Mittwoch, 25.04.2018

Luchs ist der bessere Werbeträger für Harz

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Thema der Woche: Hexen und Mythen
Ein Protokoll des Grauens

Jascha Thelemann, Goslar, zum Artikel „Ein Protokoll des Grauens“ (GZ vom 24. April 2018/Eingang: 24. April 2018)

Der Harz hat den Luchs, doch was ziert zahlreiche Postkarten und dient als Werbeträger für unser Mittelgebirge? Eine Hexe. Als Puppen hängen sie über Ortseingängen und in Gold geprägt ziert sie den postalischen Gruß aus dem Harz. Die schönen Fotomotive verlocken zum Kauf, doch was antworte ich, wenn Empfänger aus dem Ausland fragen „Wofür steht denn das, und was feiert ihr da eigentlich?“ Walpurgis, einen diffusen Naturglauben, den kaum einer aus der feiernden Menge groß erklären kann oder sage ich: „Och, dass ist aus so einer Zeit, wo wir Menschen gefoltert und verbrannt haben.“

Spätestens dann greife ich lieber zur Karte mit dem Luchs und berufe mich nicht auf seltsam anmutende „Traditionen“, die hier gefeiert werden weil, nun – weil sie hier eben schon immer „gefeiert“ werden. „Tanz in den Mai“ klingt doch eigentlich auch ganz nett, ist ebenfalls traditionell und braucht keine zynische Erinnerung à la „Arbeit macht frei“ an bedauernswerten Opfern, und statt der Hexen ist der Plüschluchs doch auch ein nettes Andenken – nur ohne faden Beigeschmack.








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