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Fußball-Bezirksliga

GZ Plus IconVfL Oker feiert wichtige Derby-Punkte - TSG verschenkt Zähler

Fußballspieler in weißen Trikots mit schwarzen Hosen stehen auf einem Spielfeld und geben sich gegenseitig High-Fives

Der Okeraner Timo Geldmacher (2.v.r.) lässt sich von seinen Mitspielern zu seinem Tor zum 1:0 beglückwünschen. Foto: Gietemann

Der VfL Oker verlässt nach dem 4:3 gegen den Goslarer SC 08 die Abstiegsplätze der Fußball-Bezirksliga. Die TSG Bad Harzburg und der GSC verlieren an Boden zur Spitze.

Von Andreas Konrad und Björn Gabel Sonntag, 15.03.2026, 20:43 Uhr

Der VfL Oker hat in einem packenden Derby der Fußball-Bezirksliga 3 den Goslarer SC 08 mit 4:3 (2:2) niedergerungen und damit die Abstiegsplätze verlassen. Der GSC war über weite Strecken spielbestimmend, fand aber kein Mittel gegen die schnellen Konter der Gastgeber.

„Das waren wichtige Punkte für uns“, sagte Okers Spielertrainer Mehmet-Ali Tozlu, „kämpferisch war das eine starke Leistung, wir haben hinten wenig zugelassen.“ Und wenn, dann konnte sich das Team auf Pierre Holzberg verlassen. Der VfL-Torhüter hielt Oker mit drei starken Paraden vor und zwei weiteren nach der Pause im Spiel.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und dominierten vor 85 zahlenden Zuschauern zunächst die Partie. Nach einem langen Freistoß von Tozlu nahm Timo Geldmacher den Ball stark herunter und schob zum 1:0 ein. Danach erst wachte der GSC auf, sicherte sich zusehends mehr Spielanteile und glich folgerichtig aus. Oker zog sich zurück und konterte, meist über den superschnellen Augustine Okolie.

„Es ist genau das eingetroffen, worauf wir die Mannschaft vorbereitet hatten“, sagte GSC-Trainer Ingo Vandreike, „wir haben nach Ballverlusten nicht konsequent genug verteidigt.“ So wie beim 2:1, das Okolie per Konter mit einer starken Einzelleistung erzielte, und beim 3:2, das Okolie Harold Mougnol auflegte, und beim 4:2, das Tozlu lang für Tahir Darboe servierte.

Es waren diese Momente, die für Oker ausreichten, auch wenn die Spieler körperlich in der zweiten Hälfte immer größere Probleme bekamen. Daran änderten auch die fünf Wechsel nichts. Der GSC machte aus seiner physischen Dominanz vor allem nach der Pause viel zu wenig.

Der Anschlusstreffer des GSC nach einem Schuss von Karim Ben-Guedria an die Unterkante der Latte, den Dominic-Luca Bahlo aus Nahdistanz einköpfte, kam viel zu spät.

„Ich wusste zur Halbzeit, dass Salzdahlum in Harzburg unentschieden gespielt hat“, sagte Tozlu, „habe den Jungs aber nichts erzählt.“ Der zuvor punktgleiche Konkurrent um den Klassenerhalt liegt nun zwei Zähler hinter den Okeranern.

Tore: 1:0 (17.) Geldmacher, 1:1 (32.) Bahlo, 2:1 (42.) Okolie, 2:2 (45.) Zink, 3:2 (77.) Mougnol, 4:2 (85.) Darboe, 4:3 (90.+5) Bahlo – Gelb Rot für den Okeraner Mougnol (90.+3)

VfL Oker: Holzberg – Geldmacher (58. D. Akbay), Tang, S. Altekin, Zimmermann, Musa, Tozlu (82. S. Duygun), Darboe (87. A. Akbay), Okolie, D. Duygun (58. Gürel), Ghacem (58. Mougnol)

Goslarer SC 08: Fricke – Dürrbeck (64. Sprengelmeyer), Kirchner, Gülsen, Bahlo, Mansour (78. Ben-Guedria, Weiske, Möker, Iraqi (64. Doci), Zink, Lora-Moreno

Die TSG Bad Harzburg verschenkt 3:1-Führung

Erster Dämpfer nach dem Jahreswechsel für die TSG Bad Harzburg: Der Tabellenzweite musste sich vor heimischer Kulisse mit einem 3:3 gegen den MTV Salzdahlum begnügen, während Spitzenreiter MTV Wolfenbüttel II sich beim 3:0 gegen den SC Gitter keine Blöße gab. Ebenfalls einen Punkt holte die FG Vienenburg/Wiedelah, die ein 1:1 aus Lebenstedt mitbrachte und damit auf Rang vier bleibt.

Zwei Fußballspieler in Aktion, einer in weißem Trikot mit Nummer 12 hebt das Bein zum Ball, der andere in blauem Trikot steht daneben

Jakob Kastern (r.) im Zweikampf mit einem Salzdahlumer. Die TSG verliert hinten heraus zwei Punkte. Foto: Gietemann

TSG Bad Harzburg – MTV Salzdahlum 3:3 (1:1). Tore: 1:0 (27.) Schaare, 1:1 (44.), 2:1 (46.) Schaare, 3:1 (62.) Jansen, 3:2 (71.), 3:3 (85.)

Gemischte Gefühle nicht nur bei Kenneth Schuller. „Wir haben phasenweise gut gespielt, aber dem Gegner immer wieder die Tür aufgemacht“, bilanzierte der TSG-Trainer. So reichte auch die zwischenzeitliche 3:1-Führung nicht zum Sieg. „Uns hat die letzte Effizienz vor dem Tor gefehlt, der letzte Wille, der letzte Hunger, das Tor machen zu wollen.“

Salzdahlum, mit einem kleinen Aufgebot in den Sportpark gereist, hängte sich hingegen bis zum Schluss rein, zeigte sich auch konditionell auf der Höhe und verdiente sich das Unentschieden. Der TSG halfen auch die durchaus prominenten Einwechselspieler nicht weiter, die es nicht schafften, das Spiel entscheidend zu beleben.

TSG Bad Harzburg: Henkel – Bothe, Ahrens, Behrens, Kastern (87. Washausen), Jansen (77. Schubert), Makus (87. Sitzenstock), Lindemann, Martinato, Uzunov (59. Almeida), Schaare (74. Bartels)

Fortuna Lebenstedt – FG Vienenburg/Wiedelah 1:1 (0:1). Tore: 0:1 (1.) Knoop, 1:1 (90.+3)

Die Führung mit der ersten Aktion, der Ausgleich fast mit dem letzten Spielzug – die FG erlebte am Wiedehopp einen kuriosen Spielverlauf. „Im ersten Moment fühlt sich das nicht so gut an. Aber wir können das einordnen. Ein 1:1 ist hier schon okay“, sagte Trainer Massimo Soranno. Sein Team konzentrierte sich nach dem Blitzstart auf die Arbeit gegen den Ball und schien auch dank des „Bärenspiels“, so Soranno, von Ersatztorwart Marvin Lemke auf der Siegerstraße zu bleiben. Dann aber rutschte doch noch ein Ball zum Ausgleich durch, sodass die FG den vergebenen Chancen bei Umschaltmomenten hinterhertrauern durfte.

FG Vienenburg/Wiedelah: Lemke – Lüer, D. Marx, Kahl (80. Laue), Daniel Hildmann (61. Damian Hildmann), L. Marx, Knopp, Makowski (73. Simon), J. Rimbach (87. Martinato), N. Rimbach, Wagner

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