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Mehr Bergerhoff-Messer, und nicht nur im Kalten Feld, fordern die Unterzeichner für Harlingerode. Foto: GZ-Archiv

Mehr Bergerhoff-Messer, und nicht nur im Kalten Feld, fordern die Unterzeichner für Harlingerode. Foto: GZ-Archiv

Harlingerode/Oker. Mit dem einstimmigen Votum des Vereins PUR bei seiner Jahreshauptversammlung am Mittwoch (siehe unten) kann nun ein Offener Brief auf den Weg gebracht werden, mit dem die Unterzeichner – Arbeitskreis Oker, PUR, Umweltverbände BUND und Nabu, Ökologischer Ärztebund – ihren Kampf um die Luftsituation am früheren Hüttenstandort fortsetzen.

Von Heinz-Georg Breuer 09.02.2018, 15:08 Uhr

Die Adressatenliste mit den Fraktionsvorsitzenden im Niedersächsischen Landtag sowie Umwelt- und Wirtschaftsministerium in Hannover macht den Kurswechsel deutlich, den die Beteiligten Ende 2017 vereinbart hatten: Weg von der ausschließlichen (und unergiebigen) Kooperation mit der Gewerbeaufsicht, die weiter auf Geruchsprotokolle setzt, hin zu den Entscheidern in der Politik. Außerdem weg von der bloßen Geruchsdebatte, hin zu den potenziellen Gesundheitsgefährdungen vor Ort.

Entsprechend liest sich der Forderungskatalog, der am Wochenende abgeschickt werden soll und so eingeleitet wird: „Gesunde Luft, sauberes Wasser und unbelastete Böden sind die wichtigsten ökologischen Lebensgrundlagen. Alle diese Umweltfaktoren sind im Raum Oker-Harlingerode stark belastet, insbesondere mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen aus dem Hüttenbetrieb.“

Wichtigste Forderungen sind die Erstellung eines Schadstoffkatasters durch einen neutralen Gutachter für die gesamte Belastungsregion Oker-Harlingerode, wie es der TÜV bereits 1989 einmal erstellt hat, keine weiteren Schadstoffbelastungen durch Neugenehmigungen (Verschlechterungsverbot), die Beschleunigung der Haldensanierung sowie generell die dauerhafte Unterschreitung der Immissionswerte für alle relevanten Schadstoffe.

Hinzu kommen die Anlage neuer Immissionsschutzwälder im Kalten Feld zum Schutz der Harlingeröder Bevölkerung sowie die Aufstellung neuer Bergerhoff-Regenmesser und eines LÜN-Messcontainers zentral im Wohngebiet von Harlingerode – etwa bei Kindergarten, Schule und/oder Einkaufszentrum nach dem Okeraner Vorbild in der Straße Bei der Eiche.

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