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Fußball-Bezirksliga

GZ Plus IconGSC kommt noch rechtzeitig in Fahrt - FG wieder in der Spur

Fußballspieler in blauen Trikots feiern auf dem Spielfeld, während ein Spieler in grauem Trikot mit den Händen das Gesicht bedeckt steht

Geht doch: Die Spieler des Goslarer SC 08 feiern den Treffer von Matteo Kurtz zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung. Ilsetal ist sichtlich bedient. Foto: Epping

Drei Siege und eine Niederlage: Das bringt der 19. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga 3 aus Sicht des Landkreises Goslar. Oker muss weiter kämpfen.

Von Björn Gabel und Andreas Konrad Sonntag, 08.03.2026, 19:51 Uhr

Aller Anfang ist schwer, auch wenn das Resultat etwas anderes aussagt. Fußball-Bezirksligist Goslarer SC 08 landete am Sonntag zwar mit 6:2 (1:2) gegen Abstiegskandidat FC Ilsetal einen standesgemäßen Sieg, lieferte vor allem in der ersten Halbzeit eine ganz dürftige Vorstellung ab.

Mit dem 1:2 zur Pause war der Tabellendritte vor 112 zahlenden Zuschauern nämlich noch gut bedient. Die Gäste tauchten im ersten Abschnitt gleich fast ein halbes Dutzend Mal frei vor GSC-Torwart Richard Fricke auf, der einen deutlich höheren Rückstand verhinderte. Zudem hatten die Goslarer Glück, dass Schiedsrichter Stephan Hilzendecker (Schandelah-Gardessen) nach Intervention eines seiner Assistenten eine Rote Karte gegen Karim Ben-Guedria zurücknahm und ihn nach einem Schubser nur Gelb zeigte.

Ilsetal prüft Einspruch

Ilsetal kündigte nach dem Spiel gegenüber dem Unparteiischen an, Einspruch einlegen zu wollen. Ob es auch so weit kommt, bleibt abzuwarten. Fakt war, dass die Gäste den in dieser Situation fälligen Freistoß zur Führung nutzten. Der GSC ließ sich in dieser Phase komplett den Schneid abkaufen und brachte auch offensiv kaum etwas zustande. Einmal spielte die Heimelf schnell, und prompt stand es durch Henrik Möker 1:1. Die Freude währte jedoch nur ein paar Sekunden, weil Matteo Kurtz bei einem Ilsetaler Konter viel zu spät eingriff.

Allerdings hatten sich die Gäste in der ersten Halbzeit komplett übernommen, in der sie teils mit drei Mann den ballführenden Goslarer attackiert hatten, und bezahlten relativ schnell den Preis dafür. Nach einer guten Stunde lag der GSC schon mit 3:2 vorn, weil Ilsetal einfach nicht mehr hinterherkam. Am Ende sprangen sogar sechs Treffer heraus, darunter zwei für Heimkehrer Dominic-Luca Bahlo. Es hätten aber auch gepflegt mehr sein können. So traf Kevin Doci aus drei Metern das leere Tor nicht (75.).

GSC-Trainer Ingo Vandreike ärgerte vor allem die erste Halbzeit. Schon in den Testspielen sei sein Team schwer in die Gänge gekommen, das gehe auf die Dauer nicht. „Wir können nicht immer warten, bis der Gegner nach 60, 65 Minuten konditionell am Ende ist.“

Tore: 0:1 (26.) Sondergeld, 1:1 (39.) Möker, 1:2 (40.) Dellert, 2:2 (54.) Bahlo, 3:2 (62.) Kurtz, 4:2 (68.) Lora-Moreno, 5:2 (78.) Bahlo, 6:2 (90.+1) Zink

Goslarer SC 08: Fricke – Kirchner, Kurtz, Dürrbeck, Ben Guedria
(46. Mansour), Gaida, Bahlo
(86. Frank), Trommer (66. Iraqi), Möker (64. Doci), Zink, Lora-Moreno (81. Martinato)

FG Vienenburg/Wiedelah meldet sich sofort zurück

Für die FG Vienenburg/Wiedelah und den VfL Oker verlief der 19. Spieltag komplett gegensätzlich als beim direkten Duell vorige Woche. Die FG ist mit einem 4:1 gegen Üfingen wieder in der Spur, und der VfL kämpft nach dem 2:5 in Thiede weiter gegen den Abstieg. Die TSG Bad Harzburg gewann souverän 4:0 in Kissenbrück und bleibt Tabellenführer MTV Wolfenbüttel II auf den Fersen.

