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Das Wochenende im Rückblick

GZ Plus IconHildebrand jubelt auf Schalke, Jerstedt vor dem Fernseher

Zwei Skilangläufer in Wettkampfkleidung stehen nebeneinander in einer Halle, einer hält einen Skistock und Skier, im Hintergrund Zuschauertribüne und Werbebanner

Liv Hildebrand vom WSV Clausthal-Zellerfeld und der Partenkirchener Kilian Simon gewinnen das Nachwuchsrennen auf Schalke. Foto: Veranstalter

Das Harzer Talent Liv Hildebrand rockt Biathlon auf Schalke. Und warum Jerstedt für Weltklasse steht. Das sind unsere Themen im „Das Wochenende im Rückblick“.

Von Björn Gabel Montag, 29.12.2025, 19:00 Uhr

Hildebrand rockt Biathlon auf Schalke

Deutsche Meisterin ist sie schon, vor Kurzem hat sie einen Deutschlandpokal gewonnen, aber dieser Sieg ist noch einmal etwas Besonderes. Die Rede ist von Liv Hildebrand vom WSV Clausthal-Zellerfeld, die am Sonntag beim Biathlon-Spektakel auf Schalke zusammen mit Kilian Simon aus Partenkirchen im Nachwuchsrennen triumphierte.

Das Duo war wie alle anderen neun zusammengelost worden und lief unter dem Namen Rolling Stones – in Erinnerung an eine Band, die schon mal in der Arena auf Schalke gespielt hat. Der Name war Programm, denn Hildebrand und Simon rockten die Konkurrenz. Die Harzerin legte dabei mit einem perfekten letzten Stehendschießen den Grundstein für den Erfolg.

Nicht ganz so rund lief es für Team Taylor Swift, aka Giovanna Nicolussi aus Kiefersfelden und Hildebrands Vereinskamerad Aaron Jakobs. Sie landeten im hinteren Drittel, werden das Rennen ebenfalls garantiert nicht vergessen. „Das Ganze war ein Mega-Erlebnis, einfach genial“, schwärmte ihr Trainer Rico Uhlig, der sich unter die Zuschauer gemischt hatte und so verfolgte, wie sich sein Ex-Schützling Danilo Riethmüller vor den rund 44.000 Zuschauern im Teilnehmerfeld der Weltcupläufer schlug. Für den 26-Jährigen war es schon der dritte Auftritt auf Schalke. Gegen Ähnliches hätten Hildebrand und Jakobs sicherlich nichts einzuwenden.

Das Harzer Duo durfte auch die Aftershow-Party genießen, bevor am Montag gleich wieder der Trainingsalltag einkehrte. Die Einheit am Vormittag durften die beiden noch auslassen, am Nachmittag aber begann die Vorbereitung auf den nächsten Deutschlandpokal, der vor nicht ganz so vielen Zuschauern ablaufen wird.

Jerstedt hat Weltklasse zu bieten

Von den Jerstedt Open auf die große WM-Bühne in London: Das ist ein bisschen arg gerafft, aber nicht grundsätzlich falsch. Arno Merk, der neue Stern am deutschen Dart-Himmel, war auch schon zu Gast beim großen Sommerturnier der Jerstedter Falken.

Weit fahren musste Merk nicht, denn er stammt aus Peine und ist auch noch gut bekannt mit TSG-Dartguru Jens Peters sowie den Falken-Aktiven Dieter Heibei und Klaus-Dieter Peters, mit denen er einst zusammen bei den Bulldogs in Wolfenbüttel gespielt hat. Dass der 33-Jährige im Ally Pally so durchstarten würde, kommt für Jens Peters nicht gänzlich überraschend: „Arno ist ein Kämpfer, er hat eine besondere Einstellung zum Spiel.“

Die verhinderte zwar nicht am Sonntagabend das Aus in der dritten WM-Runde gegen den dreimaligen Weltmeister Michael von Gerwen aus den Niederlanden, aber als Amateur überhaupt so weit zu kommen, war schon ein riesiger Erfolg, der auch noch mit 35.000 Pfund Preisgeld versüßt wurde.

Merk ist im Übrigen nicht der einige Weltklassemann, der in Jerstedt schon Pfeile geworfen hat. Ricardo „Pikachu“ Pietreczko gewann 2024 das Turnier in der Mehrzweckhalle, und wenn alles glattgeht, könnte 2026 dort gar ein internationaler Star erfolgreich auschecken. Den Namen will Peters noch nicht verraten, dafür aber seinen WM-Favoriten: „Dave Aspinal, den hat keiner so richtig auf der Rechnung.“

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