Zähl Pixel
Eishockey-Regionalliga

GZ Plus IconHarzer Falken diesmal gnädig: 6:2 gegen Sande

Drei Eishockeyspieler, zwei in grauen Trikots, einer im grünen Trikot, jagen den Puck.

Diesmal gibt es kein leichtes Durchkommen. Falken-Stürmer Davide Vinci (M.) wird von zwei Jadehaien geblockt. Foto: Neuendorf

Die Harzer Falken bleiben zu Hause eine Macht. Der Eishockey-Regionalligist schlägt den ECW Sande mit 6:2 und will bald einen weiteren Zugang präsentieren.

Dienstag, 30.12.2025, 22:45 Uhr

Es können nicht immer Kantersiege sein. Eishockey-Regionalligist Harzer Falken machte es am Dienstagabend gegen den ECW Sande ein wenig knapper als noch gegen Spitzenreiter Adendorf, aber auch für ein 6:2 (1:1, 2:0, 3:1) gibt es drei Punkte. Die bedeuten vorerst den Sprung auf Platz zwei.

Die Leistung vor offiziell 1441 Zuschauern im Wurmbergstadion war keinen Deut schlechter als beim 10:0 gegen Adendorf und beste Werbung für das am Freitag, 20 Uhr, folgende nächste Heimspiel gegen die Icefighters Salzgitter. Das Team von Regan Nagy spielte ein erstklassiges Forechecking, ließ vor allem im Mitteldrittel kaum etwas zu und verbuchte mehr als doppelt so viele Torschüsse als der Gegner. Nur die Torquote stimmte diesmal nicht ganz, was auch an Sandes überragendem Schlussmann Stalteri lag.

Aufregung um Schlittschuhtor

Der musste zwar früh hinter sich greifen, als Bastian Schirmacher zum 1:0 traf. Die Freude währte aber ganze 14 Sekunden, dann glich Sande aus. Zwar protestierten die Gastgeber vehement wegen eines vermeintlichen Schlittschuhtors, Schiedsrichter Floyd Frieske ließ sich aber nicht umstimmen.

Chancen zur erneuten Führung gegen einen deutlich defensiver eingestellten Gegner, als es Adendorf war, waren zwar schnell wieder da, die Scheibe wollte aber nicht über die Linie. So bei guten Gelegenheiten von Martin Benes (15.) und Ville Sivonen (16.), die an Stalteri scheiterten. Auch eine 3:5-Unterzahl kurz vor der Pause warf die Falken nicht um.

Zweiter Streich von Schirmacher

Ihnen gehörte wieder der erste Aufschlag des Mitteldrittels: Filip Mrava vollendete aus der Drehung, nachdem Benes noch am Keeper gescheitert war. Sande bekam nun kaum noch Luft zum Atmen, der dritte Treffer wollte aber trotz Top-Chancen zunächst nicht fallen. Beispiel gefällig: Mrava scheitert zunächst am Keeper, den Abpraller setzt Ryan Antonakis an den Pfosten, von dem der Puck an den Rücken von Stalteri springt und dann auf der Linie entlangtrudelt. Unglaublich!

Sande wusste sich zusehends nur noch durch unsaubere Aktionen zu wehren, kassierte vier Strafzeiten in Folge. Es dauerte aber bis zur 37. Minute, ehe erneut Schirmacher den dritten Treffer nachlegte. Der war bei einem Schussverhältnis von 25:6 (!) in diesem Abschnitt dennoch deutlich zu wenig.

Premierentreffer für Benes

Ganz so frenetisch verlief das Schlussdrittel nicht mehr. Sivonen erhöhte auf 4:1, Sande zuckte noch einmal kurz und hätte bei einem Überzahlspiel weiter verkürzen können, aber auch Falken-Goalie Taylor Dupuis packte gut zu. Ryan Antonakis und der unermüdliche Benes mit seinem Premierentreffer für Braunlage beendeten schließlich alle Spekulationen.

„Das war ein schwieriges Spiel, weil Sande sein Spiel bis zum Ende durchgezogen hat“, bilanzierte Nagy. „Ich bin aber total zufrieden mit der Leistung meines Teams.“ Sande-Coach Nick Hurbanek kommentierte: „Braunlage war besser und schneller und hat verdient gewonnen. Von meiner Truppe bin ich ein bisschen enttäuscht.“

Das Spiel in der Statistik

Tore: 1:0 (2:34) Schirmacher, 1:1 (2:48) Kosnar, 2:1 (21:48) Mrava, 3:1 (36:43) Schirmacher (5:4), 4:1 (43:12) Sivonen, 4:2 (44:23) Korbel, 5:2 (57:02) Antonakis, 6:2 (58:02) Benes

Strafminuten: 6 für Braunlage; 10 für Sande

Harzer Falken: Dupuis - Franz, Chaloupka, DiMurro, Antonakis, Ehmann, Schnell - Sivonen, Benes, Mrava, Arnold, Vinci, Wiecki, Droick, Schirmacher, Weikamp - Kuba, Lohde

Falken gehen auf Verteidiger-Suche

Stürmer geht, Stürmer kommt: So einfach ist die Rechnung nicht bei den Falken. Der neue Tabellenzweite schaut sich nach dem kurzfristigen Abgang von Bartek Bison (wir berichteten) auf einer anderen Position um.

„Wir wollen einen Verteidiger holen“, sagt der sportliche Leiter, Uwe Lohde und erklärt warum. Die Falken wollen Abwehrspieler Ryan Antonakis endgültig zum Angreifer umschulen, nachdem der US-Amerikaner wiederholt Stürmerblut nachgewiesen hat. Somit wäre eine Planstelle in der Abwehr frei.

„Wir sind in Verhandlungen mit mehreren Spielern“, sagt Lohde weiter. Die Falken schauen dabei unter anderem wieder in Richtung Skandinavien. Erledigt haben dürfte sich der in Fankreisen als Zugang gehandelte Ville Saloranta, denn der 29-jährige Finne, der zuletzt in der Bayernliga für den EHC Klostersee auflief, ist Stürmer. Angeboten wurde den Falken auch ein Spieler, der Erstliga-Erfahrung aus Finnland mitbringen würde. Dieser sei aber nicht bezahlbar gewesen, so Lohde.

Spratek hofft auf Comeback

Ziel ist es, die Personalie spätestens zum Heimspiel am 9. Januar gegen den CE Timmendorfer Strand vom Tisch zu haben. „Es kann aber auch ganz schnell gehen“, sagt Lohde. Der neue Mann wäre in dieser Saison der bereits 13. auf der Zugangsseite, während elf Spieler auf der Liste der Abgänge stehen.

Ob es eine 25. Personalbewegung gibt, hängt davon ab, wie die genaue Diagnose bei Daniel Spratek ausfällt. Der Tscheche muss seit dem 19. Dezember wegen einer in Salzgitter erlittenen Handverletzung zuschauen. Vor der Partie gegen Sande zeigte er sich allerdings optimistisch, in fünf Wochen, spätestens aber zu den Play-offs wieder ins Geschehen eingreifen zu können. bga/vt

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region