Mittwoch, 03.07.2019

Halbzeitbilanz zum Schützenfest: Bänke zerbrochen, strahlende Gesichter

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Goslar. Halbzeit auf dem Festplatz, und die Organisatoren sind zufrieden. Ausfälle: Der „Propeller“ funktionierte anderthalb Tage lang nicht. Und im Festzelt gingen zehn Bierzeltgarnituren durch schweres „Gabalier-Verschulden“ zu Bruch. Ansonsten: Strahlende Sonne und strahlende Gesichter bei den Schaustellern.

Es war ein Festauftakt nach Maß. „Die Parkplatzkapazitäten waren voll ausgeschöpft“, fasst Sven Schneider, Vorsitzender des Volksfest-Vereins, die Ergebnisse vom ersten Wochenende zusammen. Hinzu kamen allein am Freitag und Samstag 3100 Gäste, die mit den Park-and-ride-Bussen anreisten. Das sind zwar rund 400 Leute weniger, „aber das sind keine hohen Summen“, so Schneider. Der Sonntag war wegen der Hitze etwas verhaltener, aber am Montag und Dienstag brummte es wieder tüchtig auf dem Rummel. Vor allem der Herrenabend am Dienstag sorgte für mächtig Zulauf auf dem Platz und in der Bayernfesthalle. Dass zum Höhepunkt des Festes nicht nur etliche Gläser zu Bruch gingen, sondern auch zehn Bierzelt-Garnituren durchkrachten, kann Festwirt Jan Patrick Wolters locker verschmerzen. Der Stimmungsabend mit DJ Toddy und den Partyhits von Andreas Gabalier ließ die Gäste nicht nur auf Bänken und Tischen tanzen, sondern auch „ein paar Bier mehr“ konsumieren, sodass der Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro nicht weiter ins Gewicht fiel.

Ein Prosit der Gemütlichkeit: Beim Herrenabend hatten auch die Damen viel Spaß.

Ungewollten Stillstand gab es dagegen am „Propeller“. Der riesige Schwenkarm, an dem die Gondeln durch den Himmel kreisten, fiel anderthalb Tage lang aus. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag lief nichts mehr, der Computer zeigte 30 Fehlermeldungen an, und es musste ein Techniker aus Holland anreisen. Der behob das Problem dann relativ zügig. Er wechselte lediglich drei kleine Feinsicherungen aus, und gegen 18 Uhr am Sonntag drehte sich der Propeller wieder.

Erdbeeren im Ruheraum

Guido Ehlers, er ist Vorsitzender der Schausteller-Interessengemeinschaft, ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Abgesehen vom Hitzerekord am Sonntag sei es optimal gelaufen. Am besten übrigens für seinen Stellvertreter, Andreas Manke, der Eis verkaufte. Manke freute sich auch besonders über die Idee, in der Ruhezone einen Erdbeerverkäufer zu postieren. Das sei sein „Backup“ gewesen, für den Fall, dass ihm am Eis-Stand die Erdbeeren ausgingen.

Elke Braun, die Händlersprecherin, hebt besonders hervor, dass auch in den späten Abendstunden immer noch reichlich Betrieb in den Gassen des Krammarktes war. Auch hier sind die Händler zufrieden mit den Geschäften.

Der Propeller – hier in Aktion – stand anderthalb Tage lang still.

Ansonsten gab es keine ungewöhnlichen Vorkommnisse, nur eine Frau, die ohne Erlaubnis Ballons mit Beleuchtung verkaufte. Vereinsvorsitzender Schneider entdeckte sie, zeigte sie an und ließ sie durch den Sicherheitsdienst abführen.

Und nächstes Jahr? Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk müsse sich – nach dem Fassanstich mit technischen Problemen und fast 50 Schlägen – keine Sorgen machen, dass im nächsten Jahr kein Bier mehr da ist, meinen die Organisatoren. „Wir werden es im nächsten Jahr so präparieren, dass es schäumen wird ohne Ende.“








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