Mittwoch, 27.07.2016, 17:29 Uhr

Zwischen Kopfnickern und Discopumpern

Sommerzeit ist Partyzeit. Ob auf den Open-Air-Festivals oder in den Clubs, überall wird kräftig gefeiert. Während wir uns unter das Partyvolk mischen, treffen wir auf die unterschiedlichsten Typen.

Die Hyperaktiven

Das Wochenende naht und sie schöpfen wieder Energie, um auf der Tanzfläche alles zu geben. Die hyperaktiven Tänzer springen, klatschen und lassen alles raus, was sich bei ihnen so angestaut hat. Dabei ist es ihnen völlig egal, wie das aussieht. Oftmals bildet sich ein Kreis um sie, weil jeder Angst hat, von einem Arm oder einem Bein getroffen zu werden.

Die Girlies

Sie würden ja so gerne tanzen, aber ihre viel zu hohen Schuhe – die vermutlich designt wurden, um sie beim Schlafen zu tragen – und das frisch aufgetragene Make-up sind im Weg. Schließlich darf weder das Gesicht, noch das kurze Kleid verrutschen. Also lautet das Motto: Bloß nicht schwitzen, denn die Frisur muss bis zum nächsten Selfie noch sitzen.

Die Smartphone-Junkys

Ja klar, wir gehören zu der Smartphone-Generation, aber auch Smombies können sich doch wenigstens am Partyabend mal von ihrem geliebten Gerät trennen – falsch gedacht. Die wahren Smombies wenden ihren Blick nicht vom Display ab, auch während sie auf der Tanzfläche sind. Schnell noch ein Instagram-Video hoch laden und kurz bei Facebook markieren, dann kann das Handy weg. Es sei denn, eine Nachricht kommt rein.

Die Figuren-Tänzer

Der Basketball-Spieler, der Busfahrer oder der Einkaufswagen: All diese Tanz-Moves gehören zum Repertoire dieser Akrobaten. Ihren eigenen Tanzstil zeigen sie nur selten – vermutlich aus gutem Grund.

Die Nicht-Tänzer

Sie stehen einfach nur so da, bewegen nicht ein Körperteil. Nicht mal das obligatorische Kopfnicken ist drin. Die Nicht-Tänzer gehen in den Club, um nicht zu tanzen. Meist stehen sie anfangs noch an der Bar, später wagen sie sich auf die Tanzfläche, während sie sich an ihrem Getränk festklammern. Warum sie genau da stehen müssen, versteht niemand.

Der DJ-Kopilot

„Ey, DJ spiel doch mal den neuen Song von Sia.“ Ziemlich viele aus dem Partyvolk sehen sich selbst oft als Kopiloten des DJs an. Ob Song-Wünsche oder gleich ganze Listen, sie versuchen mit jedem Mittel, den DJ von ihren Songs zu überzeugen. Am besten sind die, die gleich selbst ein paar eigene Tracks mitgebracht haben. Allerdings ist es manchmal auch wirklich besser, dem DJ bei der Songauswahl zur Hand zugehen.

Der Small-Talker

Nein, die Tanzfläche ist kein geeigneter Ort, um Gespräche zu führen. Schon gar nicht, um zu flirten. Auch das Schreien ins Ohr macht es nicht besser. Liebe Small-Talker, nicht jeder will beim Tanzen von Phrasen wie: „Und, bist du öfter hier?“ unterbrochen werden. Also, schont eure Stimme und unterhaltet euch an der Bar und nicht auf der Tanzfläche.

Die Anschleicher

Meist kommen sie von hinten und tauchen aus dem Nichts auf, um die Beute anzutanzen. Anschleicher müssen nicht in jedem Fall männlich sein, oft trifft es jedoch zu.

Der Discopumper

Gut, dass es für Männer im Club nicht üblich ist, kurze Hosen zu tragen. Denn der Disco-Pumper trainiert einzig und allein die Körperpartien, die in der Disco auch gezeigt werden können: die Arme. Oft wird passend dazu ein Muskelshirt getragen, das das harte Training noch einmal unterstreichen soll.

Die Oldies

Wer kennt sie nicht, die Muttis und Vatis, die noch einmal ihre Jugend aufblühen lassen und wie in alten Zeiten durch die Clubs ziehen – nur ohne neon-farbene Leggins und Dauerwelle. Für viele ist es witzig, mit anzusehen, für die Kinder der Party-Eltern ist es jedes Mal aufs Neue peinlich.

Die Kopfnicker

Mehr als ein Nicken ist bei dieser Art nicht drin. Aber immerhin ist es meistens im Takt zur Musik. Ob sie einfach zu faul sind, um auch weitere Körperteile zu bewegen oder es nicht besser können, bleibt ungewiss.


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