FG Vienenburg/Wiedelah – TSV Üfingen 4:1 (2:1). Tore: 1:0 (13.) J. Rimbach, 1:1 (36.), 2:1 (45.+1) J. Rimbach, 3:1 (51.) J. Rimbach, 4:1 (69.) Daniel Hildmann

Nach den sechs Gegentoren der Vorwoche in Oker wollte Massimo Soranno die Partie defensiv sicherer angehen, weshalb Dominik Marx in die Innenverteidigung rückte, die zusätzlich allerdings auch ersatzgeschwächt war. „Der Plan ist voll aufgegangen“, sagte der FG-Trainer, „wir haben durch Ballgewinne und schnelles Umschalten unsere Tore gemacht.“ Üfingen habe aus dem Spiel heraus keine Torchance gehabt. „Wir wussten, dass das ein Team ist, das viel über Standards kommt, und so haben sie auch ihr Tor gemacht“, so Soranno, der den Sieg als „verdient“ einordnete.

FG Vienenburg/Wiedelah: Berkefeld – Lüer, Laue, D. Marx, Daniel Hildmann, J. Rimbach (55. Damian Hildmann), Makowski (83. Bull), L. Marx, N. Rimbach (80. Kleinert), Knoop, Wagner

Drei Fußballspieler in Aktion auf dem Spielfeld, zwei in weißen Trikots und einer in blauem Trikot, mit Ball am Fuß

Runder Nachmittag: Vienenburgs Justin Rimbach (r.) trifft beim 4:1 gegen Üfingen gleich dreifach. Foto: Epping

SV Kissenbrück – TSG Bad Harzburg 0:4 (0:1). Tore: 0:1 (7.) Washausen, 0:2 (51.) Kastern, 0:3 (85.) Kastern, 0:4 (90.) Bartels

Die Rahmenbedingungen waren alles andere als einfach. Kissenbrück hatte den auf 60 Stellen vom Maulwurf heimgesuchten Platz nur notdürftig geflickt, zudem suchte das Schlusslicht sein Heil in einer Achterkette. Die TSG aber ließ sich nicht beirren, gestattete der Heimelf praktisch keine Chance und schlug schon früh zu. „Um das Ganze zu entzerren, haben wir nach der Pause von einem 3-4-3 auf ein 4-4-2 umgestellt“, berichtete Trainer Kenneth Schuller. Die Tore zwei und drei fielen allerdings nach Standardsituationen, als Jakob Kastern erst einen Freistoß traumhaft verwandelte und anschließend einen Eckball direkt ins Tor drehte. „Jakob hatte seinen Fuß diesmal richtig eingestellt“, sagte Schuller mit einem Schmunzeln.

TSG Bad Harzburg: Henkel – Bothe, Ahrens, Behrens, Martinato, Kastern, Jansen, Lindemann (73. Makus), Schaare, Ahmatovic (46. Kastern), Washausen (46. Bartels)

Viktoria Thiede – VfL Oker 5:2 (2:1). Tore: 1:0 (11.), 1:1 (20.) Okolie, 2:1 (45.+2) Eigentor/Tozlu, 3:1 (65.) per Handelfmeter, 4:1 (66.) Eigentor/Zimmermann, 5:1 (79.) per Foulelfmeter, 5:2 (88.) Duygun – VfL-Spieler Fidan wird wegen einer Verletzung mit dem Krankenwagen abgeholt (60.)

Am Ende einer offenen ersten Hälfte bekam Okers Spielertrainer Mehmet-Ali Tozlu den Ball unglücklich ans Knie und brachte Thiede per Eigentor die Pausenführung. Kurz zuvor hatten die Gäste einen Lattentreffer an das Viktoria-Gehäuse gesetzt. „Dann haben wir durch zwei Elfmeter und noch ein Eigentor am Ende unglücklich, aber verdient verloren“, sagte Tozlu. Gegenüber dem Spiel gegen Vienenburg sei sein Team auf dem holprigen Rasen vor allem in der Offensive nicht so stark gewesen. Weil Konkurrent Salzdahlum auch verloren habe, sei weiter alles offen.

VfL Oker: Sahin – Geldmacher (29. Zimmermann), S. Altekin, Tang, D. Akbay, Tozlu (46. Musa), Fidan (60. Duygun), Okolie, Mougnol, El Ghacem, Darboe (69. Gürel)

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