Montag, 14.05.2018

Shauny lässt die Marionetten tanzen

Leserbrief

Goslar. Tolle Farben, tolle Wirkung – das Bild, das die 16-jährige Schülerin Shauny Streckenbach gemalt hat, hat alle überzeugt. Gemeint sind damit alle Mitglieder des Fördervereins der Goslarer Kleinkunsttage, die das Bild ausgewählt haben. Ein Riesenerfolg für die junge Künstlerin, die im Jahr 2015 schon zu den Gewinnern des GZ-Oster-Malwettbewerbs gehörte.

Zum Hintergrund: Die Tage der Kleinkunst gehen vom 25. Mai bis zum 3. Juni im Kulturkraftwerk an der Hildesheimer Straße über die Bühne. Seit 1979 gibt es das Festival. „Und jedes Mal gehört zu der Veranstaltung ein eigenes Plakat“, erklärt Annett Panterodt vom Förderverein. „Das ist Tradition.“

Regt zum Nachdenken an

In dieser Tradition hatten bisher immer lokale oder überregional bekannte Künstler das Plakat gestaltet. In diesem Jahr ist jedoch alles anders: Der Verein hatte einen Schüler-Wettbewerb ausgeschrieben. Kunstlehrer Hans Manhart vom Christian-von-Dohm-Gymnasium hat seinen Schülern daraufhin das Kleinkunstfest schmackhaft gemacht. Am Ende konkurrierten14 junge Plakatmaler um den Sieg. Zehntklässlerin Shauny stach mit ihrer Farbgebung hervor – aber auch mit ihrem Motiv.

Laut Panterodt regt es zum Nachdenken an. „Man kann viel hineininterpretieren.“ Auf dem Bild zu sehen sind ein Adler – Symbol für die Kaiserstadt Goslar – und verschiedene Marionetten an ihren Fäden. Der Adler gibt unter seinen Flügeln in einer Halbkugel den Blick auf die Figuren frei.

Bezogen hat sich Shauny damit auf das klassische Puppentheater. Mit einem solchen Stück werden die Kleinkunsttage jedes Jahr eröffnet. „Der Adler hält die kleine Welt der Kleinkunst, öffnet sie und kann sie mit seinen Flügeln aber auch verdecken“, sagt die Schülerin. Wie stark die Gäste in das Programm eintauchen möchten, bleibt ihnen überlassen. „Die Botschaft hat uns alle auf Anhieb angesprochen“, resümiert Panterodt.

Dass die meisten ihrer Mitschüler das Kulturkraftwerk gar nicht kannten, bestätigt Shauny Streckenbach. Doch Annett Panterodt findet das Kulturkraftwerk sehens- und erlebenswert. Sie lädt ein: „Jüngere können mit ihren Eltern kommen. Oder alleine. Ein Besuch lohnt sich wirklich, es ist eine großartige Atmosphäre.“

Programm für Jugendliche

Übrigens sollen verschiedene Programmpunkte auch Jugendliche ansprechen. Zum Beispiel die Kabarettistin Anny Hartmann, die am 31. Mai, 20 Uhr, auftritt. „Das ist zwar politisches Kabarett, wird aber gut und einfach erklärt“, sagt Panterodt. Für ältere Jugendliche sei der Auftritt durchaus geeignet. Dazu kommen bei der „Langen Nacht der Kleinkunst“ das Percussion-Duo „Double Drums“, die Panterodt als „mal rasend und virtuos, mal ruhig und tiefgründig, mal witzig und cool“ beschreibt.

Karten gibt es unter www.kulturkraftwerk-harzenergie.de und bei der Goslarschen Zeitung unter www.ticketshop-harz.de







Weitere Topthemen aus der Region:
  • Archiv
    Starkregen sorgt für Überflutungen
    Mehr
  • Archiv
    Vatertagstouren starten sonnig
    Mehr
  • Archiv
    Donnerwetter zum Vatertag
    Mehr
  • Archiv
    Stichwahl in der Stadt Oberharz nötig
    Mehr
  • Archiv
    Motorradsaison startet nur teilweise ruhig
    Mehr
  • Archiv
    Die AWO hat noch eine neue Chance
    Mehr
  • Archiv
    Hohe Jagdziele für das kommende Jahr gesteckt
    Mehr
  • Archiv
    48 Stände, aber nur ein kleiner Kinderflohmarkt
    Mehr
  • Archiv
    Musik wie „ein leichter Seewind“
    Mehr
  • Archiv
    Spielzeit zweimal 45 Minuten, Pause und Zugabe
    Mehr