Auto fährt in Menschengruppe - mit Schüssen gestoppt
Ein Auto fuhr in eine Menschenmenge, mehrere Verletzte mussten ins Krankenhaus. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Ein Auto fährt in Neustadt am Rübenberge in eine Menschengruppe - nach Einschätzung der Polizei gezielt und absichtlich. Polizeibeamte schießen auf den Wagen. Das Motiv der Täter: noch völlig unklar.
Neustadt am Rübenberge. Im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge bei Hannover ist ein Auto gezielt in eine Menschengruppe gefahren. Vier bis fünf Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer, sagte eine Polizeisprecherin. Die genaue Anzahl stand zunächst nicht fest. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus, sind aber nicht in Lebensgefahr. Polizeibeamte, die wegen einer Verkehrskontrolle in der Nähe waren, beschossen das Auto, um es anzuhalten. Hinweise auf einen Anschlag gab es laut Polizei bislang nicht.
Tatverdächtige lassen Auto zurück
Die Tatverdächtigen, deren Anzahl ebenfalls zunächst unklar war, flohen zu Fuß und ließen den Wagen zurück. Die Fahndung nach ihnen blieb zunächst erfolglos, wie die Sprecherin sagte. Ein dpa-Reporter sprach von mehreren Autos mit Beschädigungen - platten Reifen, einer zerstörten Heckscheibe und Einschusslöchern.
Die Hintergründe des Vorfalls vom späten Montagabend waren unklar, allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass die Beteiligten sich kannten. Die mutmaßlichen Täter hätten sich die Menschengruppe wohl gezielt ausgesucht, nicht wahllos, sagte die Sprecherin. Es habe sich um eine kleine Gruppe gehandelt.
„Der Tathergang und die genauen Tatbeteiligungen sind weiterhin Bestandteil der Ermittlungen“, sagte die Sprecherin. Die Ermittlungen dauern an, auch Spuren wurden zunächst noch gesichert.

Zahlreiche, teils schwer bewaffnete Einsatzkräfte waren vor Ort. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Großeinsatz für Polizei Feuerwehr und Rettungsdienst
In der Nähe des Tatorts beim Schützenplatz in Neustadt lief gerade eine Verkehrskontrolle mit Unbeteiligten, so bekamen die Beamten nach den Worten der Sprecherin den Vorfall kurz vor Mitternacht direkt mit. Um das Auto zu stoppen, hätten sie dann entschieden, auf den Wagen zu schießen.
Nach Angaben des Reporters war es ein Großeinsatz für die Polizei, aber auch für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Die Polizei war mit zahlreichen und teils schwer bewaffneten Kräften im Einsatz, auch ein Polizeihubschrauber war dabei. Der Tatort wurde abgesperrt, um Spuren zu sichern.

Nach ersten Erkenntnissen vermutet die Polizei, dass sich die Beteiligten kannten. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Die oder der Täter fliehen zu Fuß und lassen den Wagen zurück. Foto: Moritz Frankenberg/dpa