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Baßgeigenfest bleibt stabil, Flohmarkt bricht ein

Im Bayern-Zelt ging’s auch schon mal über Tische und Bänke, als der Bläser elektrische Verstärkung bekam. Foto: Epping

Im Bayern-Zelt ging’s auch schon mal über Tische und Bänke, als der Bläser elektrische Verstärkung bekam. Foto: Epping

Festkonkurrenz auf der Museumsplaza und in Wöltingerode sowie eine instabile Wetterlage konnten dem 28. Baßgeigenfest am Samstag nichts anhaben, wohl aber ein hausgemachter Schlag ins Kontor: Die erstmalige Erhebung von Standgebühren beim Flohmarkt erwies sich als Bumerang, mehr als50 Prozent der Plätze blieben im Vergleich zu den Vorjahren leer.

Sonntag, 15.09.2013, 20:00 Uhr

Während Andy Buchhorn, Einsatzleiter des Sicherheitsdienstes, noch tapfer seine exklusiven Wahrheiten zu verkaufen versuchte („98 Prozent fanden die Standgebühr okay, einige haben sogar mehr gegeben“), redete Oliver Kreß, Schriftführer der Interessengemeinschaft (IG) Baßgeige, nicht lange drum herum: „Die Resonanz ließ zu wünschen übrig, es gab große Lücken.“ Das traf schon eher den Nerv der Beschicker und des Publikums, bei denen zuvor der Fall des letzten kostenfreien Trödelmarkts in der Region ein Hauptthema gewesen war.

IG-Chef Mike Hickmann wies darauf hin, dass man die Gebühren zur Deckung gestiegener Kosten erhoben habe, kündigte aber ein Überdenken an. Gut möglich, dass im kommenden Jahr zumindest eine Kostenfreiheit für Kinder nach Goslarer Altstadtfestvorbild eingeführt wird. Hickmann betonte, die Neuregelung sei kein einsamer Vorstandsbeschluss gewesen, sondern mit Zustimmung der IG-Mitglieder gefasst worden. Deren weiteres Engagement für das Fest ist – auch wegen differierender Strukturen –recht unterschiedlich verteilt: Zwar gibt es im Gewerbegebiet knapp 200 Firmen, bei denen fast 6.000 Menschen arbeiten, aber nur 29 haben sich konkret an der Finanzierung des Fests 2013 beteiligt.

Hickmanns Vize Oliver Schröder widmete sich mehr dem positiven Aspekt. Und der war einmal mehr, dass das Fest auch im 28. Jahr seines Bestehens mit seiner Mischung aus Unterhaltung und Information die Massen von Jung bis Alt anlockte.

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