Mittwoch, 03.07.2019

Schützenfest: DRK-Station ist für Schausteller „Hausarzt-Ersatz“

Goslar. Halbzeit-Bilanz beim DRK: Auf dem Goslarer Schützen- und Volksfest mussten die Ehrenamtlichen bisher rund 50 Patienten versorgen. „Eine Fünf-Meter-Packung Pflaster haben wir schon verbraucht“, stellte Rotkreuzlerin Carina Alpert am Dienstagabend fest.

Beim Fest betreiben DRK-Mitglieder, unterstützt von Jugendlichen aus dem Jugend-Rotkreuz (JRK), eine Station am Eingang gegenüber dem Lindenhof. Viele nehmen sich extra für die Festtage frei, um hier ehrenamtlich im Einsatz sein zu dürfen. „Das ist für uns das Highlight des Jahres“, sagt Jonas Nguyen, während er mit seinem JRK-Kollegen Max Kruse zur Streife über den Festplatz aufbricht. Regelmäßig patrouillieren die Helfer auf dem Gelände. Zu tun haben sie es mit der gesamten Bandbreite aller Verletzungen, die auch auf der Straße vorkommen können, erzählt Nico Flebbe, Öffentlichkeitsmitarbeiter des DRK. Auch „typische Aufbauverletzungen“ bei den Schaustellern kämen vor. „Für manche Schausteller sind wir auch so etwas wie ein Hausarzt-Ersatz.“

DRK vor Ort: Jürgen Brinkmann (von links), Max Kruse, Carina Alpert, Sören Fritze, Olaf Christmann, Tim Pape, Nico Flebbe, Mathias Reden, Dennis Freitag und Jonas Nguyen.

Tipp: Wer auf dem Festgelände verletzt wird, sollte sich nicht bis zur Station durchkämpfen. Einfach die 112 wählen und die Standnummer (an jedem Geschäft gut sichtbar angebracht) durchgeben, dann rücken die Einsatzkräfte sofort an.

Sehr gut sei die Stimmung gegenüber den Freiwilligen. „Wir sind dieses Jahr noch nicht angepöbelt worden“, sagt Flebbe. Im Gegenteil, sie würden sehr viel Zuspruch erfahren. Gerade erst hatte der Verein Musikszene mehrere Kisten Fruchtschorle und Saft vorbeigebracht, und auch die Spendenbox wird oft gefüttert. Die DRKler sammeln für ein neues Zelt, auch zum Einsatz auf dem Fest. Das alte ist über 20 Jahre alt. „Loch an Loch, und es hält doch“, sagen die Mitglieder.