Mittwoch, 19.12.2018

Schwerer Unfall auf der Kreuzung Königreich in Jork

Leserbrief

Jork. Die Fahrerin eines Audi TT ist in der Nacht zu Mittwoch in Jork-Königreich bei einem Unfall in ihrem Pkw eingeklemmt – und schwer verletzt worden.

(Letztes Update am 19. Dezember um 15.56 Uhr: Weitere Informationen zum Unfall hinzugefügt.)

Bis zum Eintreffen der Notärztin und der Notfallsanitäter des DRK versorgten die Retter der Feuerwehr-Notfallgruppen Königreich und Borstel die Schwerverletzte.

Die Hamburgerin war mit ihrem Sportwagen auf dem Obstmarschenweg (L 140) in Richtung Jork unterwegs. Während sie mit ihrem Freund über die Freisprechanlage telefonierte, bohrte sich auf der Kreuzung von Buxtehuder Straße, Königreicher Straße und der L 140 ein Ford Focus in die Fahrerseite ihres Audis. Ihr Freund musste alles mitanhören – und wurde so Zeuge des Unfalls. Beide Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Aufpralls einige Meter weiter auf die Königreicher Straße (K 39) katapultiert und blieben vor der Landmaschinen-Firma Paul Cordes liegen.

Polizei: Ford-Fahrer hat die Vorfahrt missachtet

Wie durch ein Wunder wurde der Fahrer des Ford Focus bei dem Unfall laut Polizei augenscheinlich lediglich leicht verletzt. Er weigerte sich, zu seiner eigenen Sicherheit mit dem Rettungswagen zum Medizincheck mit in das Krankenhaus zu fahren – trotz wiederholter Aufforderung. Er wurde deshalb vor Ort ambulant versorgt. Der Pkw des Staders (47) ist Schrott. Laut Polizei hat der 47-Jährige ein Stopp-Schild übersehen – „und die Vorfahrt missachtet“.

Der Ford-Fahrer sagte, dass er die von rechts kommende Audi TT-Fahrerin nicht gesehen habe. Er kam aus Richtung Buxtehude und wollte zur Arbeit nach Neuenfelde. Nachts ist die Ampel ausgeschaltet.

Der Audi TT nach der Rettung der Schwerverletzten. Die Feuerwehrleute mussten das Dach abtrennen, um die Eingeklemmte aus dem Pkw zu retten. Foto Vasel


Die Ortsfeuerwehren aus Königreich, Ladekop und Borstel sowie Hove rückten um 1.27 Uhr mit 75 Freiwilligen aus, um die eingeklemmte Audi-Fahrerin (28) aus ihrem Pkw zu befreien.

Die Feuerwehr-Notfallgruppen (AED-Gruppen) aus Königreich und aus Borstel waren einige Minuten vor der Notärztin und den Notfallsanitätern des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort und kümmerten sich als Erste um die Schwerstverletzte. Während die Feuerwehrleute mit schwerem Gerät das Dach abtrennten, versorgten die haupt- und ehrenamtlichen Retter die eingeklemmte Schwerverletzte. Das gestaltete sich nicht einfach. Damit keine wertvolle Zeit verstreicht, haben die Feuerwehren mittlerweile für jeden Fahrzeugtyp sogenannte Rettungskarten im Einsatzleitwagen dabei: digital oder auf Papier. Anhand der Abbildungen des Fahrzeugaufbaus können die Retter elektrische Leitungen, Airbags und andere Gefahrenquellen lokalisieren, um sich und die Unfallopfer zu schützen. In diesem Fall musste die A-Säule durchtrennt werden.

Blick auf die Unfallstelle: Jedes Werkzeug für die Rettung hat seinen festen Platz. Foto Vasel

Im Zuge der sogenannten erschütterungsfreien und schonenden patientengerechten Rettung, so Feuerwehrsprecher Tim Ladwig, wurde die 28-Jährige auf ein Spineboard gezogen und schließlich über Rückbank und Kofferraum aus dem Fahrzeug geholt.

Die Kreuzung musste für die Unfallrettung und -Aufnahme sowie die Bergung der beiden Wracks und die Reinigung des Kreuzungsbereichs etwa zwei Stunden voll gesperrt werden. Die Feuerwehr leitete den Verkehr örtlich um, zu nennenswerten Behinderungen kam es aufgrund der Uhrzeit nicht. Polizeisprecher Rainer Bohmbach bittet Unfallzeugen, sich unter 0 41 62/ 91 29 70 bei der Polizei in Jork zu melden.








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