Freitag, 09.08.2019

Neue alte Münzen aus Zinn gegossen

Goslar. Wer hat sie als Kind nicht gesammelt? Medaillen und Münzen unterschiedlichster Herkunft und Größe, Motive so vielfältig wie nur möglich und zu den verschiedensten Themen aus allen Zeiten. Ob kirchliche Bilder, Porträts großer Persönlichkeiten oder Landschaftsmotive – alles war vertreten. Auch historische Münzen durften dabei nicht fehlen. Häufig gilt: je älter, desto interessanter und wertvoller. Daher waren diese Stücke oft sehr teuer und nicht einfach zu erwerben.

Nach Abdrücken von historischen Vorbildern werden die Repliken gegossen und im Zinnfigurenmuseum mit einem Begleitheft verkauft. Fotos: Museum
Aus diesem Grund brachte die Preussag AG in den 70er und 80er Jahren eine Reihe Repliken begehrter historischer Münzen und Medaillen heraus. Einige ausgewählte Stücke, einst in Goslar geprägt oder mit Bergbaumotiven, hat das Zinnfigurenmuseum nun „verzinnt“. In Silikonformen gegossen wird damit die bestehende kleine Münzauswahl um drei Repliken erweitert. Zu jeder gibt es ein kleines Infoheft.

2017 kam zum 1000-jährigen Geburtstag von Kaiser Heinrich III. einen Denar (rekonstruiert und vergrößert) mit seinem Abbild heraus, es folgten der Goslarer Mariengroschen von 1531 und die Huldigungsmedaille von Kaiser Ferdinand II. mit der Stadtansicht Goslars auf der Rückseite. Ab sofort erhältlich sind als neuesten Taler: Die Ausbeuteprägungen der Oberharzer Gruben „Grube Regenbogen“ von 1748 und „Grube Güte des Herrn“ von 1740 mit den „wilden Männern“ auf der Vorderseite und ein Harzer Löser mit den Initialen Christian Ludwigs von 1664 und der Bergbaugeschichte in Miniatur auf der Rückseite. Weitere Motive sind in Planung. Zu erwerben sind die Stücke im Zinnfiguren-Museum Goslar; Klapperhagen 1 in Goslar. red