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Fußball-Nordharzliga

GZ Plus IconStarke Leistung von Groß Döhren reicht nicht zum Sieg

Torwart in türkisfarbenem Trikot und Handschuhen springt auf dem Fußballfeld und versucht, einen Fußball abzuwehren

Groß Döhrens Torhüter Christopher Seidel pariert einen Freistoß von Marvin Tetzel beim Stand von 1:2 großartig und hält sein Team damit im Spiel. Foto: Drechsler

Siegesserie des FC Groß Döhren ist gerissen, aber das 2:2 gegen den SV Fümmelse wahrt den Abstand zum Vierten. Neue Hoffnung schöpft der SV Hahndorf.

Von Malte Thielemann und Lennart Saigge Sonntag, 08.03.2026, 20:09 Uhr

Nach 13 Siegen in Folge ist die eindrucksvolle Serie des FC Groß Döhren gerissen. Am Sonntag reichte es für den Tabellenführer der Fußball-Nordharzliga im Spitzenspiel gegen den SV Fümmelse aber immerhin noch zu einem 2:2 (1:0).

Die knapp 80 Zuschauer sahen ein gutes Schlagerspiel, in dem beide Mannschaften zeigten, dass sie wahrscheinlich bis zum Saisonende um den Aufstieg in die Bezirksliga mitkämpfen werden. „Geiles Spiel. Die Leistung war gut, der Gegner war gut, und ich bin sehr zufrieden“, meinte Groß Döhrens Trainer Lars Gläser. Seine Mannschaft benötigte einige Minuten, um sich an den von Beginn an unbequemen Kontrahenten zu gewöhnen. Mitte der ersten Hälfte kamen die Platzherren jedoch richtig in Schwung und hatten prompt die ersten gefährlichen Torabschlüsse.

So war die Führung nach einer knappen halben Stunde dem Spielverlauf durchaus angemessen. Nico Roderburg musste den Ball nach überlegter Vorarbeit von Daniel Ledowski aus Nahdistanz nur noch über die Linie drücken. Bis zum Pausenpfiff hätte der Tabellenführer noch erhöhen können, doch Ledowski scheiterte aus aussichtsreicher Position an Gästekeeper Dirk Ziethmann, und Domenik Müller traf mit seinem Freistoß nur die Oberkante der Latte (38./45.).

Dafür kamen die Gastgeber ungewohnt schläfrig aus der Kabine zurück auf das Spielfeld. Die Gäste aus Wolfenbüttel nutzten diese Phase eiskalt aus und drehten die Partie nach einem platzierten Schuss von Lukas Kendzia aus rund 18 Metern sowie einer feinen Einzelleistung von Marvin Tetzel innerhalb von lediglich zwei Minuten. Nur gut für den Spitzenreiter, dass Torwart Christopher Seidel kurz danach einen Tetzel-Freistoß fast von der Strafraumgrenze erstklassig aus dem Eck fischte (57.).

So blieb die Heimelf in der Partie und übernahm wieder das Kommando. Der Ausgleichstreffer durch Robert Munkas Kopfball nach einer Müller-Ecke läutete eine feurige Schlussphase der Gastgeber ein. Zum Sieg reichte es nicht mehr, auch weil Müller in der Nachspielzeit den letzten Hochkaräter nicht im Tor unterbrachte.

Tore: 1:0 (29.) Roderburg, 1:1 (49.) Kendzia, 1:2 (51.) Tetzel, 2:2 (73.) Munka

FC Groß Döhren: Seidel – L. Varnava, Munka, D. Varnava, Mikulle, Weidner (64. Dette), Haupt (75. Makowski), Wolf, Müller, Ledowski, Roderburg (80. Brüning)

Beim SV Hahndorf kehrt die Hoffnung zurück

Die lange Durststrecke hat ein Ende. Der SV Hahndorf feierte nach neun Niederlagen wieder einen Sieg (1:0 beim direkten Kontrahenten SC Gitter II) und gab die rote Laterne an den TSV Salzgitter ab (0:5 gegen den SC 18 Harlingerode).

Torreich ging es auch in Othfresen zu, wo der Gastgeber dem TSV Gielde beim 6:2 keine Chance ließ. Der TSV Münchehof hatte zu Hause gegen den Aufstiegskandidaten Blau-Gelb Asse nicht zu bestellen (1:4), und der SV Schladen unterlag überraschend gegen den TSV Hallendorf mit 2:4.

