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Goslar

Flieger-Absturz: Rettung aus zwölf Meter Höhe

Sicherung von unten: Ein sogenannter Sprungretter soll verhindern, dass sich der Flieger bei einem Sturz schwere Verletzungen zuzieht.  Foto: Feuerwehr

Sicherung von unten: Ein sogenannter Sprungretter soll verhindern, dass sich der Flieger bei einem Sturz schwere Verletzungen zuzieht. Foto: Feuerwehr

Goslar. Zum wiederholten Male ist am späten Sonntagnachmittag ein Gleitschirmflieger am Rammelsberg abgestürzt. Es folgte eine komplizierte zweieinhalbstündige Rettungsaktion.

Von Frank Heine Montag, 15.08.2016, 08:23 Uhr

Die Lage stellte die Kräfte der Feuerwehr Goslar und der Fachgruppe „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ (SRHT) vor eine neue Herausforderung. Der Schirm des Fliegers hatte sich nach Angaben von Einsatzleiter Jens Schur in etwa zwölf Meter Höhe in einer Baumkrone verfangen.

Dieser Umstand bremste den Absturz und verhinderte Verletzungen für den Flieger. Der Mann hing jedoch in etwa drei bis vier Meter Entfernung zum nächsten Baumstamm quasi frei im Raum. Diese Ausgangssituation hatte es bei allen bisherigen Einsätzen noch nicht gegeben.

Deshalb brachten die Helfer zunächst einen sogenannten Sprungretter in Stellung, um den hängenden Flieger bei einem Nachgeben des Schirms oder der Baumkrone aufzufangen. Die SRHT-Kräfte erklommen die benachbarten Bäume, um eine Seilverbindung zwischen den Stämmen oberhalb des Mannes herzustellen. Über diese Verbindung gelangte ein Retter zum Flieger und sicherte ihn.

Nachdem die Leinen zu dem in der Baumkrone verfangenen Schirm gekappt waren, wurde der Mann auf den Boden abgelassen und dem wartenden Rettungsdienst anvertraut. Nach einem ersten medizinischen Check schloss sich eine Fahrt ins Krankenhaus an.

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