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Internet: Satellit ist keine Alternative

Das Angebot der Telekom für einen Internet-Anschluss in Oderbrück sorgt für Diskussionen.  Foto: Eggers

Das Angebot der Telekom für einen Internet-Anschluss in Oderbrück sorgt für Diskussionen. Foto: Eggers

Oderbrück. Nachdem in der Goslarschen Zeitung die horrende Summe von mehr als einer Million Euro für einen Internet-Anschluss in Oderbrück veröffentlicht worden ist, hagelt es gute Ratschläge für Timo Zacher, den Betreiber der Gaststätte „The Cabin“. Die Mehrheit rät ihm wie Landkreis-Pressesprecher Maximilian Strache zu einer Verbindung via Satellit. Nur: Das scheint nicht möglich.

Von Michael Eggers Montag, 15.05.2017, 15:11 Uhr

Oderbrück. Nachdem in der Goslarschen Zeitung die horrende Summe von mehr als einer Million Euro für einen Internet-Anschluss in Oderbrück veröffentlicht worden ist, hagelt es gute Ratschläge für Timo Zacher, den Betreiber der Gaststätte „The Cabin“. Die Mehrheit rät ihm wie Landkreis-Pressesprecher Maximilian Strache zu einer Verbindung via Satellit. Nur: Das scheint nicht möglich.

„Weil hier auf Oderbrück ganz andere Wetterverhältnisse herrschen als anderswo, ist das Internet bei einem Anschluss über Satellit kaum funktionstüchtig“, sagt Zacher aus Erfahrung, der bereits einen solchen Anschluss hat. „Den habe ich aber zu August gekündigt, weil er nur ganz selten funktioniert“, erklärt er. Dabei habe er festgestellt, dass Internet über Satellit in Oderbrück an den wenigen funktionsfähigen Tagen nur download-, aber nicht uploadfähig sei. Das heißt, es könnten keine Daten in das weltumspannende Netz geladen werden. „Für mich stellt das in Zeiten der sozialen Plattformen natürlich ein Problem dar“, meint der Gastwirt. Internet über Mobilfunk sei wegen des schlechten Empfangs in dem kleinen Ortsteil der Stadt ebenfalls keine Alternative.

Unterdessen hat der Landkreis Goslar mitgeteilt, er habe vor einem Jahr nicht angekündigt, dass der gesamte Kreis mit Breitband versorgt werde. Auch seien die Worte „weiße Flecken werde es nicht geben“, nie gefallen, betonte Pressesprecher Strache. Die Goslarsche Zeitung hatte diese Ankündigungen des Kreises vor einem Jahr veröffentlicht, und seinerzeit hatte der Landkreis Goslar gegen diese Berichterstattung nicht protestiert.

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