokal am Arber

GZ Plus IconHarzer Biathleten lassen selbst ihren Trainer staunen

Gruppe von neun Personen in blauen und schwarzen Sportjacken steht und sitzt auf einem Podest mit den Zahlen 1 und 3, im Hintergrund Werbetafeln mit Logos und Texten.

Zum Auftakt auf der Sonnenseite: Das Team des Niedersächsischen Skiverbandes erlebt im Bayerischen Wald einen guten Einstand in den Deutschlandpokal, allen voran Liv Hildebrand (hinten 3.v.l.). Foto: Privat

Eine gelungene Saisonpremiere feiert der Harzer Biathlon-Nachwuchs im Deutschlandpokal. Vor allem eine Athletin hat im Bayerischen Wald allen Grund zum Jubeln.

Von Björn Gabel Dienstag, 16.12.2025, 17:30 Uhr

Zwei Podestplätze und mehrfach in den Top Ten: Dem Biathlon-Nachwuchs des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV) ist am Arber im Bayerischen Wald ein starker Start in den Deutschlandpokal gelungen. „Ich war etwas skeptisch und habe das so nicht erwartet“, räumte Landestrainer Rico Uhlig ein, „daher ist das umso schöner.“ Insgesamt sei es eine starke Mannschaftsleistung gewesen.

Ein Wochenende zum Einrahmen erlebte Liv Hildebrand. Mit Platz zwei im Sprint setzte sie in der Jugend 17 ein erstes Ausrufezeichen und packte im anschließenden Verfolgungsrennen noch einen drauf. Hildebrand klappte alle 20 Scheiben um, setzte die Konkurrenz mit schnellen Schießzeiten zusätzlich unter Druck und hatte bald freie Bahn. Die Schlussrunde wurde zur lockeren Triumphfahrt.

Bitterer Moment nach Hildebrand-Sieg

„Liv ist ein perfektes Rennen gelungen“, sagte Uhlig – das allerdings nicht gebührend gefeiert werden konnte. Weil es Probleme mit den Ergebnislisten gab, verzichteten die Organisatoren kurzfristig auf die Siegerehrung. Für Hildebrand doppelt bitter, war es ihr erster Sieg im Deutschlandpokal überhaupt.

In ihrer Altersklasse ist der NSV derzeit ohnehin stark aufgestellt. Für Emma Busche sprangen die Plätze sieben und sechs heraus, obwohl sie laut Uhlig nach einer nicht reibungslosen Vorbereitung „noch nicht ganz bei 100 Prozent ist. Aber sie ist auf einem guten Weg.“ Zweimal auf Rang acht kam Klara Hertel ein.

Ein Duo schießt zu viele Fehler

Es gingen bei besten Bedingungen im Hohenzollernstadion jedoch nicht alle Wünsche der Harzer auf, die aus Krankheitsgründen ohnehin nicht komplett angereist waren. So produzierte Aaron Jakobs in der Jugend II zu viele Schießfehler und verpasste in beiden Rennen die Top Ten. „Er hat sich ein bisschen rausgeschossen, aber das ist eher ein mentales Problem“, sagte sein Trainer. „Läuferisch ist er voll dabei.“ Eine Beschreibung, die auch perfekt auf Albert Engelmann passt, der in der Herrenklasse ebenfalls deutlich zu viele Scheiben stehen ließ und so nicht unter die besten Zehn kam. Das gelang hingegen Adrian Franz, der mit den Plätzen neun und sieben eine stark aufsteigende Form bewies.

Uhlig verwies auch auf die Leistungen von Alena Frieling und Mica Wildenhayn, die in der Jugend 16 ihr Debüt auf Skiern im Deutschlandpokal gaben. Für eine Top-Platzierung reichte es nicht, angesichts der Vorgeschichten seien die Leistungen aber hoch einzuschätzen. Frieling hatte den vergangenen Winter komplett verpasst, während Wildenhayn durch eine Ellbogenfraktur in der Vorbereitung zurückgeworfen worden war.

Harzer Duo startet auf Schalke

Für die NSV-Biathleten schließt sich nun ein weiterer Trainingsblock an, der über die Feiertage nur kurz unterbrochen wird. Weiter geht es im Deutschlandpokal am 11./12. Januar in Willingen oder eine Woche später in Hochfilzen, wenn im Upland nicht genügend Schnee liegen sollte. Für Liv Hildebrand und Aaron Jakobs gibt es zwischenzeitlich noch eine besondere Herausforderung: Sie starten am 28. Dezember in der Jugendklasse beim Biathlon auf Schalke.

Die Ergebnisse im Überblick

Sprint: Jugend 16 männlich: 16. Mica Wildenhayn (SC Buntenbock) 25:09 Minuten/3 Schießfehler; Jugend 17: 22. Ruben Heinrich 25:19,8/3; Jugend II: 12. Aaron Jakobs (beide WSV Clausthal-Zellerfeld) 27:26,6/4; Männer: 9. Adrian Franz (Buntenbock) 25:55,6/1, 11. Albert Engelmann (WSV CLZ) 26:17/3 – Jugend 16 weiblich: 13. Alena Frieling 23:53,6/5; Jugend 17: 2. Liv Hildebrand (beide WSV CLZ) 18:53,8/1, 7. Emma Busche 19:59,2/3, 8. Klara Hertel (beide Buntenbock) 20:00/1; Frauen: 6. Amy Dunkel (WSV Elbingerode) 24:16,6/2

Verfolgung: Jugend 16 männlich: 17. Wildenhayn 38:34,4/6; Jugend 17: 21. Heinrich 41:31,3/8; Jugend II: 17. Jakobs 40:31,6/10; Männer: 7. Franz 35:44,5/2, 12. Engelmann 38:22,6/8 – Jugend 16 weiblich: 10. Frieling 28:11,1/1; Jugend 17: 1. Hildebrand 21:05,9/0, 6. Busche 24:35,21/4, 8. Hertel 25:40/4; Frauen: 7. Dunkel 32:58,8/2

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