Montag, 24.08.2015

Trauer um Dr. Klaus Krause

Goslar. Dr. Klaus Krause, ehemaliger Verleger der Goslarschen Zeitung, ist in der Nacht zum 22. August im Alter von 80 Jahren im Kreis seiner engsten Familie gestorben.

Seine Ehefrau Elke und seine fünf Kinder verlieren den Ehemann und Vater. Und alle, die ihn kannten und schätzten, einen großen Menschenfreund. Stets liebenswürdig und höflich, dabei zugewandt und immer humorvoll; so werden ihn viele Goslarer in Erinnerung behalten. Die Deutsche Zeitungslandschaft trauert um den Verlust einer großen und prägenden Verlegerpersönlichkeit.

Erste Reaktionen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und von Gefährten offenbaren die herzliche Verbundenheit mit Dr. Krause und den großen Respekt, den er sich durch sein vielfältiges Engagement verdiente. So der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens und spätere Bundespräsident Christian Wulff, der ihn als einen großartigen Menschen würdigt. Der Goslarer Bürger und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel lobt seine selbst in schwierigen Situationen stets ausgeglichene und freundliche Wesensart und dazu sein vielfältiges Engagement für die Stadt. Und der ehemalige Geschäftsführer des nordwestdeutschen Verlegerverbandes, Victor Lis, erinnert sich an einen „wunderbaren Menschen“.

Ein erfolgreiches Duo

Dr. Klaus Krause hatte 1965 an der Seite seines Bruders Gert die Leitung der Goslarschen Zeitung vom Vater Dr. Walther Krause übernommen. Beide Verleger arbeiteten Hand in Hand sehr erfolgreich für diese dem Harz und seinen Menschen eng verbundene Zeitung, die sich auch durch Zukäufe von Titeln in Bad Harzburg, Clausthal und Braunlage bis hin zur Neugründung einer Zeitung in Wernigerode stark entwickelte. Im Jahr 2004 legten beide die Verantwortung für das Verlagsgeschäft in vierter Generation in die Hände der beiden Söhne Philipp und Klemens Karl Krause.

Der Verstorbene engagierte sich auch weit über das verlegerische Tagesgeschäft hinaus. So als langjähriger Zweiter Vorsitzender des Vereins zur Förderung moderner Kunst, so mit großer Freude auf der Ebene des Verlegerverbandes im Bund und Land Niedersachsen, dessen Vorsitzender er von 1995 bis 1998 war. Außerdem war er 15 Jahre lang Mitglied des Beschwerdeausschusses des Deutschen Presserates wie auch in weiteren Ausschüssen auf Landesebene bis weit über seine aktive Zeit als geschäftsführender Verleger hinaus.

Mehr als ein Verleger

Sein soziales Engagement ist vielen Bürgern der Region bekannt. Die alljährliche Glücksschweinchen-Aktion der GZ am letzten Tag des Jahres hat er bis zuletzt unterstützt, die Gründung der Bürgerstiftung zusammen mit seinem Bruder und der Familie Tessner trägt bis heute. Seine Verdienste sind zahlreich und wurden im Jahr 1998 mit der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens durch den damaligen Innenminister Gerhard Glogowski gewürdigt. Ebenso erhielt Dr. Krause die Ehrenplakette der Stadt Goslar für sein außerordentliches soziales und kulturelles Engagement.

Die Mitarbeiter des Verlages, die ihn als einen väterlichen Chef in Erinnerung behalten werden, trauern zusammen mit der Familie um seinen Tod. Weggefährten und Freunde können sich ab Donnerstag im Verlagshaus mit einer persönlichen Erinnerung an Dr. Krause ins Kondolenzbuch eintragen und auf diesem Wege Abschied nehmen.