Zwei Fußballspieler in gelbem und blauem Trikot kämpfen um den Ball in der Luft auf einem Spielfeld

Othfresens Claudio Russo (r.) legt sich gegen Gieldes Jonas Büchler ins Zeug. Der FCO fährt einen ungefährdeten 6:2-Sieg ein. Foto: Drechsler

FC Othfresen – TSV Gielde 6:2 (3:0). Tore: 1:0 (7.) Wucherpfennig, 2:0 (14.) Melzian/Foulelfmeter, 3:0 (18.) Wucherpfennig, 3:1 (52.) Boog, 4:1 (72.) Quadt, 5:1 (80.) Tiepolt, 6:1 (88.) Russo, 6:2 (90.) Boog – Gelb-Rot für den Gielder Jung (67.)

Der FCO nahm von Beginn an das Heft in die Hand und überrannte die Gielder förmlich. „Da haben wir ein Feuerwerk abgebrannt, aber nach 30 Minuten ein wenig den Faden verloren“, analysierte FCO-Trainer Thomas Ströhl. Sein Pendant Luca Brandes sah das ähnlich, der seiner Mannschaft eine gute Reaktion nach der Pause attestierte. „Da stand es aber schon 0:3, weil wir anfangs wohl noch im Winterschlaf waren.“ Es sei im Anschluss auch zu wenig gewesen, so Brandes, den aber auch der Unparteiische ärgerte: „Da habe ich keine klare Linie erkannt.“ Maßgeblich für die Niederlage sei das aber nicht gewesen. Ströhl verbuchte den zweiten Durchgang dann auch unter „souverän“, da sein Team nichts mehr anbrennen ließ, das Ergebnis nach oben schraubte und der TSV nur noch zu Ergebniskosmetik kam.

SV Schladen – TSV Hallendorf 2:4 (2:2). Tore: 0:1 (9.), 1:1 (22.) Becker/Foulelfmeter, 2:1 (25.) Becker, 2:2 (40.), 2:3 (71.), 2:4 (90.+1)

„Der TSV hat heute so gespielt, wie man das auf einem derart schwierigen Platz tun muss“, zollte Schladens Trainer Marco Elsenbruch dem Gegner ein Lob. Die Gäste hätten auf dem tiefen Geläuf, das „sich definitiv nicht für Fußball eignet“, so der Coach, geackert und gekämpft. Seine Mannschaft habe die Partie und die Verhältnisse hingegen nicht angenommen. „Das hatten uns die Hallendorfer heute voraus, und daher haben wir auch nicht unverdient verloren.“

TSV Münchehof – Blau-Gelb Asse 1:4 (0:1). Tore 0:1 (9.), 1:1 (68.) A. Bergmann, 1:2 (70.), 1:3 (78.), 1:4 (90.+3)

Münchehofs Fußball-Obmann Kevin Lüs war bedient: „Das war ein weitestgehend lustloser Auftritt der Mannschaft, Asse war uns in allen Belangen überlegen.“ Das 0:1 zur Pause sei schon schmeichelhaft gewesen. „Der Ausgleich resultierte dann auch glücklich aus einem Torwartfehler, wirkliche Chancen haben wir uns kaum erspielt.“ Herausnehmen aus dem Kollektivversagen wollte Lüs nur die Innenverteidigung sowie Talent Mabidi, die dagegengehalten hätten. „Mehr Positives gibt es nicht zu sagen.“

SC Gitter II – SV Hahndorf 0:1 (0:0). Tore: 0:1 (65.) Wegener – SVH-Spieler Wegener verschießt Foulelfmeter (80.)

„Vollkommen egal wie – alles was heute zählt, sind die drei Punkte“, betonte ein sehr zufriedener Hahndorfer Coach Stephan Wellegehausen. Sein Team habe weite Phasen des Spiels bestimmt, aber einmal mehr vor dem Tor zu verkrampft agiert. „In der letzten halben Stunde war Gitter konditionell am Ende, wir hätten es klarer gestalten müssen.“ Dass am Ende der Dreier stand, sei für ihn jedoch entscheidend gewesen. Einziger Wermutstropfen waren zwei Verletzungen, „die uns auf Sicht sehr wehtun könnten“.

TSV Salzgitter – SC 18 Harlingerode 0:5 (0:2). Tore: 0:1 (9.) Kone, 0:2 (31.) Lüddemann, 0:3 (53.) Diaby, 0:4 (65.) Diaby, 0:5 (73.) Diaby

Der SC 18 feierte den zweiten Sieg in Folge ohne Gegentor. „In der ersten Hälfte verlief das Geschehen noch etwas zäh“, sagte Trainer Boris Bodenstein, der dem Gegner viel Gegenwehr attestierte. „Wir haben so mit langen Bällen arbeiten müssen, sind jedoch auch zu zwei Toren gekommen.“ Sein Team habe aber zu viele Chancen der Platzherren zugelassen. Nach dem Seitenwechsel bot sich ein anderes Bild, denn die Gäste dominierten die Partie nun klar. „Da haben wir auch spielerisch überzeugt, schöne Tore geschossen“, so ein zufriedener Bodenstein.

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