Grundwasser in Niedersachsen wird wärmer
Die genauen Auswirkungen der Erwämung sind noch unklar. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Um etwa ein Grad ist die Temperatur angestiegen. Klar ist bereits, woran das liegt.
Norden. Das niedersächsische Grundwasser ist in den vergangenen 30 Jahren wärmer geworden. Das geht aus Untersuchungen von Fachleuten hervor, die mehr als 300 Messstellen ausgewertet haben. Demnach stieg die Temperatur an drei Vierteln der Standorte um etwa ein Grad.
An den Messstellen wird die Wassertemperatur in bis zu 40 Metern Tiefe gemessen, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mitteilte. Eigentlich sei die Temperatur des Grundwassers stabil und liege bei etwa zehn Grad Celsius.
Die Untersuchung habe nun ergeben, dass der Klimawandel sowie dichter und stärker besiedelte Städte die Hauptgründe für den Temperaturanstieg sind, sagte Anne Mehrtens, Fachfrau für Grundwasser beim NLWKN. Das habe Auswirkungen auf das Ökosystem des Grundwassers. Dort leben den Angaben nach etwa an die Umgebung angepasste Pflanzen oder Mikroorganismen, die sich beispielsweise um den Abbau von Nitrat kümmern. Die konkreten Auswirkungen auf das Ökosystem seien aber noch nicht absehbar.